Die Burgtore werden wieder geöffnet

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Dr. Ulrich Feldmann, 1. Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins, Claudia Maier (li.) und Renate Bude (re.)

Aschau - Die Burg Hohenaschau öffnet wieder ihre Tore. Die Burgführungen durch die neu restaurierten Räume werden ab dem 1. Mai angeboten.

Auf der Burg Hohenaschau beginnen am Mittwoch, den 1. Mai, wieder die Führungen. Im Auftrag der Gemeinde Aschau im Chiemgau bietet ihnen der örtliche Heimat- und Geschichtsverein durch Teile der alten Ringburg, Schlosskapelle und Prientalmuseum, Führungen an. Vor nunmehr 25 Jahren (1988) richtete der Geschichtsverein im ehemaligen Benefizatenhaus neben der Schlosskapelle das Burgmuseum mit dem dazu gehörigen Laderl ein. Nach der Landesausstellung erfolgte eine grundlegende Umstrukturierung der gesamten Dokumentation.

Schwerpunkt der Ausstellung im Prientalmuseum sind nun die beiden Themen „Eisenindustrie im Priental“ und „die Familie von Cramer-Klett“. Im Nordflügel des Schlosses sind im ältesten Raum der Anlage die „Baugeschichte der Burg Hohenaschau“ und im Gewölbekeller die „Dokumentation der Hochgerichtsherrschaft Hohenaschau“ dokumentiert. Erstmals kann der fertig restaurierte historische Laubensaal, in dem seit 2013 auch standesamtliche Trauungen durchgeführt werden, besichtigt werden. Den Rundgang ergänzt der malerische Innenhof, die ganz in weißen Stuck gehaltenen Preysingsäle und der mächtige Bergfried. Insgesamt 290.000 € brachte der Heimat- und Geschichtsverein von 2007 bis 2012 auf, um den historischen Laubensaal (1686/87) mit seinen kostbaren barocken Wand- und Deckenmalereien vor dem Verfall zu retten. Hierzu leisteten neben einem privaten Spender und dem Verein vor allem die Sparkassenstiftung „Zukunft des Landkreises Rosenheim“, der Bezirk Oberbayern, die Gemeinde Aschau im Chiemgau und die Bayerische Landesstiftung ihren Beitrag.

Neben den Regelführungen und den bewährten Kinderführungen, an denen während der letzten Saison über 1000 begeisterte Mädchen und Buben teilnahmen, gibt es als neues Angebot in diesem Jahr die von Martina Stoib, MA, speziell für Kinder und Jugendliche entwickelte Sonderführung „Schutz und Trutz“. Hierbei können sich die jungen Besucher in spielerischer Weise mit den Themen Ritter, Burg, Geschichte, etcetera auseinander setzen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich auch die Sonderführungen für Kindergeburtstage, die bei der Aschauer Tourist Info bestellt werden können. Bleibt noch fest zu halten, dass der Heimat- und Geschichtsverein im Burgladerl einen kleinen Imbiss betreibt, bei dem seit Jahren an Sonn- und Feiertagen (nachmittags) Kaffee und selbstgebackener Kuchen angeboten wird. Mit den Einnahmen aus Führungsbetrieb und Laden bestreitet der Verein die Kosten für das „Angebot“ Schloss Hohenaschau.

Seit Eröffnung des Prientalmuseums im Jahre 1988 arbeiten Frau Claudia Maier, Tourist Info Aschau (Führungskasse Prientalmuseum) und Frau Renate Bude, Heimat- und Geschichtsverein (Burgladerl am Prientalmuseum), auf dem Schloss Hohenaschau. Zusätzlich zu den werktäglichen Führungstagen bediente Frau Bude in dieser Zeit an mehr als 750 Sonn- und Feiertag - Nachmittagen die Schlossbesucher im „Burgladerl“. Für 25 Jahre treue Mitarbeit überreichte der 1. Vorstand des HGV, Dr. Ulrich Feldmann, den beiden als herzliches Dankeschön einen bunten Frühlingsstrauß.

Pressemeldung Anton Hötzelsperger

Quelle: rosenheim24.de

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