Enterokokken und zu späte Information - das ist dran am Gerücht

Abkochgebot für Aschauer Trinkwasser voraussichtlich bis Mittwoch

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Aschau im Chiemgau - Die Bürger von Aschau im Chiemgau müssen seit Mittwoch wegen mikrobiologische Verunreinigungen ihr Trinkwasser abkochen. Nun gibt es Vorwürfe von Seiten der Bürger.

UPDATE 16.35 Uhr: Verfügung bis Mittwoch

In Aschau muss nach wie vor das Trinkwasser abgekocht werden. Bis das Abkochgebot aufgehoben wird, dauert es auch noch, so das Aschauer Wasserwerk auf Nachfrage von Radio Charivari. Die Bürger müssen wohl noch bis Mittwoch nächster Woche das Wasser abkochen, hieß es. 

Die Gemeinde ist gerade dabei die Leitungen zu chloren. Jetzt müsse man warten bis das Chlor in ausreichender Menge am Ende der Leitungen angekommen ist. Danach müsste man nochmals Wasserproben entnehmen, um sicher zu gehen, dass alle Keime abgetötet sind. Bedeutet: Zum Trinken, zur Nahrungszubereitung, zum Abwaschen von Nahrungsmitteln, zum Abspülen von Geschirr, zum Zähneputzen oder auch zur Herstellung von Eiswürfeln muss das Leitungswasser abgekocht werden. 

Die Gemeinde informiert, sobald das Abkochgebot wieder aufgehoben ist. Wie die Keime ins Wasser gekommen sind, ist immer noch unklar.

UPDATE 11.40 Uhr

Auch auf Nachfrage beim Gesundheitsamt Rosenheim teilte uns Pressesprecher Michael Fischer mit, dass keine Enterokokken im Trinkwasser gefunden wurden. 

Erstmeldung:

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gab die Gemeinde ein Abkochgebot für das Trinkwasser aus der gemeindlichen Wasserversorgung heraus. Am Freitagmorgen meldete sich eine Leserin bei unserer Redaktion und äußerte den Vorwurf, dass die Verunreinigung der Gemeinde schon länger bekannt gewesen sei und die Bürger zu spät informiert wurden. Außerdem habe man ihr von Seiten der Gemeinde und des Gesundheitsamtes mitgeteilt, dass gefährliche Enterokokken festgestellt worden seien. Die Gemeinde äußert sich nun zu diesem Vorwurf:

"Bakterien waren noch nicht im Netz"

Auf Nachfrage unserer Redaktion bei der Gemeinde Aschau zu diesem Vorwurf im Chiemgau teilte uns eine Mitarbeiterin der Verwaltung mit, dass am Abend des 27. Juni bei einer regelmäßigen Probenentnahme im Brunnen minimalst E. coli Bakterien gefunden worden seien. "Der Brunnen wurde sofort abgeschalten. Die Bakterien waren auch noch nicht ins Netz gelangt. Wir haben umgehend das Gesundheitsamt informiert, die uns dann aufforderten, das Wasser vorsorglich zu chloren und ein Abkochgebot herauszugeben." 

Umgehend informiert

Abkochgebot für Trinkwasser aus der gemeindlichen Wasserversorgung

Noch in der Nacht auf Mittwoch habe man Flugblätter mit der Information über die Abkochverfügung gedruckt und an die Gemeindebewohner verteilt, auf der Gemeindehomepage darüber berichtet und die Presse informiert. "Ich weiß nicht, wie es hätte schneller gehen sollen, die Bürger zu informieren", so ein Gemeindemitarbeiter.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Roland Weihra

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