Das Aschauer Jahresmotto 2018

"Da Woid" im Mittelpunkt

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Am Dorfanger war noch eine Lücke zwischen zwei Bäumen und so pflanzten Herbert Reiter, Monika Franzke, Peter Solnar, Roland Füssel und Dorothea Schwierskott zum Abschluss der Veranstaltung eine Bergulme als Erinnerung an das Jahresmotto 2018.

Aschau im Chiemgau - Dieses Jahr dreht sich in Aschau alles um Wald, Baum und Holz: Am 10. April, dem internationalen Tag des Baumes, wurde das Jahresmotto 2018 "Da Woid" präsentiert.

„Jeder vierte Mann in Deutschland wäre gerne Förster, nahezu alle Frauen fänden dies gut“, zitierte Bürgermeister Peter Solnar bei der Eröffnungsveranstaltung zum touristischen Jahresmotto der Gemeinde Aschau unter der Linde am Alten Schulhaus eine aktuelle Umfrage und traf damit auch bei den Gästen voll ins Schwarze. „Wenn deine Seele krank ist, dann geh in die Wälder und verbirg Dich. Sie werden dich heilen. Ich erhoffe mir von unserem Jahresmotto „da Woid“ und den vielen Veranstaltungen, dass der Wald nicht nur als grüne Menschenfreude, sondern als ein Ort erkannt und gespürt wird, an dem das uns verlorengegangene Naturmaß bewahrt wird“. 

Eröffnung am internationalen Tag des Baumes

Am internationalen Tag des Baumes, den 10. April eröffnete Tourist Info Chef Herbert Reiter den Reigen der unzähligen Aschauer und Sachranger Veranstaltungen zum „Woid“, zu den Bäumen und zum Holz ganz allgemein. In einer großen reich bebilderten Broschüre hat die Tourist Info Aschau alles Wissenswerte zu den Wäldern im Priental und ihre Nutzung in vielfältiger Weise zusammengestellt. Der Bogen spannt sich dabei von der Verwendung des Holzes in der alten Eisenindustrie bis zum Tourismus unserer Tage, von der grünen Magie der Natur über die Verwendung der Heilpflanzen bis zur Verwertung als Speisengrundlage. 

Alles dreht sich ums Holz

Holz beim Zimmermann und beim Bauen, Holz im Garten und Holz beim Schreiner und Kistler, nichts wird ausgespart. Beiträge liefern auch Pfarrer Janßen mit einer Reihe „Fest wie ein Baum is mein Glaube“ und die Aschauer Jäger mit einem Gang zur Hofalm. Was immer mit Feld, Wald und Flur zusammengebracht werden kann, in der Broschüre ist es als Angebot zu finden

65 Sonderveranstaltungen führen Einheimische und Gäste das ganze Jahr hindurch durch die Vielfalt von Woid und Holz. Die Kinder des Sachranger Kindergartens St. Michael sind mit ihren Erzieherinnen viel draußen in Wald und Flur; ein erweitertes Natur- und Erlebniskonzept in einem eigenem Waldstück und regelmäßige Besuche im Wildpark Wildbichl, sowie der Bau eines Hochbeetes mit dem Bepflanzen und dem sachgemäßen Verarbeiten der Ernte sind ständige und alltägliche Bestandteile der Arbeit. 

Mit zwei Liedern „Wir gehen in den Wald“ und „Stark wie ein Baum“ trugen die 15 Mädchen und Buben von Sankt Michael zum Programm bei. Die musikalische Umrahmung übernahmen die Aschauer Alphornbläser mit ihren – Holzblasinstrumenten. 

Neue Holzplastik am Maibaum enthüllt

Naheliegend, dass sich auch der Sachranger Holzbildhauer Roland Füssel mit dem Thema Wald und Holz beschäftigte und speziell für dieses Jahr eine Holzplastik „Der Wald“ schuf. Unmittelbar am Maibaum enthüllten der Künstler, Bürgermeister Solnar und Tourismus Chef Reiter das Werk aus Fichtenholz. Auf einer Menschenhand wachsen allerlei Bäume und streben auf dieser Grundlage dem Licht und der Schöpfung entgegen. Vor drei Wochen lagen noch hohe Schneehaufen an dieser Stelle und Roland Füssel befürchtete schon, dass es mit der Präsentation nichts werden könnte. Aber die Sonne machte in den letzten Wochen ihre Überstunden auch im Sachranger Tal. 

Baumlehrpfad entwickelt

Eine zweite Premiere lieferte die Tourist Info gleich nach. Auf Anregung der Aschauer Heilpraktikerin Dorothea Schwierskott wurde der Wanderweg Nummer zwei in Sachrang zum Baumlehrpfad erweitert. „Als ich die schönen Eiben am Wegesrand und dazu Linden, Buchen und Eichen sah, war mir klar, dass man dies zu einem Erlebnisweg verbinden könnte“. Die Heilpraktikerin wälzte ihre Bücher, suchte nach den Wirkungen der Bäume auf die menschliche Gesundheit und entwarf ein Konzept für 30 Schilder mit denen 30 Bäume auf einem Rundweg beschrieben werden. Ein kleiner Steckbrief mit den besonderen Kennzeichen der Bäume und eine Beschreibung ihrer Verwendung in der Heilkunst informieren künftig die Besucher und Wanderer auf dem Weg Nummer zwei. 

Am Dorfanger war noch eine Lücke zwischen zwei Bäumen und so pflanzten Dorothea Schwierskott, Roland Füssel, Peter Solnar und Herbert Reiter zum Abschluss der Veranstaltung eine Bergulme als Erinnerung an das Jahresmotto 2018. „Ulmen können sehr alt werden und dieser Baum kann auch späteren Menschengenerationen noch vom Thema „da Woid“ berichten. Eigentlich wäre die Edelkastanie Baum des Jahres 2018 gewesen, aber sie hier in Sachrang zu pflanzen und durchzubringen ist schier unmöglich. Nehmen wir also diesen heimischen Baum, der in der Sammlung der 30 auf dem Baumlehrpfad bisher fehlte“, so Peter Solnar.

Pressemeldung Tourist Information Aschau im Chiemgau

Quelle: rosenheim24.de

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