Rettungskräfte in Aschau vor Ort

Lawine an der Kampenwand entpuppt sich als Falschmeldung - aber Risiko besteht weiter

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Aschau im Chiemgau - Am Dienstag wurde wegen eines Lawinenabganges nahe der Kampenwand am Sulten alarmiert. Doch den Rettungskräften vor Ort zeigte sich ein anderes Bild.

Update, 1. Mai, 9.30 Uhr - Person erwartet keine Strafe

Telefonisch hat eine Person am 30. April einen Lawinenabgang an der Kampenwand mitgeteilt. Diese Nachricht ist daraufhin überprüft worden. Da ein solcher Lawinenabgang nicht ausgeschlossen werden konnte, ist daraufhin ein umfangreicher Einsatz ausgelöst worden, erklärt die zuständige Polizeiinspektion Prien am Chiemsee.

Der Lawinenabgang hat sich im Nachhinein als Falschmeldung herausgestellt. Mit einer Strafe muss der Melder deswegen aber nicht rechnen, da derjenige in bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat, heißt es weiter. Daher sind Bergwachtler und Bergführer der Polizei am Dienstagnachmittag zum vermeintlichen Einsatzort geeilt.

An der Kampenwand liegt laut dem Lawinenwarndienst Bayern momentan stellenweise noch über ein Meter Schnee. Zum Teil handelt es sich um Neuschnee, nachdem es in den vergangenen Tagen nochmals in den höheren Lagen geschneit hat.

Update, 19.35 Uhr - Bilder vom Einsatz

Einsatz wegen vermeintlicher Lawine an Kampenwand

Update, 18 Uhr - neue Informationen von vor Ort

Nachdem zahlreiche Einsatzkräfte am Dienstagnachmittag zur Kampenwand alarmiert worden sind, hat sich nun laut Informationen von vor Ort herausgestellt, dass dort keine Lawine abgegangen ist. Beamte der Polizei, Bergwachtler und Rettungskräfte sind vor Ort oben am Berggipfel im Großeinsatz gewesen.

Der Riesenaufwand hat sich jedoch als Falschmeldung herausgestellt. Auch eine angeblich verschüttete beziehungsweise leblose Person hat sich nicht bewahrheitet, sondern als verschneiter Strauch herausgestellt.

In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen herrscht momentan die mäßige Lawinenwarnstufe 2. "Das Hauptproblem stellt auch in den nächsten Wochen die Selbstauslösung von Gleitschneelawinen dar", heißt es im aktuellen Bericht des Lawinenwarndienstes Bayern. "Lawinen mittlerer Größe können an noch nicht entladenen, vergrasten Steilhängen und auf Felsplatten abgleiten."

Gleitschneelawinen sind in allen Expositionen und zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Zusätzlich können sich aus neuschneebeladenen, felsdurchsetzten Steilhängen höherer Lagen bei tageszeitlicher Erwärmung und Sonneneinstrahlung mittlere Lockerschneelawinen von selbst lösen.

Erstmeldung

Zu einem Lawinenabgang ist es am Dienstag, den 30. April, gegen 14 Uhr nahe der Kampenwand am Sulten auf der Nordseite gekommen. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestätigt den Vorfall. Die Rettungskräfte sind derzeit vor Ort. Ob Personen verschüttet wurden, ist derzeit noch unklar.

An der Kampenwand liegen laut dem Lawinenwarndienst Bayern derzeit 110 Zentimeter Schnee. Die Temperatur beträgt 1 Grad Celsius und es weht kaum Wind. Der Warndienst warnte für Dienstag, dass sich auf höheren Lagen bei tageszeitlicher Erwärmung und Sonneneinstrahlung mittlere Lockerschneelawinen von selbst lösen können. 

*Weitere Informationen folgen*

Quelle: rosenheim24.de

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