Pressemeldung Erzbistum München

Konzerte und Führungen: Umfangreiches Programm zum Aschauer Heiligen Grab

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Aschau im Chiemgau - Mit einem umfangreichen Gottesdienst- und Veranstaltungsprogramm begleitet die Gemeinde Aschau die Aufstellung ihres Heiligen Grabes in der Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“.

Nach einer umfassenden Restaurierung ist das Heilige Grab in der Aschauer Pfarrkiche nach mehr als 60 Jahren erstmals wieder zu sehen. Es handelt sich hierbei um eine der bedeutendsten und umfangreichsten Anlagen dieser Art. 

Zur Eröffnung wird am Samstag, den 16. März um 19 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit einer Fastenpredigt der evangelischen Dekanin Hanna Wirth gefeiert, den der katholische Kirchenchor und die evangelische Chorgemeinschaft gemeinsam gestalten. Am Sonntag, den 24. März um 10 Uhr feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in Aschau einen Festgottesdienst, zu dem die Missa brevis von Jacob de Haan erklingt. 

Szenen zeigen die Ostergeschichte

In der Grabanlage sind nacheinander drei Szenen zu sehen, die besonders auf die Kar- und Ostertage abgestimmt sind. Bis zum Gründonnerstag wird die Ölbergszene mit zwei Tafelfiguren gezeigt. Sie stellen den betenden Jesus und einen Engel mit einem Kelch und einem Kreuz dar und erinnern an das Gebet Jesu auf dem Ölberg vor seiner Gefangennahme. 

Während des Gottesdienstes am Karfreitag, der an das Leiden und Sterben Jesu erinnert, wird die Figur des Leichnams Jesu im Grabtempel sichtbar. Bis in die Nachtstunden des Karfreitags und auch am Karsamstag sind die Gläubigen dann zum Gebet und zur Andacht am Heiligen Grab eingeladen. Während der Osternacht am Ostersonntag, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird, wird die Figur des auferstandenen Jesus in der Grabanlage in die Höhe gezogen, das Grab selbst bleibt leer. 

Auferstehungsspiel in zwei Teilen

Ein zweiteiliges Auferstehungsspiel nutzt das Heilige Grab als Kulisse. Der erste Teil, der von Samstag, den 30. März an zu sehen ist, befasst sich mit dem Leben Jesu Christi und stellt biblische Figuren wie Johannes den Täufer, Petrus, Judas und Maria Magdalena vor. Das kammerspielartige Bühnenstück wird durch hebräische Gesänge und Instrumentalstücke ergänzt. 

Der zweite Teil des Auferstehungsspiels, der ab Ostermontag, den 22. April aufgeführt wird, erzählt vom auferstandenen Jesus Christus, seinen Begegnungen mit den Aposteln und den ersten Christen. Mehr als 100 Mitwirkende sind dabei, darunter ein großer Chor. Für das Auferstehungsspiel zeichnet der Heimat- und Geschichtsverein Aschau verantwortlich. 

Die sieben letzten Worte vor dem Heiligen Grab

Ergänzt wird das Begleitprogramm durch drei Konzerte in der Pfarrkirche. Am Sonntag, den 24. März um 19 Uhr führt das Ensemble Concertante unter Leitung von Bernadette Osterhammer „Die sieben letzten Worte unsere Erlösers am Kreuze“ sowie das Trompetenkonzert in Es-Dur von Joseph Haydn auf, Solist ist Markus Riepertinger. 

Alpenländische Musik zur Passionszeit erklingt am Freitag, den 29. März um 19 Uhr mit den Hohenaschauer Bläsern, den Schwarzensteiner Sängerinnen und der Wössener Erntedank-Gitarrenmusi. Am Sonntag, den 14. April um 19 Uhr spielt das Barockorchester Concerto München unter Leitung von Johannes Berger barocke Passionsmusik, unter anderem das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi. 

Karten für die Konzerte sowie die beiden Teile des Auferstehungsspiels sind über München Ticket oder die Tourist Information Aschau erhältlich. 

Führungen und Besichtigungen möglich

Öffentliche Führungen finden jeweils mittwochs um 15.30 Uhr sowie sonntags um 11 Uhr (31. März, 7. und 28. April) oder 14 Uhr (17. und 24. März, 14. und 21. April, 5. Mai) zum Preis von vier Euro statt. Gruppen können zusätzliche Führungen über die Tourist Information Aschau vereinbaren. 

Das Heilige Grab und die Pfarrkirche können im März täglich von 7.30 Uhr bis 17 Uhr, ab April täglich von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr besichtigt werden. Bis zum zweiten Ostersonntag, 5. Mai, bleibt das Grab aufgebaut. 

Das Heilige Grab von Aschau nimmt mit einer Höhe von zehn Metern, einer Breite von sieben Metern und einer Tiefe von sechs Metern den gesamten historischen Altarraum der Pfarrkirche ein. Die Anlage aus dem späten Barock zeigt in der Mitte einen achteckigen Grabtempel, an den seitlich Arkadenhallen anschließen. Zwei der drei Stockwerke sind begehbar, so dass die Anlage zugleich die Kulisse für ein Passionsspiel bildet. Tafelfiguren von Grabwächtern, Engeln und Propheten beleben das Heilige Grab, geschmückt wird es von rund 150 beleuchteten, mit gefärbtem Wasser gefüllten Glaskugeln. Die Anlage entstand in den Jahren 1797 bis 1799. Zuletzt war sie in der 1950er Jahren aufgebaut gewesen.

Pressemeldung Erzbistum München

Quelle: rosenheim24.de

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