Rettung durch Christoph 14 und Bergwachten Sachrang-Aschau und Grassau

Urlauberin (50) erleidet schwere Fußverletzung an der Südseite der Kampenwand

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Christoph 14 brachte eine Notärztin zur Unfallstelle.

Aschau - Eine 50-jährige Wanderin verletzte sich so schwer an der Kampenwand, dass eine aufwendige Rettungsaktion eingeleitet werden musste.

Die Pressemitteilung der Bergwacht im Wortlaut 


Eine 50-jährige Urlauberin aus Belgien war am Montag, 20. Juli, mit Ihrer Familie von Marquartstein aus in Richtung Kampenwand gewandert. Beim Rückweg über den Südwandsteig hatte sie sich am frühen Nachmittag nach einem Fehltritt so schwer am Fuß verletzt, dass ein eigenständiger Abstieg nicht mehr möglich gewesen wäre.

Ein zufällig vorbeikommender Wanderer ließ von der Piesenhauser Hochalm aus die Bergwacht alarmieren. Da ein Rückruf beim Melder bzw. an der Unfallstelle nicht möglich war, eilten zwei Einsatzkräfte der Bergwacht Grassau mit dem Geländefahrzeug zur Piesenhauser Hochalm und von dort zu Fuß weiter in Richtung der vermuteten Einsatzstelle, die sie letztlich in sehr unwegsamen Gelände lokalisierten. 


Kurz nach ihnen kam eine Bergretterin der Bergwacht Sachrang-Aschau hinzu, die mittlerweile ebenfalls durch zufällig vorbeikommende Wanderer von der Steinlingalm aus alarmiert worden war. Fünf weitere Einsatzkräfte der Bergwacht Grassau kamen noch mit dem Rettungsfahrzeug nach. Aufgrund der Örtlichkeit und der Verletzung der Patientin war ein schonender und rascher Abtransport erforderlich, eine terrestrische Rettung mit Gebirgstrage über den sehr unwegsamen Steig über mehrere hundert Meter bis zum Rettungsfahrzeug hätte allerdings einen enormen zeitlichen Aufwand bedeutet. 

Folglich erfolgte die Rettung der Patientin durch den Rettungshubschrauber Christoph 14, der mit einem 25-Meter Tau eine Notärztin und einen Flugretter der Bergwacht zur Unfallstelle brachte und nach medizinischer Versorgung der Verunfallten diese zusammen mit der Notärztin zurück zum Zwischenlandeplatz an der Piesenhauser Hochalm. 

Nachdem die Patientin dort in den Hubschrauber verladen war, brachte sie dieser zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte begleiteten die Angehörigen zurück bis zur Piesenhauser Hochalm.

Pressemitteilung Bergwacht Grassau

Quelle: rosenheim24.de

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