Vortrag in Aschau im Chiemgau am 5. Februar

Dr. Gisela Notz: "Genossenschaftsbewegungen in Geschichte und Gegenwart"

+
Dr. Gisela Notz kommt am 5. Februar 2020 nach Aschau.

Aschau - Was können die Aschauer Bürger von einer Genossenschaft erwarten und welche Möglichkeiten bieten sich vor Ort? Darum geht es bei Dr. Gisela Notz Vortrag, sie ist Sozialwissenschaftlerin und Historikerin.

Die Meldung im Wortlaut:


Sie ist Historikerin und Sozialwissenschaftlerin. Insbesondere aber hat sie sich mit alternativen Formen zur rein kapitalistischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Denn bei ausschließlicher Profitorientierung sieht Dr. Gisela Notz die „Gefahr einer Mit- und Umweltzerstörenden Wirtschaft gegeben“. So zumindest steht es in einem Auszug aus ihrem Buch, das die Wissenschaftlerin im 2. Halbjahr 2020 unter dem Titel „Genossenschaften - Geschichte, Aktualität und Renaissance“ im Schmetterling-Verlag veröffentlichen wird. 

Vortrag am 5. Februar

Die Aschauer Bürgerliste (ABL) konnte die Berliner Expertin schon jetzt für einen Vortrag zu ihrer aktuellen Forschungsarbeit gewinnen – und nicht nur das: Dr. Notz wird speziell auf Aschauer Themen eingehen und die lokalen und regionalen Chancen sowie Möglichkeiten zur Organisation einer Genossenschaft unter die Lupe nehmen. Der sehr informative Vortrag findet am 5. Februar 2020 um 19:30 Uhr mit dem Thema „Genossenschaftsbewegungen in Geschichte und Gegenwart“ im Wintergarten des Gasthofs zum Baumbach in Hohenaschau statt.


Neben dem oben schon erwähnten Lokalbezug ist Ziel des Vortrags, auch einen möglichst umfassenden Überblick über die Genossenschaftsbewegungen in Geschichte und Gegenwart zu geben. Mit diesem Wissen sind die Aschauer Bürger gewappnet, im Nachhinein selbst Initiative zu ergreifen und dort, wo es sinnvoll erscheint, eine Genossenschaft ins Leben zu rufen. So heißt es in einem Auszug aus dem Buch von Dr. Notz: „…als Genossenschaft kann man Vieles gründen. Und Gründungen von Genossenschaften sind meist wirtschaftlich erfolgreicher als Einzelgründungen.“

Referentin ist Expertin auf diesem Gebiet 

Dr. Gisela Notz lebt und arbeitet in Berlin. Bis 2007 war sie Wissenschaftliche Referentin im Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. Derzeit hat sie Lehraufträge und Vertretungsprofessuren an verschiedenen Universitäten inne. Von 2004-2010 war Dr. Notz Bundesvorsitzende von pro familia. Und von 2002-2014 war sie im Stiftungsrat der Bewegungsstiftung. 

Die Arbeitsschwerpunkte von Dr. Notz sind die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung, alternative Ökonomie, Frauen-, Familien- sowie Sozialpolitik. Im Rahmen der Alternativen Ökonomie forscht sie schon seit langem auch zu Wohngenossenschaften. Und sie weiß „Genossenschaften waren in der Geschichte - und sind auch heute noch -, ein wichtiger Faktor in der bundesdeutschen Wirtschaft. Dennoch ist die Kenntnis über Genossenschaften noch immer gering.“ 

So widmet sie sich in ihrem Buch ideologischen und theoretischen Reflexionen, gibt wissenschaftliche Erklärungen und beschreibt nicht zuletzt auch die vielfältigen Erwartungen an genossenschaftliches Verhalten. Auch wird in dem Buch die Geschichte der Genossenschaften aus der sozialistischen und der bürgerlichen Begründungsperspektive beleuchtet. Und es werden Aufstieg sowie Fall der Genossenschaften während verschiedener Epochen nachgezeichnet. Abschließend fragt die Autorin nach dem utopischen Gehalt der "neuen Genossenschaften", die heute vor allem im Wohnungsbau, als Energiegenossenschaften und Verbraucher-Erzeugergenossenschaften entstehen. Dieses Hintergrundwissen ist fast ein Must-have, für alle, die die Gründung einer Genossenschaft in Betracht ziehen.

Pressemeldung Aschauer Bürgerliste

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare