"Aschau und Frasdorf retten Leben"

Zukünftig zehn Defibrillatoren in den Gemeinden zugänglich

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Aschaus Bürgermeister Peter Solnar und Frasdorfs Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller probieren zusammen mit Thomas Hoesch, Bereitschaftsleiter der BRK Bereitschaft Aschau. Stehend, Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter (Vierter von links) mit den weiteren Sponsoren.

Aschau/Frasdorf - Die beiden Gemeinden retten zukünftig Leben: Bei einem gemeinsamen Projekt wurden mit Sponsoren zehn Defibrillatoren finanziert, die zukünftig in den Orten öffentlich zugänglich sind. 

Am Freitag, den 27. Juli fiel im Aschauer Rathaus der offizielle Startschuss für das Projekt "Aschau und Frasdorf retten Leben". Insgesamt an zehn Standorten in Aschau und Frasdorf wird es in Zukunft öffentlich zugängliche Defibrillatoren geben – sieben davon sogar rund um die Uhr zugänglich. 

Schnelle Hilfe kann Leben retten

Denn: Eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland ist nach wie vor der plötzliche Herztod. Mehr als 100.000 Menschen jährlich versterben daran. Die häufigste Ursache dabei ist ein sogenanntes Herzkammerflimmern. Bei dieser Herzrhythmusstörung pumpt das Herz kein Blut mehr. Schon nach wenigen Minuten tritt unwiderruflich der Tod ein. Nur durch schnelle Ersthelfermaßnahmen und eine frühestmögliche Defibrillation kann das Menschenleben dann noch gerettet werden. Die Chancen hierfür sinken sonst um zehn Prozent pro Minute. 

Aus diesem Grund gibt es bereits an vielen öffentlich zugänglichen Orten Defibrillatoren. Die Geräte sind so konzipiert, dass sie auch ohne medizinische Vorkenntnisse problemlos am Patienten angewendet werden können. Mittels Sprachansagen werden Ersthelfer durch die lebensrettenden Maßnahmen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand geleitet und bei Bedarf wird von den Geräten auch ein Stromstoß abgegeben. 

Zahlreiche Unterstützer finanzierten mit

Auf Initiative der Gemeinde, der Tourist Info und der BRK Bereitschaft Aschau wurden für dieses Projekt in den vergangenen Wochen schnell eine ausreichende Anzahl an Unterstützern gefunden, die mit ihrem finanziellen Beitrag dieses Projekt ermöglicht haben. Neben den fünf Banken in Aschau und Frasdorf sind dies die Firma MediaKom und die qualido GmbH aus Aschau, die Schlossapotheke sowie die Gemeinde und die Tourist Info Aschau. Auch ein paar Privatpersonen steuerten noch den ein oder anderen Euro für das Projekt bei. 

Bürgermeister Peter Solnar dankte im Aschauer Rathaus in einer kurzen Ansprache allen, die sich mit ihrem Beitrag für die Rettung von Mitmenschen einsetzen. Thomas Hoesch, Bereitschaftsleiter der BRK Bereitschaft Aschau, stellte anschließend die Geräte und ihre Funktionsweise den Anwesenden vor. Die Geräte werden nun in den nächsten Tagen an ihren Bestimmungsorten aufgehängt werden. 

Damit ein Großteil der Geräte rund um die Uhr genutzt werden kann, haben die fünf Banken bereits zugesagt, dass jeweils einer der Defibrillatoren in den Foyers aufgehängt werden darf. In Hohenaschau sowie in Sachrang werden spezielle Wandkästen für den Außenbereich zum Einsatz kommen. Die BRK Bereitschaft Aschau wird im Herbst auch an mehreren Terminen die Möglichkeit anbieten, dass jeder interessierte, ob Groß oder Klein, den Umgang mit einem solchen Defibrillator üben kann. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Pressemeldung Tourist Info Aschau im Chiemgau

Quelle: rosenheim24.de

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