Neues Konzept für Sonnwend auf der Kampenwand

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Besuchermassen stürmten die Sonnwendfeier auf der Kampenwand.
  • schließen

Aschau - Etwas hilflos stehen die Betreiber der Kampenwandbahn nach dem Sonnwend-Debakel da. Die Massen hatten die Veranstaltung förmlich überrannt. Jetzt soll ein neues Konzept her.

Lauschige Stimmung, ein loderndes Feuer und Musik – das sind die üblichen Zutaten zur Sonnwendfeier auf der Kampenwand. Doch heuer kam alles anders: Wie bereits die OVB-Heimatzeitungen berichteten, stürmten gut 2000 Besucher die Veranstaltung.

„Damit konnte wirklich niemand rechnen. Wir machen dieses Feuer seit über 40 Jahren und haben sonst höchstens ein paar hundert Besucher. Wir haben gedacht, da kommt eh keiner, weil es ja überall Public Viewing gibt“, erklärt Doris Schubert, Marketingleiterin der Kampenwandbahn. Daher seien die Angestellten von der Situation am 21. Juni völlig überrascht worden.

Die üblichen Vorkehrungen für die Feier hätten bislang immer ausgereicht. „Wir beleuchten den Weg stimmungsvoll mit Petroleum-Lampen. Außerdem entzerrt sich der Ansturm auf die Bahn üblicherweise, weil bei einem normalen Feuer die Leute zu allen Zeiten gehen“, so Schubert.

Als aber das WM-Spiel Deutschland gegen Ghana, das auf Großleinwänden übertragen wurde, endete, wollten plötzlich alle runter vom Berg. Daher bildete sich eine lange Schlange. „Klar, dass da die kleinen Lampen nicht mehr gereicht haben. Und einen Ordner hatten wir auch nicht – wir haben ja noch nie einen gebraucht“, erklärt Schubert.

Bis 3 Uhr am folgenden Morgen brachte die Gondelbahn unermüdlich Leute vom Berg, bis der letzte wieder im Tal war. „Wir haben unser Möglichstes getan, aber die Bahn kann nicht schneller fahren.“ Viele Leute sind daher zu Fuß den Berg hinuntergewandert – oft ohne ausreichend Licht und teils in unpassendem Schuhwerk. Glücklicherweise sei niemandem etwas passiert.

Jetzt wird ein umfassendes Konzept entwickelt, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. „Wir werden nächstes Jahr, falls sich wieder so ein Besucheransturm abzeichnen sollte, einen Ordner einsetzen, der die Schlange kontrolliert." Auch über eine Umleitung der Schlange werde nachgedacht, das müsse man sich jedoch erst einmal am Berg anschauen. „Wir arbeiten intensiv an einer Lösung, damit so etwas nie mehr vorkommt“, betont Schubert.

ra

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Aschau

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser