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Schulausflug des Behandlungszentrums Aschau

Gipfelstürmer mit Handicap besteigen den Geigelstein

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Die Gipfelstürmer vom Behandlungszentrum Aschau.

Aschau/Sachrang - Acht Förderschüler aus dem Behandlungszentrum Aschau haben Anfang Juni eine sehr große Herausforderung angenommen und den Geigelsteingipfel bestiegen.

„Ich wachse über mich hinaus“, das war das Motto eines ganz besonderen Schulausflugs. Dementsprechend hoch war auch das Ziel gesetzt, nämlich den Geigelsteingipfel (1808 m) im neuen Bergsteigerdorf Sachrang zu erklimmen, auch für Menschen ohne Behinderung eine durchaus anspruchsvolle und lange Bergtour. Sepp Schlemer, Werklehrer im Behandlungszentrum Aschau hatte die Idee für diesen außergewöhnlichen Wandertag. 

Bei strahlendem Sonnenschein startete die Gruppe von acht Jugendlichen mit unterschiedlichen Handicaps und acht Betreuern am Wanderparkplatz in Huben. Am Treffpunkt warteten bereits Michi, Christina und Christian von der Sachranger Bergwacht als fachkundige Begleitung und Unterstützung. Nach dem ersten steilen Anstieg gabs auf der Oberen Talalm eine kleine Brotzeit und Getränke. Mit einem gemeinsamen Jodler mit Juchizer und einer kleinen Bergblumenkunde gings gestärkt weiter Richtung Priener Hütte. An der Hütte angekommen wurde erst einmal ausgiebig Mittagspause gemacht. 

"Gipfelselfie" als Beweis

Am späten Nachmittag machte sich ein Großteil der Schüler auf den spannenden Weg zum Gipfel – für die meisten die erste Bergtour überhaupt. Der Wettergott meinte es gnädig und lies trotz sommerlicher Temperaturen einen kühlen Wind über den Gipfelhang wehen. Geführt von den Bergwachtlern und von jeweils einem eigenen Betreuer begleitet, schafften alle Jugendlichen den Anstieg zum Gipfel

Oben angekommen war die Anstrengung schnell vergessen und man blickte in strahlende, glückliche Gesichter. „Des wenn i meina Mama sog, des glabt ma de nia“, verkündete so mancher stolz und schoss als Beweisfotos sicherheitshalber noch ein „Gipfelselfie“. 

"Ausdauer, Motivation und Willensstärke“

Christiane Grotz, Behindertenbeauftrage des Landkreises Rosenheim hatte von diesem besonderen Bergtag erfahren und es sich nicht nehmen lassen, die Gruppe an der Priener Hütte zur ihren außergewöhnlichen Leistung zu beglückwünschen. „1.500 Höhenmeter im Auf-/ und Abstieg zu bezwingen, teilweise Schritt für Schritt, dazu braucht es Ausdauer, Motivation und Willensstärke“, lobte Christiane Grotz. Als Überraschung hatte sie für jeden Jugendlichen einen Rucksack und eine „Gipfelstürmermedaille mit Urkunde“ im Gepäck. 

Wiederholungsbedarf

Große Anerkennung und Bewunderung gab es auch von den Bergwachtlern, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit zum Gelingen der Tour beigetragen haben. „Das haben wir gerne gemacht und wir sind jederzeit wieder mit Euch dabei“, so Christian von der Bergwacht. Auch die Betreuer des Förderzentrums Aschau waren beeindruckt und überrascht und natürlich mächtig stolz auf ihre Truppe. Nach einem zünftigen Hüttenabend fielen die Bergsteiger müde und zufrieden ins Bettenlager. Am nächsten Tag nach einem guten Frühstück schafften alle Schüler/innen wieder selbständig den Abstieg ins Tal. Alle waren sich einig: „So was müssen wir wieder machen!“

Pressemeldung Behandlungszentrum Aschau GmbH

Quelle: rosenheim24.de

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