Aschauer (58) lieferte Marihuana an Jugendliche

"Ich schwöre bei meiner toten Frau, dass ich keine Drogengeschäfte gemacht habe"

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Aschau/Rosenheim - Ein 58-Jähriger aus Aschau versorgte seinen Sohn und dessen Freunde mit Marihuana. Dafür musste er sich nun vor dem Rosenheimer Schöffengericht verantworten.

Ein 15-Jähriger und seine drei Freunde gaben in ihren Prozessen an, dass der 58-jährige Aschauer ihnen Marihuana abgegeben oder auch verkauft hat. Beim Prozess gegen den 58-Jährigen vor dem Rosenheimer Schöffengericht blieben die Freunde jedoch vage. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt am Mittwoch. Außerdem führten bei Chatverläufen der Schüler Sätze wie "Frag mal Pa, ob er was verkaufen würde, haben 100 Euro" Ermittler auf die Spur des Mannes. 

Vor dem Gericht bestritt der 58-Jährige die Tatvorwürfe zunächst allerdings vehement. Er habe mit Drogen nichts zu tun. „Es ist kein einziges Wort wahr“, betonte der Aschauer laut OVB. Die Freunde seines Sohnes seien zwar gelegentlich in der Wohnung gewesen, aber „ich schwöre bei meiner toten Frau, dass ich keine Drogengeschäfte gemacht habe“. Einer seiner mittlerweile 17-jährigen Abnehmer schilderte ausführlich, dass er vom Angeklagten mindestens viermal Cannabis – meist in Form eines Joints – geschenkt bekommen habe.

Verteidiger Wolfgang Müller räumte schließlich laut dem Blatt ein, dass er Marihuana an Jugendliche abgegeben hatte. Da dies bei geringen Mengen - wie in der Anklage mit acht Gramm benannt - und da die Abnehmer bereits zuvor Drogen konsumiert hatten einen minderschweren Fall darstellt, verurteilte das Gericht den 58-Jährigen schließlich zu einer Geldstrafe von 4800 Euro.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf ovb-heimatzeitungen.de oder in Ihrer gedruckten OVB-Heimatzeitung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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