Tödlicher Unfall in Aschau

In Aschau totgefahren? - Opfer und mutmaßlicher Fahrer kannten sich

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Aschau im Chiemgau - Vier Tage ist der schlimme Unfall, bei dem eine 23-Jährige getötet wurde, nun her. Der zunächst flüchtige Unfallfahrer wurde einen Tag drauf von der Polizei festgenommen. Besonders tragisch: Er soll ein Arbeitskollege der jungen Frau sein.

Der tragische Unfall in den frühen Morgenstunden des 6. Januars berührt die ganze Region. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde eine junge Frau auf dem Heimweg von einer Diskothek zwischen Aschau und Hohenaschau von einem Auto angefahren. Obwohl sie reglos am Boden liegen blieb, fuhr der Fahrer einfach weiter.

Mit Hilfe eines an der Unfallstelle sichergestelltem Fahrzeugteils und Auswertungen verschiedener Videokameras gelang es der Ermittlungsgruppe der Polizei den 27-jährigen mutmaßlichen Unfallfahrer und zwei weitere Personen, die bei der Tat mit im Auto saßen, ein 22-Jähriger und eine 23-Jährige, festzunehmen. Gegen den mutmaßlichen Fahrer, der laut Polizei die deutsche und rumänische Staatsbürgerschaft besitzt, stellte die Staatsanwaltschaft bereits Haftantrag. Die beiden Mitfahrer sind wieder auf freiem Fuß. Gegen sie  besteht aber laut Polizei der „Verdacht der Unterlassenen Hilfeleistung und der versuchten Strafvereitelung“.

Fahrer und Opfer kannten sich

Besonders tragisch an dem Fall ist, dass sich das Opfer und der mutmaßliche Unfallfahrer gekannt haben sollen. Sie waren beide in der Residenz Heinz Winkler in Aschau beschäftigt, sie als Rezeptionistin, er als Koch - sie waren also Arbeitskollegen. Aber offenbar waren sie nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde. Der 27-Jährige hatte nämlich vor drei Tagen noch ein Bild auf der Bildplattform Instagram gepostet, auf dem er die Getötete umarmt. Zu dem Bild schrieb er: Meine ... und ein Herz dahinter. Auch auf seiner Facebook-Seite postete der 27-Jährige etwas, das mit dem Unfall zusammenhängt. Und zwar teilte er noch am Tag des Unfalls um 22.44 Uhr den Zeugenaufruf der Polizei. Zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht festgenommen. 

Mitfahrer sollen auch Kollegen sein

Wie die Bildzeitung berichtet, sollen auch die zwei Beifahrer in der Residenz Heinz Winkler arbeiten. Laut Bild.de seien die beiden sofort von der Arbeit freigestellt worden. Heinz Winkler sagte gegenüber der Zeitung: „Diese Tragödie erschüttert mich zutiefst. Dabei trifft mich besonders, dass an diesem schrecklichen Unfall nach Angaben der Polizeibehörden mehrere unserer Mitarbeiter in ihrer Freizeit beteiligt gewesen sein sollen.“ Gegenüber den OVB-Heimatzeitungen verliert der Sternekoch nur positive Worte über seinen Mitarbeiter: "„Er ist ein vorbildhafter Mitarbeiter und ein sehr guter Koch.“ Auch die beiden anderen Angestellten hätten sich immer korrekt verhalten.

Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte ein Sprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit, dass er weder bestätigen noch dementieren könne, dass sich das Opfer und der mutmaßliche Täter kannten.

Quelle: rosenheim24.de

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