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Nach Festnahme im Mordfall Hanna

Große Anteilnahme von Aschau-Besuchern: „Bin in Gedanken bei der Familie“

Der Mordfall Hanna aus Aschau im Chiemgau: Hans-Peter Butz, Leiter der Soko in Rosenheim, präsentiert den bislang ungelösten Fall am 9. November 2022 in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“.
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Der Mordfall Hanna aus Aschau im Chiemgau: Hans-Peter Butz, Leiter der Soko in Rosenheim, präsentiert den bislang ungelösten Fall am 9. November 2022 in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“.

Am Mord an der jungen Aschauerin Hanna W. haben bundesweit Menschen Anteil genommen. Chiemgau-Urlauber äußern sich nun auch zur Festnahme eines Tatverdächtigen.

Aschau im Chiemgau - Die Erleichterung im Priental und weit darüber hinaus, dass zum Mordfall von Aschau ein Ermittlungserfolg verzeichnet wurde und ein Verdächtiger festgenommen werden konnte ist groß. Gleichsam groß allerdings ist auch noch die Bestürzung über das Geschehene und die Anteilnahme an der betroffenen Familie. Beim Spaziergang am Sonntag durch den Ort Aschau war die aktuelle Nachrichtenlage natürlich oberstes Gesprächsthema. 

Wie sehr der Fall über Aschau hinaus Trauer und Entsetzten ausgelöst hat, zeigen die Gespräche mit Gästen, die am Wochenende im Chiemgau waren:

Stefan Mühle macht sei 40 Jahren Urlaub im Chiemgau. Der Mordfall an Hanna geht auch ihm nahe.

Stefan Mühle, 56 Jahre, Nationaler Verkaufsleiter, wohnhaft in Hasselbach in der Gemeinde Weilrod im Hochtaunus:

„Da ich häufig im Chiemgau zu Gast bin und da ich auch schon einmal im Eiskeller war, hat mich die Nachricht von der schlimmen Tat über Freunde und über facebook erreicht. Natürlich bin ich jetzt froh, dass sich der Fall vor der Auflösung befindet. Meine Gedanken aber sind immer noch bei der Familie, denen das große Leid zugefügt wurde. Mit der Region Chiemsee und mit den dortigen Menschen bin ich seit 40 Jahren verbunden, kenne auch den Ort Prien-Kaltenbach, den Fundort des ermordeten Mädchens und denke wirklich oft an die Familie.“

Martin Jungbauer aus Grafing bei München ist erleichtert, dass ein Tatverdächtiger gefasst worden ist

Martin Jungbauer, 38 Jahre, Versicherungs-Mathematiker, wohnhaft in Grafing bei München (war vor 20 Jahren auch schon mal im Eiskeller):

„Das Schicksal des getöteten Mädchens von Aschau hat mich schwer getroffen und berührt mich auch heute noch. Gerade durch die jüngsten Zeugenaufrufe in der Sendung XY-ungelöst stieg die Hoffnung, den Täter zu finden. Dass dieser jetzt wohl gefunden ist, erleichtert mich und bestimmt alle Leute in Aschau und im Chiemgau. All meine vielen Bekannten und Freunde in Prien und Umgebung hat dieser Fall im wahrsten Sinne sprachlos gemacht, jetzt bin ich und sind auch sicher viele Menschen froh, dennoch bleiben Trauer und Fassungslosigkeit zurück“. 

Verbrechen an Hanna ist in Aschau allgegenwärtig

Einwohner der Gemeinde Aschau wollten sich nicht namentlich äußern. Unser Reporter Rainer Nitzsche fasst seine Recherchen aber wie folgt zusammen: „Das Verbrechen ist noch allgegenwärtig, die Hoffnungen auf einen Fahndungserfolg waren groß und sind nun gewachsen. Alle Leute waren über das Geschehen und über die Polizei-Meldungen bestens informiert. Dennoch überwiegt die Meinung, dass es noch zu früh ist, zu sagen, ob der wahre Täter gefunden worden ist. Hier gilt es noch zu warten, obgleich Festnahme und Hausdurchsuchung starke Hinweise sind und Hoffnung geben, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Betroffenheit überwiegt noch, besonders dann, wenn man an die betroffene Familie oder an die eigene Familie denkt. Alle Leute sind heute noch sehr, sehr erschüttert“.

Inzwischen wurde ein Tatverdächtiger verhaftet

Hanna W. hatte am ersten Oktoberwochenende den Club „Eiskeller“ in ihrer Heimatgemeinde besucht. Ein Passant entdeckte am 3. Oktober den Leichnam einige Kilometer flussabwärts am Ufer der Prien. Fest steht laut Polizei, dass sie zwischen 2.00 und 3.00 Uhr morgens ums Leben kam.

Anfang November hatte die Polizei in der Fernsehsendung «Aktenzeichen XY...» bundesweit um Mithilfe von Zeugen gebeten. Danach waren an die neunzig Hinweise bei der Soko eingegangen. Diese bezogen sich vor allem auf eine Armbanduhr, die die Ermittler unweit der Stelle gefunden hatten, an der sie auch die Jacke und einen Ring der getöteten Studentin sicherstellten. Auf die Spur des Verdächtigen führte jedoch offensichtlich nicht die Fernsehsendung. „Das waren andere Zeugenhinweise“, erklärte eine Polizeisprecherin am Sonntag, ohne auf Einzelheiten einzugehen. 

Sechs Wochen nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin im Chiemgau hat die Polizei am Freitag, 19. November 2022, einen Tatverdächtigen festgenommen. Der zwischen 18 und 21 Jahre alte Heranwachsende wurde in Untersuchungshaft genommen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte.

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