Aschauer Rats-Eklat noch nicht vom Tisch

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Aschau - Zwei Bürgermeister traten zurück, 13 Gemeinderäte verließen aus Protest die Sitzung. Jetzt zwingt ein Antrag Bürgermeister Werner Weyerer dazu endlich Stellung zu nehmen.

Brisant wurde es bei der letzten Sitzung des Aschauer Gemeinderates erst beim Tagesordnungspunkt Verschiedenes: Gemeinderat Franz Scheck stellte einen Antrag zur Geschäftsordnung, mit dem Bürgermeister Werner Weyerer aufgefordert wird, in der nächsten Gemeinderatssitzung eine Stellungnahme zum Verlassen der Sitzung durch 13 Mitglieder am 13. November und zu den Anschuldigungen des Zweiten Bürgermeisters Albert Moosmüller gegen den Leiter des Fachbereichs II der Gemeindeverwaltung, Markus Heinrich, wegen eines Interviews zum Baugebiet Hofbichl abzugeben. Mit 13 zu acht Stimmen stimmte der Gemeinderat diesem Antrag zu. Der Bürgermeister muss nun in der nächsten Sitzung zu diesen beiden Vorkommnissen und zu den daraus entstandenen Folgen für die Gemeinde, den Gemeinderat und die Verwaltung berichten.

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Bis dahin ging es ganz ruhig zu im Gremium: Claudia Schweinöster vom Landratsamt Rosenheim und Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim informierten über die Möglichkeiten zum Ausbau des Lochgrabens, um Schäden durch ein Jahrhunderthochwasser im Aschauer Süden zu vermeiden. Nach Auskunft von Dr. Roch wird die Planung der erforderlichen Maßnahmen etwa eineinhalb Jahre beanspruchen und 2013/14 erfolgen. Die Umsetzung der Planung für den Lochgraben sei im Wasserwirtschaftsamt Rosenheim mit hoher Priorität eingestuft, hänge aber letztlich von der Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel ab. Für die betroffenen Anlieger und die interessierte Bevölkerung soll noch vor den Sommerferien eine öffentliche Informationsveranstaltung abgehalten werden.

Der Gemeinderat stimmte einer Änderung der Außenbereichssatzung Berg zur Schaffung von zwei neuen Baugrundstücken grundsätzlich zu und beschloss, das erforderliche Verfahren zur Änderung der Außenbereichssatzung durchzuführen. Als zweiter Schritt soll danach ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der eine Erweiterung um drei weitere Baurechte vorsieht. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Änderungsentwurf fertigen zu lassen und diesen dem Gemeinderat zur Fassung des Billigungs- und Auslegungsbeschlusses vorzulegen.

Einstimmig bestätigte der Gemeinderat mit Wirkung vom 1. Mai den neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Sachrang, Stefan Singhartinger, und seinen Stellvertreter Philipp Sanner. Beide müssen binnen eines Jahres noch den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" an der Feuerwehrschule in Geretsried abschließen.

reh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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