Sicher zum größten eisernen Gipfelkreuz

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Sicher zum Gipfel: Franz Schaffner, dessen Großvater einst das größte eiserne Gipfelkreuz Bayerns auf der Kampen- wand installierte, erneuerte mit seinen Mitstreitern die Sicherung am dortigen Klettersteig.

Aschau - Der Steig zum Kampenwandgipfel wurde jetzt erneuert und mit Drahtseil gesichert. Somit befindet sich der finale Aufstieg nun auf dem neuesten Stand der Technik.

„Wir haben eine zusätzliche Sicherung für die Bergsteiger gebaut, die zum Gipfelkreuz der Kampenwand aufsteigen wollen. Aber verantwortlich für seine Sicherheit ist und bleibt jeder Wanderer selber“, erklärt- Franz Schaffner aus Höslwang. Der Steig auf den Kampenwand-Ostgipfel hat rechtzeitig Wandersaison im Herbst 2012 ein neues Drahtseil als Sicherung bekommen. Damit ist der Klettersteig wieder auf dem neuesten Stand der Technik, er wurde durch einen österreichischen Prüfer abgenommen. „Viele Unfälle lassen sich durch gut gebaute Steige vermeiden, die meisten Unfälle in den Bergen sind aber auf menschliches Versagen, Leichtsinn oder Selbstüberschätzung zurückzuführen“, so der Fachmann. Auch ein gutmütiger Wanderberg wie die Kampenwand verzeihe es nicht auf Dauer, wenn man sich mit Badeschlappen auf den Weg durch die Felsen macht und am Seil entlang hangelt. Zusammen mit einigen Mitstreitern hat Schaffner das alte Stahlseil aus der Zeit des Baus des Gipfelkreuzes ausgewechselt und ein neues am Berg verankert. Auf dem Gipfel wurden die alten Ketten stehen gelassen und durch ein modernes Stahlseilgeviert ergänzt. Die gesamte Konstruktion wurde durch einen Tiroler Ingenieur überprüft, der jeden einzelnen Haken, jedes Bohrloch und schließlich die gesamte Konstruktion auf ihre Festigkeit und Verwendungsfähigkeit begutachtete.

Franz Schaffner ist nach den Vorschriften verantwortlich für den Klettersteig, sein Großvater baute vor 60 Jahren das Chiemgaukreuz auf dem Ostgipfel. Seither wacht das „Chiemgaukreuz“ vom Ostgipfel der Kampenwand herab über die Gemeinden des Chiemgaus. Es ist mit zwölf Metern Höhe und 54 Zentnern Gewicht das größte eiserne Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Bronzene Gedenktafeln erinnern an die Gefallenen von 58 Gemeinden der Landkreise Rosenheim und Traunstein. Zusammen mit dem Bau des Kreuzes und als Sicherung für die Bergwanderer auf dem letzten, etwas schwierigen Wegstück zum Gipfel verlegte Schaffner senior in den 1950er-Jahren ein Stahlseil zum Festhalten und sicherte das letzte Wegstück mit eisernen Ketten ab. Seile und Ketten kamen in die Jahre, immer wieder brach etwas heraus und wurde mehr oder weniger notdürftig wieder zusammengeflickt. Jetzt war es soweit: mit Unterstützung aus Höslwang und Aschau wurden ein neues Seil und eine neue Kette verlegt und an Spezialstiften in den Fels geschraubt.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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