Neujahrsempfang der CSU

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Aktiv beim Neujahrempfang der CSU Aschau: Von links CSU-Chef Georg Westenthanner,, Bezirks- und Stadträtin EleonreDambach, Finanzexperte Dietmar Dambach, CSU-Schriftführer Philipp Ramming, Zweiter CSU-Ortsvorsitzender Jakob Hündl

Aschau/ Sachrang - Die Stimmung beim traditionellen Neujahrsempfang war dieses Mal wohl noch besser: Die Wahlprognose von 47 Prozent dürfte dazu beigetragen haben.

Der Neujahrsempfang der Aschauer und Sachranger CSU hat Tradition. Voll besetzt war der Lesesaal im Haus des Gastes in Aschau, die Stimmung gehoben am Tag der Wahlprognose von 47 % für die CSU. Schorsch Westenthanner, langjähriger Ortsvorsitzender, begrüßte Ersten Bürgermeister Werner Weyerer und im Besonderen den Referenten zum Thema „Eurokrise und kein Ende?“ Dietmar Dambach, Ehrenvorstand der Raiffeisenbanken Rosenheim-Mangfalltal. Ihn begleitete seine Frau, CSU-Bezirksrätin und Rosenheimer Stadträtin, die lebhaft und freundlich Kontakte pflegte, das signifikante Anliegen des Empfangs.

Westenthanner hielt dankbar Rückblick auf soziale CSU-Aktivitäten 2012 in Aschau. Bürgermeister Weyerer schaute sorgenvoll voraus auf Gemeindeaufgaben und Dorffrieden im Jahr 2013: Sanierung von Straßen, Sporthalle und Kläranlage, Kreiselbau am Maibaum: „Wir werden die Zukunft nur in vollem Miteinander lösen.“ Anknüpfend begann Dietmar Dambach, der der CSU nicht angehört: „Ich bin sehr hoffnungsvoll und wünsche Ihnen vor allem ein gesegnetes Jahr!“

Aktiv beim Neujahrempfang der CSU Aschau: Von links CSU-Chef Georg Westenthanner,, Bezirks- und Stadträtin EleonreDambach, Finanzexperte Dietmar Dambach, CSU-Schriftführer Philipp Ramming, Zweiter CSU-Ortsvorsitzender Jakob Hündl

Zur Fundierung seines Vortrages holte er weit aus, auf das „Nie wieder Krieg“ 1945, auf Robert Schumanns, Charles de Gaulles und Konrad Adenauers deutsch-französische Freundschaft, die Montanunion, die Römischen Verträge von 1957, die EWG von zuerst sechs Ländern, den Zerfall des Warschauer Paktes und der Sowjetunion bis hin zum Kanzler der Einheit, Helmut Kohl. Euphorisch rief er aus: „Was für ein Europa ist geschaffen! Freiheit, Menschenrechte gelten in hohem Mass. Und wir boomen! Mit der Eurozone sind wir die stärkste Volkswirtschaft der Welt.“ Zehn Jahre Euro, 2002 bis 2012, hätten im Jahresdurchschnitt lediglich 1,6 % Inflationsrate mit sich gebracht, hielt er Übertreibern entgegen. Relativ stabil seien die Preise, gering die Zinsen. Mit EZB-Präsident Trichet, der 1999 den Euro einführte, könnten wir zufrieden in die Zukunft blicken. Doch die Euro-Krise sei keine Finanzkrise sondern eine politische Krise, da niemand mit Sanktionen gegen das Schuldenmachen eingeschritten sei und auch Deutschland die Neuverschuldungs-Obergrenze von 3 % überschritten habe und viele Länder die 60 % des BSP. Bis 2009 habe es 39 Verstöße gegeben. „Deutschlands Verschuldung von über 2 Billionen € muss zurückgefahren werden.“ Die in zehn Jahren um 110 % angehobenen Lohnstückkosten müssten reguliert werden. Dambach bezeichnete die Aufnahme Zyperns - obschon ein Staat mit „Schwarzgeldwäsche“ - als ersten politischen Fehler der EU. Griechenland hätte nicht in die EU aufgenommen werden dürfen, solange es keine Kataster führe, solange es unbegreifliche Steuerfreiheit für Reeder oder die Orthodoxe Kirche gebe, konstatierte der Finanzfachmann und fügte hinzu: „Wir müssen das Problem Griechenland lösen.“

Wenig vorausschauend habe die Politik gehandelt. Vieles sei ganz anders gekommen. „Unverantwortlich“ nannte er die von der Politik verschuldete   50%-ige Jugendarbeitslosigkeit und die 65-prozentige Staatsverschuldung Spaniens. All dies aber sei lösbar, wenn die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum gestärkt würden. „Sparen allein nützt nichts.“ Das Krisenmanagement müsse vom Kopf auf die Beine gestellt werden. Mit dem Rettungsschirm EFS, dem Fiskalpakt vom März 2012 und schmerzhaften Sanktionen sei man auf einem guten gemeinsamen Weg. „Die Idee Europa ist es wert.“ Die EZB müsse ein Recht auf nationale Überprüfungen haben. Bei all dem Krisengehabe seien kleine und mittlere Banken Horte der Sicherheit geblieben. „Unsere Sparkonten werden sicher bleiben. Die großen Banken sollen wieder das tun, wofür sie da sind. Den Euro wird es in dreißig Jahren noch geben.“

Pressemitteilung CSU Aschau/ Sachrang

Quelle: rosenheim24.de

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