Wetterglück beim Jubiläumswaldfest

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Atzinger Jubiläumswaldfest

Atzing - Der Mut der Verantwortlichen vom Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing, Das Jubiläums-Waldfest trotz unsicherer und etwas kühler Witterung abzuhalten, wurde reichlich belohnt:

Gut eintausend Besucher und Mitwirkende fanden sich im Buchenwald von Munzing ein, um an das erste Atzinger Waldfest am selbigen Platz vor genau 50 Jahren zu erinnern. Das Jubiläum begann wie das erste Waldfest mit einem Festzug von Atzing nach Munzing.

Den Festzug führte die 24 Dirndl und Mann starke Priener Blaskapelle an. Ihr folgten die Fahnenabordnung, Kinder, Jugendlichen und Mitglieder des gastgebenden Trachtenvereins, ein Fahnenblock aus den Ortsvereinen von Wildenwart-Atzing und vom Patenverein Prien, eine Festkutsche mit den Obern-Dirndl, der Bayerischen Hopfenkönigin und Bürgermeister Jürgen Seifert, ein Rothomooser-Brauerei-Festwagen sowie viele weitere Ehrengäste und Gäste. Eindrucksvoll war das farbige Wechselspiel der Trachten und der Landschaften mit grünen Feldern, mit der Kampenwand im Hintergrund und mit dem inzwischen weiß-blauen Himmel. Angekommen im Buchenwald bekam Hans Riepertinger als inzwischen dienstältester und aktiver Schenkmeister die Ehre, das erste Holzfass anzuzapfen, was ihm mit drei Schlägen auch bestens gelang. In einem Prolog, den Ernst Reiter aus Atzing verfasste, erinnerten die Trachtenkinder Antonia Baumert und Michael Schlosser an die Geschichte und an die Beliebtheit der Waldfeste im Buchenwald. Zum 50. Geburtstag des Atzinger Waldfestes gab es auch ein besonderes Bühnenprogramm.

Atzinger Jubiläumswaldfest

Der Tegernseer Zwoagesang mit seinen starken Stimmen und die Obern-Dirndl aus Bernau-Chieming erinnerten dabei an frühere Auftritte sowie an gemeinsame Zeiten mit den Atzinger Trachtlern bei Priener Heimatabenden. Deren langjährige Ansager Werner Fütterer und Ernst Rupp waren ebenso unter den Ehrengästen wie die Bayerische Hopfenkönigin Veronika Springer aus der Holledau. Sie stellte ihr Amt und ihre Aufgaben vor und erinnerte daran, dass sie den Kontakt zu Atzing über einen Besuch des örtlichen Hufeisenvereins auf der Grünen Woche in Berlin knüpfen konnte.

Ehe sich die charmante Hopfenkönigin auf einen Walzer und Ehrentanz mit Bürgermeister Jürgen Seifert freuen konnte, dankte dieser der Atzinger Trachtenfamilie für ihren Zusammenhalt, für ihren Fleiß und für ihre geschickte Brauchtumspflege im Sinne der Nachwuchsförderung. Insbesondere dankte er dafür, dass nach dem vorjährigen Sturm dank einer großen Gemeinschaftsleistung der Munzinger-Bauersfamilie, der Feuerwehr und des Trachtenvereins von Atzing wieder so veranstaltungstauglich hergestellt worden ist.

Waldfeste von Farnach bei Söllhuben waren Vorbild für Atzing

Vorstand Anton Hötzelsperger erinnerte in seinem Rückblick daran, dass vor 50 Jahren das damalige Waldfest der Söllhubener Trachtler im Buchenwald von Farnach Vorbild für die Atzinger Überlegungen war. Vorstand Hubert Summerer und sein Stellvertreter Leopold Schlosser, Vorplattler Paul Schlosser und der Munzingerbauer Jakob Winkler organisierten das erste Waldfest mit den Wildenwarter Blasmusikanten und mit den Urban-Kindern als Gesangsgruppe. Mit 500 Besuchern wurden damals alle Erwartungen übertroffen.

Seither gibt es mit verschiedenen Unterbrechungen die Atzinger Waldfeste. Dafür, dass der Trachtenverein „Daxenwinkler“ immer wieder den Wald und die angrenzenden Grundstücke für die Vorbereitungen und für die Parkplätze nutzen kann, wurde den Bauern von Munzing und Arbing gedankt. Ein besonderer Dank galt der Munzingerfamilie für 50 Jahre Buchenwald-Überlassung mit einer Urkunde und mit einem aus dem Jahr 1962 stammenden Bierkasten (erstellt bei der Firma Rinser in Kaltenbach) inklusive historischer und mit Rothmooser-Märzenbier abgefüllten Bügelflaschen. Ein weiterer Beitrag zum Jubiläums-Jahr waren die gemeinschaftlichen Auftritte der Hafenstoaner Alphornbläser aus Bernau und der Schlechinger Alphornbläser. Gut in den Wald und auf die große Bühne passten auch die Auftritte der Blaskapelle Prien unter der Leitung von Musikmeister Georg Rappel, einige Kostproben der Jugendblaskapelle Prien unter der Leitung von Musikschul-Leiterin Brigitte Buckl, die Trachtentänze und Schuhplattler der Kinder, Jugend und Aktiven vom Atzinger Trachtenverein sowie die lautstarken Darbietungen der Atzinger Goaßlschnalzer.

Traditioneller Abschluss des Bühnenprogramms war der Original-Holzhacker der Aktiven, die ihrerseits zum Ausklang für das Jubiläums-Waldfest noch in die „Daxen-Bar“ einluden. Nach dem Wetterglück (gegen 19 Uhr ging ein starker Regenschauer knapp an Munzing vorbei) und dem Erfolg des Jubiläumswaldfestes bereiten sich die Atzinger Trachtler bereits auf ihr zweites Waldfest vor. Dieses ist am Donnerstag, 9. August ab 19 Uhr mit der Blaskapelle Wildenwart, mit den Wildenwarter Alphornbläser sowie mit dem Nachwuchs vom Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“, die mit ihrem Auftritt den vorjährigen Auftritt der Atzinger Jugend in Wildenwart freundschaftlich beantworten wollen. 

Im Vorjahr konnte der Atzinger Trachtenverein wegen der Sturmschäden den Buchenwald ja nicht benutzen und so wurden sie damals in den Schloßpark nach Wildenwart eingeladen. Dort findet ein weiteres Waldfest der Wildenwarter Trachtler am Dienstag, 24. Juli ab 19 Uhr statt. Am 9. August werden die Atzinger Vereinsmitglieder neben den musikalischen auch wieder kulinarische Genüsse aus der Waldschenke, von der Grillhütte und von der Kaffee- und Kuchenbar anbieten.

Quelle: rosenheim24.de

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