Auftakt nach Maß beim Gaufest

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Hittenkirchen - Ein Auftakt nach Maß war der Bieranstich im Festzelt. Der Trachtenverein „Almarausch“ eröffnete mit dem Chiemgau-Alpenverband den Reigen der Veranstaltungen zum 75. Gaufest. *Neue Fotos*

Höhepunkt der Festveranstaltungen ist am kommenden Sonntag der Festgottesdienst um 14 Uhr. Den Bieranstich nahm Bürgermeister Klaus Daiber von der Gemeinde Bernau mit vier kräftigen Schlägen vor.

Als dann freute sich der Bürgermeister mit den Trachtenvorständen Christoph Kaufmann, Kaspar Steindlmüller und Florian Wörndl sowie mit den Vertretern des Hofbräuhauses Traunstein Bernhard und Maximilian Sailer, dass der Gerstensaft fließen, die Bernauer Blasmusik unter der Leitung von Albert Osterhammer aufspielen und die Trachtenfreunde beim 50-Jahr-Jubiläums-Abend der Gaugruppe vom Chiemgau-Alpenverband ihre Freude an echter bayerischer Gemütlichkeit haben konnten.

Als sich vor 50 Jahren der Bayerische Rundfunk an den damaligen Gauvorstand Sepp Perl aus Staudach mit der Bitte um einen Trachtlerauftritt beim „Komödienstadel“ wandte, da war diese Anfrage Anlass zu zum Teil heißen Diskussionen. Inzwischen sind die Chiemgauer allesamt stolz, dass mit dem ersten Auftritt einer Gaugruppe eine Entwicklung einsetzte, die heute niemand mehr vermissen möchte. „Die Dirndl und Buam des Chiemgau-Alpenverbandes sind das Aushängeschild der Chiemgauer Trachtenbewegung“ – dieses Lob war mehrfach zu hören als zu Beginn des 75. Gautrachtenfestes im Festzelt Hittenkirchen ein Jubiläumsabend der Sonderklasse stattfand.

Gautrachtenfest in Hittenkirchen

Die heutige Gaugruppe, eine eigens zusammengestellte „Mühlradl-Gruppe“ mit ehemaligen Gaudirndlvertreterinnen und Gauvorplattlern (unter ihnen auch Landesvorsitzender Otto Dufter), die Jugendgruppe des Chiemgau-Alpenverbandes, die Gaugruppe des Patengaues Bayerischer Inngau und die Gaugruppe des Gauverbandes I sowie zuletzt der gemeinsame „Gauplattler“ aller Vorplattler zeigten, dass im Chiemgau das Platteln, Drahn und gemeinsam Tanzen daheim sind. Begleitet von den Bernauer Blasmusikanten unter der Leitung von Albert Osterhammer begann der Reigen der traditionellen und zum Teil neu einstudierten Auftritte mit einem großen Auftanz aller ehemaliger Gaugruppenmitglieder.

Gauvorplattler Toni Seitz aus Marquartstein hatte sich mit seinen Dirndl und Buam mit vielen Proben vorbereitet, um unter anderem mit dem „Maxglaner“ (wurde bei der Fußball-WM-Eröffnung 2006 in München aufgeführt) und mit einem „Jubiläumstanz“ zu begeistern. Stärkende Geschenke in Form von Wurstkörben und Bierfassl für die Gaugruppe überbrachten die Jugendvertreter des Chiemgau-Alpenverbandes sowie die Gaugruppen vom Inngau und vom Gauverband I. Gauvorstand Ludwig Entfellner würdigte in seinem Grußwort die vielfach „bärigen“ Auftritte der Gaugruppe und er bezeichnete deren 50-jähriges Bestehen als Erfolgsgeschichte, der eine ganz und gar gute Idee zugrunde lag.

Geschichte, Geschichten und Hintergründe zur Gaugruppe sowie zu den verschiedenen Darbietungen erklärten als versierter Ansager Georg Hacher vom Trachtenverein Marquarstein-Piesenhausen sowie in Gesprächsbeiträgen die ehemaligen Gauvorplattler Hubert Haas aus Hohenaschau und Peter Reiter aus Niederaschau. Zwischen den Plattler- und Tanzauftritten zeigten Saiten- und Ziachmusikanten aus den Reihen der Chiemgauer Trachtler, dass sie auch das Musizieren bestens beherrschen. Nach dem offiziellen Bühnenprogramm trafen sich die Hittenkirchener Gastgeber mit ihren zahlreichen Gästen in der aufwendig mit alten Stadelteilen von der Aktiven des Trachtenvereins Hittenkirchen hergerichteten und recht urigen Bar. Dort spielte zur angeregten Unterhaltung die „Preisplattler-Musi“.

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