Aushub türmt sich meterhoch

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Meter um Meter ist der Berg mit dem Aushub gewachsen, den die Firma "Eurailpool" in Bernau am Bahnhof zwischenlagert. Im Auftrag der Deutschen Bahn saniert sie zurzeit die Gleise. 

Bernau (ch-z) - Wer in diesen Tagen am Bahnhof vorbeikommt, der staunt nicht nur über die neuen Gleise. Gleichsam fällt sein Blick auch auf den Lagerplatz neben der Eisenbahnlinie.

Rund zehn Meter hoch türmen sich Erde und Lehm - in einer Höhe, die auch Bürgermeister Klaus Daiber, wie er im Gemeinderat sagte, überrascht. Der Hintergrund: Im Auftrag der Deutschen Bahn saniert die Firma "Eurailpool" aus Ismaning die über acht Kilometer lange Strecke zwischen Bernau und Übersee.

Mit der längsten Gleisbaumaschine der Welt - sie misst von vorn bis hinten stolze 270 Meter - war die Firma anfänglich zu Werk gegangen (wir berichteten). Zu Beginn des Monats hat sie ihre Arbeit aufgenommen, am 5. November will sie sie beenden.

Am Bahnhaltepunkt in Bernau werde, so Peter Weber von "Eurailpool" auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung, der Aushub "der maschinellen und konventionellen Planumsverbesserung" zwischengelagert. Die Firma tausche den unter dem Gleis anstehenden, nicht genügend tragfähigen Untergrund aus. Auf dem Lagerplatz befinde sich außerdem das Material der Schotterbettreinigung. "Noch vor Beendigung der Baumaßnahme wird damit begonnen, diese Aushubmassen mit einer Tagesleistung von zirka 1000 bis 1500 Tonnen abzutransportieren", betonte Weber.

Dass jedoch gleich so viel Aushub anfällt und die Ablagerungen sich so hoch türmen, dass sie die umliegenden Häuser überragen, überrascht viele Bürger in Bernau. Und im Gemeinderat wächst die Befürchtung, dass womöglich die Abwasserleitung Schaden nimmt, die in diesem großen Bereich verläuft. So zeigte sich Donat Praßberger (CSU) in der jüngsten Sitzung besorgt, dass vielleicht etwas kaputt geht. Auch Daiber war sehr erstaunt über die Mengen, "die die da draufhauen". Im gleichen Atemzug kündigte er an, dass er den Ableitungskanal nach der Baumaßnahme auf alle Fälle "spiegeln" und auf Schäden untersuchen lassen werde. Bis jetzt sei "noch alles in Ordnung."

"Kanal wird nicht beeinträchtigt"

"Eurailpool" versichert jedoch, dass die Rohre nicht beschädigt werden. "Der Abwasserkanal wird durch die zwischengelagerten Erdmassen nicht beeinträchtigt, weil diese neben der Kanaltrasse lagern", betont Weber.

pü/Chiemgau-Zeitung

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