Tempolimit abgelehnt: Ausschuss gegen 60 km/h

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Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates hat nun den Antrag auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Gemeindeverbindungsstraße über die Ratzinger Höhe abgelehnt.

Rimsting - Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates hat nun den Antrag auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Gemeindeverbindungsstraße über die Ratzinger Höhe abgelehnt.

Es soll jedoch versucht werden, einen Fußweg vom gemeindlichen Parkplatz bis zum neuen Aussichtsturm bei Hitzing anzulegen. Die Straße von Greimharting über Weingarten, Ratzing und Hitzing bis zur Einmündung in die Kreisstraße Prien-Riedering oder in umgekehrter Richtung ist wegen ihrer Ausblicke sehr beliebt, auch bei Motorradfahrern.

Anlieger rechnen durch den neuen Aussichtsturm oberhalb von Hitzung und den noch geplanten Erlebnisspielplatz bei Weingarten mit noch mehr Spaziergängern in diesem Bereich. Um die Sicerheit für Fußgänger zu verbessern, hatten Anita und Florian Mayer aus Ratzing bei der Frühjahrsbürgerversammlung einen Antrag auf Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen dem gemeindlichen Wanderer-Parkplatz an der Abzweigung nach Dirnsberg und dem Aussichtsturm auf 60 km/h gestellt.

Der Ausschuss debattierte sehr ausführlich über den Antrag. Auch das Gremium rechnet mit mehr Spaziergängern durch den neuen Aussichtsturm. Ein Tempolimit sah der Ausschuss aber nicht als Lösung an. Er favorisierte als Alternative einen Fußweg vom gemeindlichen Parkplatz bis zum Aussichtsturm in Hitzing.

Auch die Polizeiinspektion Prien hatte in einer Stellungnahme ein Tempolimit abgelehnt. Eine besondere Gefahrenlage liege nicht vor, ebenso wenig die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, so Sachbearbeiter Anton Schauer. Ein erhöhtes Fußgängeraufkommen allein könne eine Geschwindigkeitsbeschränkung nicht rechtfertigen.

Der Antrag wurde vom Ausschuss einstimmig abgelehnt. Es soll vorerst beobachtet werden, ob das Fußgängeraufkommen tatsächlich massiv zunimmt. Als Sofortmaßnahme soll das Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde aufgestellt werden, um die gefahrenen Geschwindigkeiten festzustellen. Weiter soll Bürgermeister Josef Mayer beauftragt werden, die Bereitschaft der Eigentümer für eine Grundabtretung zu klären, um einen Fußweg am Wald entlang anlegen zu können.

th/Chiemgau-Zeitung

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