Ausstellung der Chiemseemaler eröffnet

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Prien - Ein breites Spektrum an Kunstwerken der Chiemseemaler, das sich im Eigentum der Marktgemeinde Prien befindet, kann die Öffentlichkeit nun im ehemaligen Rot-Kreuz-Heim bewundern.

Bürgermeister Jürgen Seifert und der Vorsitzende des Kulturfördervereins, Dr. Friedrich von Daumiller, eröffneten die Dauerausstellung "Die Künstlerlandschaft Chiemsee neu gesehen" im ehemaligen Rot-Kreuz-Heim.

Dr. Friedrich von Daumiller, Vorsitzender des Kulturfördervereins, Kulturreferentin Dr. Claudia Trübsbach, Bürgermeister Jürgen Seifert und Kreisheimatpfleger Karl Aß (von links) freuten sich bei der Vernissage über die neue Dauerausstellung.

Beeindruckt und überrascht sei er gewesen, als er die Räume erstmals besichtigt habe, erklärte Seifert. Er verwies auf das "unglaubliche Repertoire" an Kunstwerken im Besitz der Gemeinde und die bis dahin fehlende Möglichkeit, diese angemessen präsentieren, geschweige denn geeignet lagern zu können.

Die Ausstellung anlässlich der Jahreshauptversammlung von "EuroArt" 2008 in Prien, die schon in den Räumen des ehemaligen Rot-Kreuz-Heims im hinteren Teil des Heimatmuseums stattgefunden hatte, sei seinerzeit nur gelungen, weil "Notmaßnahmen" getroffen wurden. Damals seien die Räume unter Federführung von Margit von Daumiller provisorisch renoviert worden.

Umso mehr freue er sich nun über den "hervorragenden" und "gebührenden" Rahmen. Schon die Gründer der "Löwen und Bären" (Künstlergemeinschaft 1913) hätten um den besonderen Charakter der Maler am Chiemsee gewusst.

Vor zwei Jahren habe die Gemeinde begonnen, ihren Kunstbestand archivieren zu lassen. "Wir ruhen uns nicht nur aus", berichtete Seifert vom Erwerb von drei Bildern renommierter Vertreter der Chiemsee-Maler in den vorangegangen sechs Wochen. Er bezeichnete die Künstlerkolonie am Chiemsee nicht nur als eine der ältesten, sondern auch der lebendigsten.

Sein besonderer Dank galt Heimatpfleger Karl Aß, Margit von Daumiller und dem Bauhof sowie Dr. von Daumiller, der eine Alarmanlage für das Heimatmuseum spendiert habe und dem Team, das sich für das Heimatmuseum und die neuen Räume engagiere.

Schon 2007 hatte der Kulturförderverein, damals bei seiner Jahreshauptversammlung auf der Fraueninsel, in einer einstimmig beschlossenen Resolution gefordert, dass für die gemeindliche "Schatzsammlung" entsprechende Räumlichkeiten geschaffen werden müssten, erinnerte Dr. von Daumiller. "Der 14. Juli 2011 ist ein Freudentag für den Markt Prien, die Bürger und den Kulturförderverein", erklärte er deshalb bei der Vernissage.

Er zitierte den Oberpostboten Wilhelm Maier, der im November 1949 gefordert habe, dass die gesammelten Schätze der Gemeinde nicht verloren gehen dürften und den Ausbau des damaligen Heimatmuseums für diesen Zweck gefordert habe. Mit der Dauerausstellung verspreche sich der Kulturförderverein auch eine "Aufwertung der ganzen Chiemsee-Region".

Laudator Karl Aß, Leiter des Museums, hatte zuvor das Erleben des Chiemgaus und des Chiemsees durch die ersten Künstler beschrieben, die damals über die Ludwigshöhe bei Rimsting vor allem der imposanten Türme des Doms auf der Herreninsel ansichtig wurden. "Doch auch nach 200 Jahren lässt diese Landschaft die Herzen höher schlagen", beschrieb Aß die Wirkung auf den Betrachter. Die hier entstandenen Kunstwerke seien authentisch, leise und unaufdringlich, urteilte er abschließend.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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