Auszeichnung auf dem bayerischen Meer

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Die Naturführer des Chiemsees haben den vollen Durchblick

Prien - Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hat die Naturführer des Chiemsees für ihre erfolgreiche Ausbildung mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Derzeit gibt es 13 Touren am Chiemsee.

Die Zahl 13 bedeutet nicht automatisch Pech oder Unglück. Für die Natur-und Landschaftsführer am Chiemsee ist es vielmehr eine Glückszahl. Denn Touristen und Naturfreunde können seit 2002 gezielt das bayerische Meer und die nähere Umgebung mit professioneller Unterstützung erkunden. Mittlerweile gibt es 13 Touren rund um die Themen Fauna und Flora am Chiemsee.

Georg Hermannsdorfer, hauptberuflich beim Wasserwirtschaftsamt in Traunstein tätig, kämpft seit Jahren für den Erhalt der Natur am Chiemsee. Die Liebe zur Pflanzen- und Tierwelt ist mit der Zeit so gewachsen, dass er nebenbei eine Ausbildung zum Naturführer gemacht hat. "Mein Ziel ist es, den Menschen die einzigartige Natur am Chiemsee näher zu bringen und für den Erhalt der Landschaft zu kämpfen", sagt Hermannsdorfer.

Für die Umsetzung dieser Idee konnte der gebürtige Münchner, der seit 25 Jahren im Chiemgau lebt und "von dort nicht mehr weg will", weitere Naturbegeisterte gewinnen. "Es war sehr wichtig, dass wir in den vergangenen Jahren Fachkräfte ausbilden konnten, um unser Angebot erweitern zu können", betont Hermannsdorfer.

Naturführer bekommen Zertifikat für ihre Ausbildung

Auszeichnung für Naturführer des Chiemsees

Die Naturführer sind nun von Regierungspräsident Christoph Hillenbrand mit einem Zertifikat für ihre erfolgreiche Ausbildung ausgezeichnet worden. Und zwar auf dem Chiemsee, auf dem Schiff "Irmingard", im Priener Hafen Stock. "Jeder Naturführer muss eine grundlegende Prüfung in den Bereichen Tier-und Pflanzenwelt sowie Gewässerkunde ablegen. Außerdem muss jeder Ausgebildete in der Lage sein, alle Touren zu leiten", erklärt Hermannsdorfer.

Die Naturführer zeigten den Gästen auf dem Schiff mit kleinen Modellen einen Ausschnitt ihrer Tour. Beeindruckend der kleine Schädel des Bibers mit seinem kräftigen Gebiss. "Die Burgherren kehren zurück – dem Biber auf der Spur" heißt eine ganzjährige Tour. An der Mündung der Prien wurden erst Spuren von einer Biberfamilie entdeckt. Das Tier war eigentlich in Bayern ausgerottet.

Eine andere interessante Tour führt zum Delta der Tiroler Achen. Von Übersee fährt ein Schiff bis zur Kernzone des Naturschutzgebietes. "Die Touren werden von Frühjahr bis Herbst angeboten, ausser die Biberführung, die findet ganzjährig statt", sagt Hermannsdorfer. Er könne es kaum erwarten bis die Natur am Chiemsee aus ihrem Winterschlaf wieder erwache. (sf)       

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