"Dornröschenschlaf" wieder beendet

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Mit einem Blumenstrauß begrüßte Jens Stadler, Geschäftsführer der Chiemgau Thermen, die Bad Endorferin Ellen Heinemeyer, die als Erste gestern Morgen nach der Wiedereröffnung im Aktivbecken schwamm.

Bad Endorf - Seit gestern ist es wieder soweit: Das Aktivbecken der Chiemgau Thermen in Bad Endorf ist für die aktuelle Saison eröffnet. Zuvor lag es "im Winterschlaf".

Von November bis Ende Februar liegt es - mit wenigen Ausnahmen wie an Weihnachten - im "Dornröschenschlaf". "Aus energetischen Gründen", wie Werner Fronert, Abteilungsleiter Gebäudemanagement und oberster "Wassermann" in den Thermen, dem OVB auf Anfrage erklärt.

Im Gegensatz zum Strömungskanal, der das ganze Jahr durchgehend für die Badegäste geöffnet ist und 34 Grad warmes Wasser hat, und dem Relaxbecken mit ebenfalls 34 Grad, hat das Aktivbecken als drittes Außenbecken nur 28 Grad. "Hier können die Besucher zügig schwimmen, deshalb ist es kühler. Wer relaxen und plantschen will, bevorzugt die wärmeren Becken", sagt Fronert. Allerdings habe dieser Luxus auch seinen Preis: "4000 bis 5000 Liter Heizöl werden gerade in der kalten Winterzeit pro Tag benötigt, um die Außenbecken auf Temperatur zu halten, obwohl es mit über 40 Grad Wärme aus dem Boden gepumpt wird." Komme dann aber noch Wind zu den winterlichen Außentemperaturen dazu, kühle das Wasser über die Oberfläche extrem schnell ab. Deshalb werde zumindest das Aktivbecken von November bis März bis auf wenige Tage an Weihnachten für die Besucher geschlossen, erklärt Fronert und fügt an: "So verfahren übrigens auch alle anderen Thermalbäder."

Das Wasser werde in dieser Ruhezeit aus dem Becken nicht abgelassen, kühle aber trotz Abdeckung bis auf rund sechs Grad ab. "Wir desinfizieren weiterhin und halten den PH-Wert stabil, um im März schnell wieder hochfahren zu können", so der Fachmann. Außerdem werde ein flüssiges Flockungsmittel eingebracht, um Schmutzpartikel einfacher herausfiltern zu können. "Dieses Mittel flockt im Wasser aus. An diese Flocken hängen sich dann Schmutzteile, die schließlich am Filter hängenbleiben."

Rund 23 Millionen Liter Solewasser werden täglich durch die Pumpen der Chiemgau Thermen umgewälzt und sauber wieder den Innen- und Außenbecken zugeführt. Insgesamt fassen alle Becken zusammen rund 2000 Kubikmeter Wasser.

Erster Gast war gestern Morgen die Bad Endorferin Ellen Heinemeyer. Schon morgens um acht Uhr sprang sie ins Wasser des Aktivbeckens. Mit einem Blumenstrauß begrüßte sie deshalb Jens Stadler, Geschäftsführer der Chiemgau Thermenund lud sie gleich ins Thermenbistro ein.

"Der Unterhalt der Außenbecken mit warmem Wasser ist vor allem in der kalten Jahreszeit mit einem enormen Energieverbrauch verbunden, der nicht nur aus ökologisch-energetischer Sicht, sondern natürlich auch aus wirtschaftlicher Sicht eine große Belastung für die Chiemgau Thermen darstellt", betont auch Stadler. Anlässlich der Wiedereröffnung gebe es nun ganz aktuell noch bis einschließlich 4. März den "3 für 2-Thermenbonus": Zwei Badegäste bezahlen den gewünschten Thermentarif und der dritte im Bunde erhält kostenlosen Eintritt. Diese Aktion gelte für alle Thermentarife, eine weitere Rabattierung sei nur mit der elektronischen Geldbörse möglich, so Stadler. Weitere Informationen über aktuelle Preise, Öffnungszeiten, Aktionen und Veranstaltungen unter der Telefonnummer 08053/200-900 oder unter www.chiemgau-thermen.de.

Sigrid Knothe und Rosi Ammelburger/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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