CSU in Bad Endorf

Tourismus und Infrastruktur im Fokus

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Der CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler beim Rundgang in den Chiemgau-Thermen in Bad Endorf.

Bad Endorf - Über die touristische Weiterentwicklung sowie wichtige Infrastrukturprojekte dikutierten jetzt CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler und CSU-Bürgermeisterkandidat Alois Loferer.

Über die touristische Weiterentwicklung sowie wichtige Infrastrukturprojekte haben kürzlich der CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler und der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner mit Alois Loferer, CSU-Bürgermeisterkandidat für Bad Endorf, diskutiert. Zu der Ortsbesichtigung hatten Alois Loferer und sein CSU-Gemeinderatsteam eingeladen.

Ortsentwicklung – Mauerkirchen und Verkehrsfluss in Bad Endorf

Zunächst erläuterte Loferer seinen Gästen die Pläne zum Neubau der Ortsdurchfahrt Mauerkirchen. Gleichzeitig entsteht im Zuge der Bauarbeiten die Radwegverbindung von Bad Endorf nach Rimsting. Große Sorgen bereiten Loferer hierbei trotz möglicher Zuschüsse die hohen Kosten, die durch Auflagen von Fachbehörden zusätzlich steigen. Bei solchen Projekten, so Loferer, müsse in Zukunft nach Varianten gesucht werden, die ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Weiteres Thema war der seit vielen Jahren diskutierte Verkehrsfluss in Bad Endorf rund um die Sternkreuzung am Kirchplatz. Hier wird der Verkehr aus Prien, Rosenheim, Wasserburg und Traunstein neu geordnet. Aktuell entstehen zu Stoßzeiten lange Warteschlangen.

Loferer gab als Ziel aus, den Verkehrsfluss zu verbessern. Daher müssten die bereits durchgeführten Simulationen auf die Traunsteiner-Straße ausgedehnt werden, da nur ein Gesamtkonzept den Verkehrsfluss insgesamt regeln könne. Die aktuellen Planungen müssten überarbeitet und mit allen Verhandlungspartnern eine echte Lösung für Bad Endorf erzielt werden.

Stöttner und Berthaler sicherten zu, Bad Endorf bei den wichtigen Infrastrukturprojekten zu unterstützen. Dazu zählen u.a. Zuschuss- und Finanzierungsfragen, der Umgang mit Fachbehörden und die konzeptionelle Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg.

Tourismus – Chiemgau Thermen

Das Thema „Zukunft des Gesundheitstourismus“ stand bei der anschließenden Besichtigung der Chiemgau-Thermen im Mittelpunkt. Geschäftsführer Jens Stadler sowie der Vorstand der Gesundheitswelt Chiemgau AG, Dietolf Hämel, führten durch die Trainingseinrichtung Promoveo, das Jod-Thermal-Bad sowie angeschlossene Einrichtungen und informierten über die aktuelle Situation der GWC.

Bürgermeisterkandidat Alois Loferer (links) und Landratskandidat Wolfgang Berthaler.

Zusätzlich zum kostenaufwendigen Thermenbetrieb seien umfangreiche technische und bauliche Maßnahmen zu stemmen, so Hämel. Ein Teil der Konsolidierung kann über Reduktion der Betriebskosten und eine bessere Auslastung erfolgen. Bürgermeisterkandidat Loferer bedauerte, dass die Chiemgau-Thermen nur begrenzt als touristischer Leuchtturm der Gemeinde wahrgenommen würden. Für ihn und seine CSU-Gemeinderatskandidaten sei es daher zwingend nötig, eine vollkommen neue Marketingstrategie zu entwickeln. Betrieb und Gemeinde müssten aus seiner Sicht stärker kooperieren.

Neben der Kooperation mit den direkten Nachbargemeinden spricht sich die die CSU Bad Endorf für eine Fusion des Chiemsee-Tourismusverbands der Landkreise Rosenheim und Traunstein aus. Berthaler sagte für den Fall seiner Wahl zum Landrat zu, zügig die Initiative für die Fusion zu ergreifen: „Dieses Projekt steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben.“

Auch Landtagsabgeordneter und Tourismussprecher der CSU-Landtagsfraktion Klaus Stöttner betonte, dass die Bildung größerer Vermarktungseinheiten für den Tourismus in der Region und ganz Bayern wichtig sei. „Der Bayerntourismus verzeichnet aktuell zwar einen Zuwachs, doch ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die großen Städte wie München bei den Übernachtungen zulegen, während wir im ländlichen Raum nach und nach an Betten verlieren“, so Stöttner. Regionale Leuchtturmprojekte wie die Chiemgau-Thermen könnten in einem fusionierten Tourismusverband besser vermarktet werden.

Bei der Lösung von baulichen Problemen im Zusammenhang mit der GWC bekräftigen Berthaler und Stöttner ihre Unterstützung, um mit Behörden und Gremien in Kreis, Bezirk und Land im engen Schulterschluss einen Weg aus der Krise zu finden.

Katharinenheim

Beim Besuch des Katharinenheims stand schließlich das Thema „Älter werden im ländlichen Raum“ im Fokus. Einrichtungsleiter Thomas Gögerl führte den Landratskandidaten und den Landtagsabgeordneten durch das Mehrgenerationenhaus und richtete einen Appell an die Politiker, vor der Festlegung von gesetzlichen Ansprüchen und Standards die Kostenseite im Blick zu haben. Schließlich müssten die benötigten Angebote auch wirtschaftlich umgesetzt werden können, so Gögerl. Als Beispiel führte er den sog. Beförderungsdienst an, der seiner Ansicht nach zu bürokratisch ausgestaltet sei. Wolfgang Berthaler, aktuell Bürgermeister von Flintsbach am Inn, stimmte Gögerl zu.

Der CSU-Landratskandidat (zweiter von rechts) und der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner (erster von rechts) beim Info-Gespräch in den Chiemgau-Thermen.

Aus seiner Erfahrung als Mitinitiator und Verwaltungsratsvorsitzender des Christlichen Sozialwerks Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach e.V. seien viele Vorschriften im Bereich der Pflege so unpraktikabel, dass die Heime zahlreiche Maßnahmen wie z.B. den Hol- und Bringdienst für die Pflegebedürftigen über Ehrenamtliche zu organisieren versuchten. Gleichzeitig gebe es aber immer weniger Ehrenamtliche, die bereit seien, sich im sozialen Bereich zu engagieren. „Ich wünsche mir, dass die Themen Seniorenpolitik und Pflege in den nächsten Jahren in unseren Gemeinden einen ähnlich hohen Stellenwert bekommen wie das Thema Kinderbetreuung“, so Berthaler.

Dem konnte sich Loferer nur anschließen, der besonders im sozialen Bereich eine Unterfinanzierung der Kommunen sieht: die Gesetzgeber in Land und Bund seien in der Pflicht, dieses Missverhältnis endlich zu beheben und die Kommunen mit den notwendigen Geldern auszustatten. Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in Bad Endorf plant Loferer im Fall seiner Wahl ein Leuchtturmprojekt für Dienstleister, Verbände, Vereine und das Ehrenamt starten – das bestehende noch stärker vernetzten und die Plattform für neue Angebote schaffen.

Pressemitteilung CSU-Bürgerbüro Rosenheim

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