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Schulsport nur eingeschränkt möglich

Nach 25 Jahren fällig: Mehrzweckhalle Bad Endorf erhält neuen Boden

Der Hallenboden in der Mehrzweckhalle ist bereits herausgerissen.
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Der Hallenboden in der Mehrzweckhalle ist bereits herausgerissen.

Anstatt der Stimmen spielender Kinder, ertönen derzeit Hammer- und Bohrgeräusche in der Mehrzweckhalle in Bad Endorf. Der Boden der Sporthalle wird erneuert. Das sei nach rund 25 Jahren Gebrauch notwendig, erklärt Bürgermeister Alois Loferer den OVB-Heimatzeitungen.

Bad Endorf – „Der Boden ist ausgetreten und schwingt nicht mehr. Das ist schlecht für den Sportbetrieb und erhöht die Unfallgefahr“, erklärt Loferer. Die Arbeiten haben Anfang September, pünktlich zum neuen Schuljahr, begonnen und dauern voraussichtlich bis Dezember an – Kostenpunkt rund 440.000 Euro. Davon werden rund 270.000 vom Freistaat gefördert, den Rest muss die Gemeinde tragen. Die Mehrzweckhalle hat danach einen flächenelastischen Boden. Im Zuge der Arbeiten wird außerdem die Bodenheizung erneuert.

Wenige Möglichkeiten zum Ausweichen

Für die Grund- und Mittelschule in Bad Endorf bedeutet die Sanierung der Grundschule eine große Hürde in Sachen Sportunterricht. „Es ist denkbar ungünstig, aber es hilft nichts“, sagt Rektor Maximilian Schweiger. Man sei auf schönes Wetter angewiesen. Dann könnten die umliegenden Kunstrasenplätze verwendet werden. Die Ausweichmöglichkeiten in umliegende Hallen sind derzeit sehr beschränkt. „Wir können vier Stunden in der Sporthalle in Eggstätt und zwei in Rimsting unterrichten.“ Um den Bedarf abzudecken, bräuchte die Schule rund 20 weitere Hallenstunden.

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Zeiträume für den Sport in den anderen Hallen zu bekommen, sei „gar nicht so leicht“, erklärt der Bürgermeister. Die Stundenpläne werden erst zu Schuljahresbeginn gemacht und dementsprechend sei die Gemeinde hier am Organisieren. „Natürlich stellt sich die Frage, ob wir die Arbeiten nicht in die Sommerferien hätten verlegen können“, sagt Loferer.

Die Antwort sei aber nein. „Wir haben erst zu Beginn des Jahres die Zusage der Förderung bekommen“, erklärt der Bürgermeister. Eine solche Maßnahme müsse geplant werden und die Firmen seien meist über Jahre hinweg in den Sommerferien ausgebucht. „Abgesehen davon hätten sechs Wochen gar nicht gereicht.“

Alte Sporthalle konnte nur bedingt benutzbar

Zum Teil könnten die Sportschüler auf die alte Sporthalle ausweichen, Ballspiele dürften dort aufgrund der Hallendecke nicht gespielt werden, erklärt Schweiger. Trotz der Widrigkeiten ist aber keinesfalls faules Rumsitzen angesagt. Für Schweiger steht fest: „Die Kinder sollen sich bewegen“. Sei es, dass die Schüler der Grundschule auf einen Spielplatz gehen oder die Mittelschüler eine 70-minütige Wanderung unternehmen. Auch Schwimmunterricht wäre denkbar, so der Rektor.

Wie und ob der Sportunterricht heuer bewertet werden kann, stehe noch nicht fest. Eine Möglichkeit sei, nur die Leistungen des zweiten Halbjahres zu bewerten. Das müsse man aber noch überlegen. Denn „wir hoffen, dass wir im neuen Jahr in die Halle können“, so Schweiger.

„Trotz der Einschränkung hat der Zeitpunkt der Maßnahme aber auch etwas Gutes“, sagt Loferer. Beim Entfernen des Hallenbodens habe die Gemeinde erst das volle Ausmaß der Wasserschäden aufgrund des Starkregenereignisses Ende Juli festgestellt. Zunächst ging die Verwaltung davon aus, dass nur das Treppenhaus, der Schießstand und der Keller durch das eingedrungene Wasser beschädigt wurden. Doch der Schaden ist höher als erwartet. „Wir haben in der Turnhalle selbst erhebliche Feuchtschäden“, sagt Loferer. Wenn der Boden nicht entfernt worden sei, hätte man diese nicht gesehen.

Zeitplan soll eingehalten werden

Mehrkosten kommen wegen dem Wasserschaden bislang nicht auf die Gemeinde zu. Die Kosten werden über die Versicherung abgerechnet, so der Bürgermeister. Ob sich der Wasserschaden aber auf die Dauer der Sanierungsarbeiten auswirkt, kann noch nicht gesagt werden. Das stelle sich erst in den kommenden Wochen heraus, sagt Loferer. „Wir hoffen, dass wir die Termine halten können. Das ist mit Wasserschäden aber nicht immer leicht.“

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