Morddrohungen: Wird der Verfasser nie gefunden?

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Bei ihm gingen die drei Schreiben ein: Curt Wiebel jun.
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Bad Endorf - Die erste Morddrohung lag vor knapp einem Monat bei Curt Wiebel jun. im Briefkasten. Zwei weitere Schreiben folgten. Bis jetzt ist der feige Verfasser aber noch nicht gefunden.

"Es gibt noch keine neuen Erkenntnisse", so die Auskunft von Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Anfrage von rosenheim24.de. Der Sachbearbeiter der Kripo befinde sich aber weiterhin in Bad Endorf und habe noch einige "Dinge" zu klären. Konkretere Auskünfte aus den aktuellen Ermittlungsarbeiten werde es laut Sonntag aber nicht geben. Medien hatten berichtet, dass an den Drohbriefen neben der eigentlichen Handschrift auch noch weitere Spuren untersucht würden, auch von Fingerabdrücken war die Rede. Sonntag konnte dies gegenüber rosenheim24.de aber nicht bestätigen.

Wie berichtet hat ein Unbekannter mehrere Drohbriefe an das neue Gemeinderatsmitglied Curt Wiebel jun. (ABE) verschickt. In den ersten beiden Briefen, die am 3. und 6. April im Briefkasten lagen, drohte der Verfasser mit der Tötung der designierten Bürgermeisterin Doris Laban (ABE), die per Stellenausschreibung gefunden worden war und sich in der Stichwahl knapp gegen Alois Loferer (CSU) durchsetzte, dem neuen Gemeinderatsmitglied Theo Busch (ABE), Wiebel jun. selbst sowie seiner Familie. Der Wortlaut des ersten Drohschreibens:

"Wiebel jun. Wir brauchen keine Laban! Du bist ein Verräter. Es gibt genügend Endorfer Bürgermeisteranwärter. Gib Dein Mandat zurück. Wir geben Dir 10 Tage Zeit, auf Laban zu verzichten. Nach fruchtlosem Ablauf wirst Du getötet. Auch Busch u. Deine Familie. Die Endorfer"

Beim dritten Schreiben, das am 15. April in Wiebels Briefkasten lag, soll der Verfasser Abstand von den Morddrohungen genommen und sich entschuldigt haben. Die Polizei wird deshalb aber die Ermittlungen nicht einstellen, denn die Schreiben stellen eine Straftat dar. Ob der Verfasser aber ermittelt wird, bleibt fraglich: "Es wird schwierig, den Fall zu klären", so Pressesprecher Sonntag, "aber wir nutzen weiterhin alle Möglichkeiten."

Quelle: rosenheim24.de

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