Hoffen auf die neue Saison

Trotz Lockdown bereiten sich Aschau, Bad Endorf und Frasdorf auf Tourismusjahr 2021 vor

Der Bad Endorfer Kurdirektor Peter Helfmeyer präsentiert das Gastgeberverzeichnis, das jetzt erschienen ist.
+
Der Bad Endorfer Kurdirektor Peter Helfmeyer präsentiert das Gastgeberverzeichnis, das jetzt erschienen ist.

Voller Hoffnung blickten viele auf 2021. Doch statt mit Lockerungen beginnt das Jahr mit weiteren viel strengeren Einschränkungen. Trotzdem laufen die Planungen für das Tourismusjahr 202 auf Hochtouren. Aschau, Bad Endorf und Frasdorf wollen auf einen eventuellen Besucheransturm vorbereitet sein.

Aschau/Bad Endorf/Frasdorf – In Frasdorf bieten rund 35 Gastgeber Urlaubern eine Herberge. „Soweit geöffnet war, ist es ziemlich gut gelaufen“, berichtet die Leiterin der Frasdorfer Tourist-Info, Brigitte Kohlbeck. Da viele nicht ins Ausland reisen konnten, hätte Frasdorf touristisch von der Pandemie profitiert. „Viele Gäste, die erstmals bei uns waren, fanden es so schön, dass sie wiederkommen wollten“, so Kohlbeck.

Gute Prognos für 2021 in Frasdorf

Und auch für 2021 seien die Prognosen gut: Einige Ferienwohnungen wurden laut Kohlbeck im vergangenen Herbst schon für die kommenden Sommermonate gebucht. Dennoch sei für einen Ausblick etwas früh. Die nächsten Wochen würden zeigen, ob dieser Sommer auch so stark wird: „Im Laufe des Januar und Februar gibt es erfahrungsgemäß die meisten Buchungen.“ Darauf wolle man vorbereitet sein. Aktuell wird deswegen auch die Homepage der Frasdorfer Tourist-Info überarbeitet. Sie soll einen moderneren Anschliff erhalten.

In Bad Endorf ist zu Jahresbeginn trotz Corona das Endorfer Gastgeberverzeichnis erschienen. Zwar sinke die Print-Auflage der Broschüren seit Jahren, ganz könne jedoch nicht darauf verzichtet werden, da viele ältere lieber auf Papier zurückgriffen.

Bad Endorf kommt Gastgebern entgegen

Die Vorbereitungen ganz normal zu starten, sei gerade wegen der Pandemie der richtige Impuls, so Kurdirektor Peter Helfmeyer. „Wir haben unseren 80 Gastgebern deswegen die Anzeigengebühr im Gastgeberverzeichnis halbiert“, berichtet er.

Mehr Social-Media-Arbeit und Internet-Werbung

Dafür wird das Marketing der Bad Endorfer Tourist-Info zunehmend digitaler: „Sobald wir wissen, wann die Hotels und Gastronomie wieder öffnen kann, werden wir verstärkt Internet-Werbung machen“, erklärt Helfmeyer. Auch die Arbeit in den sozialen Medien soll verstärkt werden. Zwar sei dies günstiger als beispielsweise Werbung am Messestand, der mit bis zu 10 000 Euro zu Buche schlägt. Dafür müsse aber die Personalstärke dafür geschaffen werden, was ebenfalls Geld koste. „Wenn man es gescheit machen will“, fügt der Kurdirektor hinzu.

Hauptzielgruppe in Bad Endorf sind die Gesundheitsurlauber

Zwar hätte die Saison 2020 mehr Familien nach Bad Endorf geführt. Die Hauptzielgruppe bleibe jedoch der Gesundheitsurlauber. „Familien besuchen die gesamte Region, Gesundheitsgäste nehmen das Angebot im Ort intensiver wahr.“ Deswegen hofft Helfmeyer, dass die Chiemgau Thermen auch bald wieder öffnen können.

Vorsichtige Vorfreude auf Ostern in Aschau

Die Gemeinde Aschau ist im Normalfall das gesamte Jahr über gut besucht, berichtet Herbert Reiter, Chef der Aschauer Tourist-Info. Die Hoffnung, an Ostern durchzustarten, sei deshalb groß: „Selbstverständlich rechnen wir mit vielen Gästen, sobald die Reisebeschränkungen aufgehoben sind. Jeder sehnt sich wieder nach Urlaub“, so Reiter.

Auch in Aschau ist das Gastgeber- und Informationsjahresprospekt pünktlich zu Jahresbeginn erschienen, wie Herbert Reiter, Chef der Aschauer Tourist-Info, zeigt.

Das Hauptwerbeprodukt, das Gastgeber- und Informationsjahresprospekt, ist deswegen schon erschienen. „In Anbetracht auf Familien-Reisen haben wir vorgearbeitet und neue Ideen entwickelt. Ein Faltblatt mit Kinderrätseln für das Priental ist gerade am Entstehen und wird im Frühjahr erscheinen.“ Generell habe sich die Nachfrage nach Prospekte kaum verändert und sei dauerhaft hoch.

„30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“: Geplanter Auftakt im Mai

Zudem rüstet sich Aschau für das Jubiläumsjahr: In mehreren Online-Konferenzen sei die Tourist-Info derzeit in der Vorplanung für „30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“. „Zusammen mit Akteuren aus Sachrang und Schleching, dem Achental Tourismus, entwickeln wir ein spannendes und abwechslungsreiches Programm“, erklärt der Tourist-Chef. Den Auftakt soll eine für Anfang Mai angesetzte Podiumsdiskussion mit dem ehemaligen Landtagspräsidenten Alois Glück, den Landräten von Rosenheim und Traunstein und mit den Bürgermeistern von Aschau und Schleching machen.

Start noch ungewiss

Wann und unter welchen Auflagen die touristische Saison losgehen kann, steht aber noch in den Sternen. Das Aschauer Team steht in den Startlöchern: „Alles zur Vorfreude unserer Gäste, und damit wir auch gut gewappnet sind.“

Kommentare