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Zauberkunst in der Pandemie

Wie Magier Andreas Mühlbauer aus Bad Endorf Corona ein Schnippchen schlägt

Zauberkünstler Andreas Mühlbauer: „Ich bin derzeit sehr froh, einen Weg gefunden zu haben, die Menschen mit meiner Zauberkunst zu erreichen, auch wenn es eben Pandemie-Bedingt nicht geht“
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Zauberkünstler Andreas Mühlbauer: „Ich bin derzeit sehr froh, einen Weg gefunden zu haben, die Menschen mit meiner Zauberkunst zu erreichen, auch wenn es eben Pandemie-bedingt nicht geht“

Mitten in der Corona-Pandemie hat Zauberkünstler Andreas Mühlbauer einen Weg gefunden, den Menschen trotz Corona ein Lächeln in Gesicht zu zaubern. Aber wie alle Künstler leidet auch der Bad Endorfer unter den Einschränkungen, die Corona mit sich bringt.

Seit einem Jahr hat die Corona-Pandemie Deutschland fest im Griff. Allen Menschen macht der Lockdown zu schaffen, besonders hart trifft es aber Künstler und Kulturschaffende.

Andreas Mühlbauer aus Bad Endorf ist einer dieser Künstler, genauer gesagt, Zauberkünstler. Nach Monaten im Lockdown und ohne Publikum hat er aber einen Weg gefunden, um die Corona-Pandemie wenigstens ein bisschen auszutricksen.

Wie der Zauberer aus dem Chiemgau zur Magie gekommen ist, was die Einschränkungen der Corona-Pandemie für ihn persönlich als Künstler bedeuten und wie er auf die Idee gekommen ist, seine Zaubershows jetzt einfach online zu veranstalten, hat er rosenheim24.de erzählt.

Tief in der Region verwurzelt

Andreas Mühlbauer ist in Waldkraiburg geboren und aufgewachsen und kam nach seiner Ausbildung zum Schreiner durch eine Nebentätigkeit in den Vertrieb. Kurze Zeit wandelte er diese Nebentätigkeit in seinen Hauptberuf um und zog nach Rosenheim.

Schon als Kind von der Zauberei begeistert

Die Zauberei hat Andi Mühlbauer schon als Kind in den Bann gezogen. Die Shows von Starmagier David Copperfield inspirierten ihn und er wünschte sich einen Zauberkasten. Schnell konnte er seine Familie mit der Zauberei begeistern. Durch das positive Feedback wurde er dazu ermutigt, Bücher über die Zauberkunst zu lesen und investierte sein Taschengeld in das neu gefundene Hobby. Auch seine Oma und deren Nachbarn kamen regelmäßig in den Genuss seiner Zauberapparaturen.

Das Zaubern hat Andreas nie wirklich losgelassen, auch wenn er in seiner Zeit in Rosenheim keine Ambitionen für eine eigene Show oder Auftritte hatte. Er gründete eine Familie und baute seine eigene Firma auf. Andreas Mühlbauer ist inzwischen stolzer Papa von drei Kindern.

Einmal Zauberer, immer Zauberer

Die Zeit verging. Vor sieben Jahren besuchte er dann eine Zaubershow und war sofort wieder mit dem Zaubervirus „infiziert“. Als er das Strahlen und die Begeisterung in den Augen der Zuschauer sah, wusste Andreas: Er muss selbst wieder mit dem Zaubern anfangen. Ein Jahr tüftele er im stillen Kämmerlein an seinen Zaubertricks.

Auf Geburtstagsfeiern oder in kleiner Runde unter Kollegen bekam er viel Zuspruch, aber er merkte auch, dass er mehr Routine braucht. Er übte und übte und übte, bis die Tricks saßen.

Kleines aber feines Publikum

Voller Zuversicht bewarb sich Andreas dann am Schalchenhof in Gstadt am Chiemsee. Dort trat er dann jeden Samstag als Magier auf und verzauberte die Gäste. Im Winter wollte er allerdings nicht aufhören und konnte den Betreiber des Enchiladas in Rosenheim und seine Frau mit seinen Zaubertricks überzeugen. Nach einem gelungenen Probeabend durfte er dort regelmäßig auftreten. Viele Anfragen von Gästen und Bekannten folgten.

Dann kam Corona ...

Alles lief rund bei Andreas Mühlbauer: Die Zauberei machte ihm mehr Spaß als je zuvor, er trat regelmäßig im Enchilada in Rosenheim auf und auch bei verschiedenen anderen Events. Gut 100 Auftritte im Jahr absolvierte er neben seiner Berufstätigkeit - dann kam Corona.

Von Hundert auf Null

Alles von heute auf morgen war wie abgerissen. Veranstaltungen abgesagt, Restaurants geschlossen. Was nun? Na ja, dachte sich Andreas, „wird scho wieder vorbei gehen“.

Als der erste Lockdown im Mai 2020 vorbei war und die Restaurants wieder geöffnet wurden, kehrte auch etwas Normalität wieder ein. Die Menschen waren ausgelassener und in Feierlaune, alle hatten etwas nachzuholen.

Dann aber kam der zweite Lockdown im November. Wieder alles abgesagt, wieder die Restaurants geschlossen. Dem Zauberer wurde klar, dass er in der Hauptzeit des Jahres, in der die ganzen Weihnachtsfeiern stattfinden, nicht zum Zaubern kommen würde.

Online als Alternative?

Von Künstler-Kollegen, deren Existenz davon abhängt, ob sie auftreten können oder nicht, hatte Andreas mitbekommen, dass sie ihre Shows im Internet anbieten. Zuerst konnte er sich das nicht vorstellen.

Schließlich ist es ein gewaltiger Unterschied, ob man sich eine Zaubershow im Fernsehen oder auf Youtube anschaust, oder es eben live erlebt. Das wurde ihm auch unzählige Male von Zuschauern bestätigt. Zudem ist er durch seine eigene Firma in der glücklichen Lage, dass er nicht von seiner Zauberei leben muss.

Der Pandemie die Stirn bieten

Als er dann aber monatelang keine Auftritte mehr hatte, und die gesamte Entwicklung der Pandemie auch nicht viel Hoffnung auf kurzfristige Öffnungen machte, fehlte ihm die Zauberei doch sehr in seinem Leben. Also entschied sich Andreas dafür, doch eine Online-Show auf die Beine zu stellen. Allein schon deshalb, um etwas gegen das Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Pandemie zu tun und die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Zauberkunst online - gar nicht so einfach

Andreas Mühlbauer sprach mit seinen Zauberkollegen, die den Sprung in die digitale Welt schon gewagt hatten und informierte sich über Studioeinrichtung, Licht, Kameras, Tontechnik und alles was sonst noch für einen Online-Auftritt nötig ist.

Doch neben der Technik stellten sich auch andere Fragen: Wie kann die Magie am besten ins Wohnzimmer der Zuschauer transportiert werden? Wie ist es möglich, die Magie in den Händen der Zuschauer geschehen zu lassen?

Die Menschen durch Magie zusammenbringen, ihnen das Gefühl der Magie nach Hause bringen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern - darum geht es Andreas Mühlbauer. Aber würde ihm das auch in einer Online-Zaubershow gelingen?

Erst Online-Zaubershow ein voller Erfolg

Nach seiner ersten Online-Zaubershow war aber sofort klar: Es funktioniert! Andreas wurde mit positivem Feedback überhäuft, seine Zuschauer waren durchwegs begeistert: „Eine super Idee“, „Danke Andi, war wirklich absolut super“ oder „Ich hatte das Gefühl, Du sitzt mir gegenüber...“ sind nur einige der begeisterten Kommentare der Zuschauer.

„Ich bin derzeit sehr froh, einen Weg gefunden zu haben, die Menschen mit meiner Zauberkunst zu erreichen, auch wenn es eben Pandemie-bedingt nicht geht“, erklärt Andreas.

Vorfreude auf die Zeit nach der Pandemie

Aber natürlich freut sich Zauberkünstler Andreas Mühlbauer sehr darauf, wenn es nach der Corona-Zeit wieder „normal“ weitergeht und die Menschen sich wieder ungehindert treffen und Feiern können. Und wahrscheinlich wird es seinen Zuschauern nach dieser lange kulturellen Durststrecke in der Pandemie um so mehr Freude bereiten, sich von dem Magier aus dem Chiemgau verzaubern zu lassen.

Auf eventbrite.de könnt ihr an der interaktiven Zoom-Magic-Show teilnehmen (Kosten: 15 Euro).

bcs

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