Bahnunterführung war das Hauptthema

Übersee - Die zu Ende gehenden Bauarbeiten an der Bahnunterführung und die Einweihung am 25. Juli waren die zentralen Themen in der zweiten Sitzung des Arbeitskreises Ortsmitte.

Um das Jahrhundertbauwerk noch besser kennenlernen zu können, ist eine öffentliche Baustellenbegehung mit Vertretern der Gemeinde, des Landratsamtes, der Baufirmen und der Planungsbehörden sowie allen interessierten Bürgern für Donnerstag, 9. Juni, um 18 Uhr anberaumt worden.

Der AK Ortsmitte mit 15 bis 20 engagierten Bürgern hat sich seit Beginn der Unterführungsplanung eingebracht und sie zum Teil sogar verändert. "Bürgerbeteiligung wird nicht länger als lästige Behinderung gesehen, sondern als wichtiger örtlicher Beitrag zur Gestaltung und Weiterentwicklung", betonte AK-Sprecher Wolf Steinert in der jüngsten Sitzung.

Nach seinen Worten beabsichtigt das Landratsamt die Herausgabe einer Broschüre, in dem der lange Prozess bis zur Entscheidung der Unterführung an der heutigen Stelle dargestellt wird. Der Be-richt soll auch Daten und Fakten zum Bauwerk sowie Bilder, Pläne und einen zeitlichen Ablauf enthalten. Zudem soll die Bürgerbeteiligung dargestellt werden.

Zurzeit laufen die Pflanzarbeiten, die Herstellung der Grünflächen und die Installierung der Beleuchtung. Außerdem wird zwischen dem neuem Kreisverkehr und der Bachbrücke die Kreisstraße - unter anderem mit neuen Längsparkplätzen - neu gestaltet.

Eingeweiht werden soll das Unterführungsbauwerk dann am Montag, 25. Juli, um 11 Uhr im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Die Feier solle auch das Miteinander im Dorf fördern. Gerade die Geschäftsleute in der Dorfmitte hätten durch die Baumaßnahmen erhebliche Einbußen erlitten.

Das zweite Hauptthema der Sitzung war das wiederholt angesprochene Problem des Bahnsteigs. In Übereinstimmung mit der Gemeinde ist geplant, das Gleis 1 herauszunehmen, den Bereich aufzufüllen und mit Übergängen und Beeten aufzufüllen. Der AK hält es für dringend erforderlich, dass die Bahn hier endlich konkrete Vorschläge macht.

Für den neuen Edeka-Markt in der Ortsmitte soll der Baubeginn Mitte dieses Jahres sein. Das Thema "Standort Altenheim" wurde in der Sitzung zurückgestellt, da es keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse gibt. Momentan laufen die Planungen für das Schallschutzgutachten. Die Lage des Gebäudes und der Schallschutz sind untrennbar durch die Immissionen der Bahn miteinander verbunden.

vd/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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