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Bald bequemer um den Chiemsee

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So sieht die neue Mühlbachbrücke aus, die von Anfang November bis Mitte Dezember gebaut wird.

Prien - Spätestes zu Weihnachten geht's bequemer um den Chiemsee: Haupt- und Werkausschuss des Marktgemeinderates gaben grünes Licht.

Der Haupt- und Werkausschuss des Marktgemeinderates gaben am Mittwochabend günes Licht für eine neue Brücke über den Mühlbach zwischen Harras und Schöllkopf.

Immer wieder kommen sich Fußgänger und Fahrradfahrer, Fußgänger und Fußgänger und erst recht Radler und Radler beim sogenannten Begegnungsverkehr auf der nur 1,20 Meter schmalen Brücke ungewollt nahe. Das hat künftig ein Ende.

Im Rahmen des Projektes Chiemseerundweg unter Federführung des Abwasser- und Umweltverbandes (AZV) Chiemsee sind die einzelnen Mitgliedsgemeinden gefordert, in ihrem jeweiligen Bereich Schwachstellen auszumerzen. Die Planung hat der AZV inne, zahlen müssen aber die Kommunen. In diesem Fall wird von Baukosten in Höhe von gut 100000 Euro brutto ausgegangen, bezuschusst zu 50 Prozent aus dem bis 2014 laufenden Förderprogramm der Regierung von Oberbayern.

Matthias Gerold vom Priener Projektbüro Dippold & Gerold stellte die Maßnahme vor. Nach den Worten des Diplom-Ingenieurs wird das neue Bauwerk von 1,20 auf drei Meter verbreitert. Damit orientiert es sich an den 2,50 Metern plus Bankett, die der Uferweg generell ausweist.

Weil Träger und Geländer der jahrzehntealten, nicht mehr genau datierbaren Querung bereits stark korridieren, also Risse aufweisen, wird das Bauwerk total abgerissen und durch eines neues ersetzt. Belag und Geländer sind künftig aus Lärchenholz.

Auf den Einwand von Gertraud Stampfl (Freie Wähler), dieses Material sei bei Regen doch sehr rutschig, entgegnete der Projektleiter, die Alternative Kunststoff sei schwerer, bedinge mithin größere Stahlträger, und sei "mit Verlaub" hässlicher. Wenn dieser Belag verschmutzt sei, könne man auf ihm genauso ausrutschen. Die andere Möglichkeit in Form von Gussasphalt habe den Nachteil, dass Niederschlag auf der Brücke bleibt.

Auch Bürgermeister Jürgen Seifert machte sich für das Lärchenholz stark. Zwar könne es nie eine 100-prozentige Lösung geben, doch "sind wir der Natur verpflichtet". Eine reine Stahlkonstruktion "macht die Natur kaputt". Und für Stöckelschuhe tauge der Weg sowieso nicht.

Die Uferbefestigung besteht aus einer Natursteinmauer, die Brückenoberkante wird um 70 Zentimeter gegenüber der bisherigen Konstruktion angehoben. Die wasserrechtlichen Fragen seien alle geklärt, versicherte Gerold.

Einstimmig segneten die Ausschussmitglieder die neue Brücke ab. Damit läuft seit gestern die Ausschreibung, die Submission endet am 19. Oktober. Baubeginn soll am 2. November, Bauende am 16. Dezember sein. Damit bleibt bis zu den Festtagen immer noch ein Puffer von sieben Tagen. Eine Ersatzbrücke gibt es während der Bauzeit nicht, Fußgänger und Radfahrer müssen in diesen Wochen einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Kurve wird eingebaut

Parallel zum Brückenbau wird der wenige Meter entfernte Waldweg, die Abweigung zum Irschener Winkel, zumal für Fahrradfahrer entschärft. Damit die Pedalisten nicht in rasantem Tempo die Zuwegung zum Schöllkopf überqueren, wird eine Kurve eingebaut.

mt/Chiemgau Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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