Bauantrag wurde einstimmig befürwortet

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Prien - Die Brigenna Baukonzept GmbH will ein Geschäftshaus an der Bernauer Straße und zwei Wohngebäude an der Hochplattenstraße errichten. Der Bauausschuss befürwortete den Antrag.

Im April hatte der Ausschuss eine Entscheidung zurückgestellt. Der Grund damals: Ungereimtheiten bezüglich der Stellplätze. Sie sind jetzt ausgeräumt.

Laurentius Fischer von der Bauverwaltung führte aus, dass 36 Stellplätze geplant seien. 20 seien, wie vom Bauausschuss gewünscht, in der Tiefgarage vorgesehen, 16 oberirdisch.

Bürgermeister Jürgen Seifert sagte, damit werde die Parkplatzsituation entzerrt. Auch Michael Anner (CSU) fand die "Stellplatzsituation jetzt gut gelöst". Joachim Bensemann (Freie Wähler Prien): "Ich muss den Architekten und die Gestalter loben, so verschönert der Bau wirklich den Ort.

Nach Angaben von Bernd Jucht, Brigenna Baukonzept GmbH, kostet der Bau rund acht Millionen Euro. Beginnen wolle er Mitte Juli, fertig werden dann bis Weihnachten. Neun der elf Wohnungen seien bereits verkauft sowie vier der sechs Läden. Bei den Praxis- und Büroräumen gebe es schon mehrere Anfragen.

Dem Bau eines Mehrfamilienhauses an der Hallwanger Straße hat der Bauausschuss nun seine Zustimmung in Aussicht gestellt. Den Antrag auf Vorbescheid der Wohn- und Industriebau mbH hatte das Gremium im letzten Monat noch abgelehnt. Das bestehende Gebäude an der Hallwanger Straße 69 sollte abgerissen werden und ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten sowie fünf Garagen entstehen. Der Bauausschuss hatte kein Einvernehmen erteilt, da seiner Ansicht nach durch einen geplanten westlichen Anbau der Neubau zu groß werden würde.

Neues Mehrfamilienhaus

Auf diesen Anbau habe der Bauwerber im neuen Antrag verzichtet, sagte jetzt Laurentius Fischer. Nun entspreche das Gebäude den Vorgaben. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht.

Bereits in der Bauausschusssitzung im Januar hatte sich das Gremium mit einem Anbau an ein Einfamilienhaus an der Ernsdorfer Straße und der Errichtung einer Lärmschutzmauer befasst. Bürgermeister Seifert erklärte nun: "Damals haben wir den Antrag abgelehnt, weil das Gebäude zu breit war." Fischer von der Verwaltung führte aus, dass das Gebäude nun schmaler und nicht mehr so lang sei, "geringer" wirke. Die Holzwand an der Grundstücksgrenze werde abgerissen, die darunterliegende Mauer mit einer Höhe von 1,10 Metern bleibe bestehen.

"Die Lärmschutzwand war baurechtlich nicht erlaubt", so Seifert. Er sagte, dass eine große Fläche um das bestehende Gartenhaus entsiegelt werde, somit würden mehr Grünflächen entstehen. Mit der Auflage, dass die geplante Fensterfront von der Gebäudekante einzurichten sei, genehmigte der Ausschuss den Anbau einstimmig.

Auch eine Änderung der Planung für den Bau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Garage am Karpfenweg beschäftigte den Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Laurentius Fischer erklärte, Gegenstand der Änderung sei ein Sonnenschutz vor der Südfassade sowie des Garagentores. Der Baukörper werde auch geringfügig kleiner, der Keller vergrößert und eine Kelleraußentreppe errichtet. Zusätzlich werde der Hauswirtschaftsraum verlagert und ein Lichtgraben geschaffen.

Gegen diese Änderungen sowie den Sonnenschutz bestünden keine Einwände, so Fischer weiter. Allerdings könne die Veränderung des Garagentores nicht befürwortet werden. Die gemeindliche Stellplatzsatzung sehe zwischen Garage und öffentlicher Verkehrsfläche einen Stauraum von fünf Metern vor. Auch Günter Stampfl (Mehr Demokratie für Prien) betonte, dass dieser Stauraum unbedingt einzuhalten sei.

Einstimmig hat das Gremium die Änderung des Garagentores beziehungsweise der Zufahrt zurückgewiesen. Der Bauausschuss jedoch grünes Licht für den Sonnenschutz, die Veränderung der Kubatur, des Lichtgrabens und auch der Kelleraußentreppe.

hä/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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