Beeindruckt vom Bad Endorfer Modell

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Staatssekretär Dr. Ole Schröder auf dem Toraxtrainer beim Doppelstockeinsatz mit Sportschulleiter Wolfgang Sommerer und Barbara Niedernhuber, ehemalige Weltklasse- Rennrodlerin und jetzige Lehrgruppenleiterin.

Bad Endorf - Die Bundespolizeischule erhielt Besuch aus dem Innenministerium. Dabei stand vor allem das spezielle Modell der Sportförderung auf dem Tagesprogramm.

Der Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern, Dr. Ole Schröder, stattete mit einer kleinen Delegation vor Kurzem der Bundespolizeisportschule einen Informationsbesuch ab. Bei seiner mehrstündigen Stippvisite erhielt er nicht nur einen eindrucksvollen Einblick in das duale System der Spitzensportförderung der Bundespolizei, sondern auch in den Fachbereich Polizeitraining.

Bei dem Besuch vermittelten der Leiter der Bundespolizeisportschule, Polizeioberrat Wolfgang Sommerer, und sein Stellvertreter, Erster Hauptkommissar Alfons Hopf, dem Staatssekretär, der in Begleitung des neuen Vize-Präsidenten der Bundespolizei, Dr. Franz Palm, des Präsidenten der Bundespolizeiakademie Bernd Brämer, dem Polizeidirektor Andre Hesse sowie dem Oberamtsrat Thomas Biermann und dem Polizeihauptkommissar Jan König nach Bad Endorf gereist war, umfassende Einblicke in das so genannte "Bad Endorfer Modell".

Die Bundespolizeisportschule bietet jungen und hochtalentierten Sportlern im Rahmen einer "dualen Karriere" die Chance, Beruf und Spitzensport in abgestimmter Koexistenz zu vereinen. Dabei werden die Zeiträume der polizeifachlichen Ausbildung mit dem erforderlichen sportlichen Training und der Wettkampfsaison abgestimmt.

Schröder verschaffte sich aus erster Hand einen persönlichen und umfassenden Eindruck darüber, wie die insgesamt 85 Spitzensportler in zwölf olympischen Wintersportarten in Bad Endorf nicht nur gute Bedingungen für das spotartenspezifische Grundlagen-, Kraft- und Ausdauertraining vorfinden, sondern auch während der Ausbildungsperiode dazu parallel eine vollwertige Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst erhalten.

Für Letztere wurde auf dem Gelände der Bundespolizeisportschule in den vergangenen Monaten eigens ein spezielles Polizeitrainingsareal für das Situationstraining im "Bahnpolizeilichen Aufgabenbereich" geschaffen.

Nach einer intensiven Gesprächsrunde mit der Leitung und Trainern der Sportschule folgte ein Rundgang durch die Dienststelle. Dabei konnten die Gäste unter anderem die hohe Komplexität der Sportart Skeleton bei einem spezifischen Training von Bundespolizei-Trainerin Astrid Müller mit Michi Halilovic (Team-Weltmeister 2011) hautnah erleben.

Im Krafttrainingscenter testete der Staatssekretär unter Anleitung der ehemaligen Weltklasse-Rennrodlerin und jetzigen Polizeioberkommissarin Barbara Niedernhuber dann spontan den Toraxtrainer, und bewies dabei großes koordinatives Talent. Beeindruckt zeigte sich der Ministeriumsvertreter auch von dem Polizeitrainingscenter (PTR) der Bundespolizeisportschule. Nach einem detaillierten Sachvortrag von Polizeihauptmeister Kristian Gröger überzeugten sich die Gäste im Rahmen einer kleinen Vorführung von der Bandbreite der individuellen Trainingsgestaltung - unter anderem durch das technische Equipment.

Nach Aussage von Sommerer werden eben diese besonderen Rahmenbedingungen und die fachliche Kompetenz der drei Polizeitrainer der Bundespolizeisportschule regelmäßig vor allem von den Beweis- und Festnahmehundertschaften der Bundespolizei für ihre jährlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen genutzt.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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