Bergwacht Inzell zieht Resümee

Inzell - Die Bergwacht Inzell blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. Da sie bei der Aus- und Weiterbildung immer auf zack sind, bewältigten sie im letzten Jahr selbst schwierigste Rettungsaktionen.

Die Jahreshauptversammlung 2010 der Bergwachtbereitschaft Inzell fand wie alle Jahre im März im Forsthaus Adlgass statt. Bereitschaftsleiter Engelbert Mayer konnte eine Vielzahl der 34 aktiven und 10 inaktiven Bergwachtler begrüssen. Zusätzlich sind bei der BW Inzell noch vier Anwärter bzw. Anwärterinnen und 69 fördernde Mitglieder.

Im abgelaufenen Jahr 2009 wurden die Inzeller Bergwachtler zu zwölf Einsätzen und zwei Fehlalarmierungen gerufen. Die schwierigste Rettungsaktion war dabei gleich am Anfang des Jahres am 4. Januar mit einer abgestürzten Person am Plattlingsteig zu bewältigen. Zählt man die ganze Zeit, die ehrenamtlich für Rettungsdienst, Naturschutz, Bereitschaftsdienst, Aus- und Fortbildung sowie Betreuung bei Veranstaltungen aufgewendet wird zusammen, so kommt man auf die stattliche Anzahl von ca. 14.500 Stunden im Laufe eines Jahres.

Es fanden 19 Ausbildungsabende im Depot bzw. im Gelände statt. Besonders bei den Geländeterminen spielte das Wetter des öfteren einen Streich. Um die Weihnachtszeit wurde wieder für die Allgemeinheit ein kostenloser Lawinenkurs in Theorie und Praxis angeboten der wie bereits im letzten Jahr auf grösstes Interesse sties und im Bereich Adlgass bei besten, äusseren Bedingungen, praxisnah durchgeführt werden konnte.

Laut den Ausführungen von Engelbert Mayer entwickelt sich das neue Zentrum für Fort- und Ausbildung in Bad Tölz zu einer weltweit einmaligen und zukunftsträchtigen Einrichtung. Es ist jetzt einfach möglich die geplanten Ausbildungen vor allem am Hubschrauber witterungsunabhängig und zielgerichtet durchzuführen.

Ziel ist es, dass jeder aktive Bergwachtler/in einmal im Jahr zur Ausbildung in der Halle am Hubschrauber teilnimmt um für die Einsätze in der Praxis dann auch entsprechend vorbereitet zu sein.

Ein Problem dass sich bei Einsätzen aller Bereitschaften immer wieder zeigt ist die unzureichende Kommunikation per Funk im Alpengebiet. Dies ist in den nächsten Jahren auch mit dem geplanten Digitalfunk nicht zu verbessern. Die Landesleitung hat sich daher dazu entschlossen bayernweit ein Gleichwellennetz aufzubauen, so dass unsere bestehenen Funkgeräte auch weiterhin genutzt werden können.

Dies soll in den Jahren 2010 und 2011 umgesetzt werden. Zum Schluss ging der Dank des Bereitschaftleiters an alle Bergwachtler, Ausbilder, Förderer und Gönner ohne die diese ehrenamtlichen Leistungen nicht möglich wären.

Wir wünschen allen Bergsteigern ein erlebenisreiches aber unfallfreies Bergjahr.

Pressemeldung Bergwacht Inzell

Rubriklistenbild: © pa

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