Klartext von Christian Hügel

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Bürgermeisterkandidat Christian Hügel sprach bei seiner Abschlussveranstaltung nochmals Klartext.

Bernau - Auf seiner Abschlussveranstaltung sprach CSU-Bürgermeisterkandidat Christian Hügel nochmals Klartext. Er will sich nicht nur für einen Aufbruch in der Gemeinde stark machen.

Für einen Aufbruch in der Gemeinde hat CSU-Bürgermeisterkandidat Christian Hügel bei seiner Abschlussveranstaltung geworben. Unter dem Titel „Christian Hügel direkt“ hatte Marion Farhandi den Bürgermeisterkandidaten auf Herz und Nieren im Interview befragt. Und Christian Hügel sprach vor etwa 70 Zuhörern in der Bar „Monte Christo“ Klartext.

Kontrolliertes Wachstum

So forderte er, dass das „Wachstum der Gemeinde mit Augenmaß“ erfolgen müsse. „Bernau kann nicht so weiterwachsen wie in den vergangenen Jahrzehnten. Es wird keinen Ausverkauf geben.“ Das Wachstum müsse begrenzt und qualitativ hochwertig sein. Er sehe derzeit keine Möglichkeiten für die Ausweisung größerer Baugebiete.

Attraktiveres Zentrum

Gleichzeitig müsse das Zentrum der Gemeinde attraktiver gestaltet werden. „Der Rathausbau muss der Anfang der Entwicklung in der Chiemseestraße sein, nicht das Ende.“ Er wolle die Chiemseestraße  zum Herz, das historische Zentrum am Kirchplatz zur Seele der Gemeinde gemeinsam mit den Bürgern entwickeln.

Kritik übte Hügel an der neuen Kurzzeitparkregelung an der Chiemseestraße. „Wenn man eine Regelung als unsinnig erkennt, muss man sie auch wieder beseitigen können“, betonte Hügel.

Bei der Bebauung in Felden ist nach Hügels Ansicht „eine Grenze erreicht“. Es müsse sehr sorgsam mit dem Seeufer umgegangen werden. „Das Seeufer ist in erster Linie für die Bernauer da.“ In Felden sollten sich alle Einheimischen und Gäste wohlfühlen können. Die verschiedenen Nutzungen müssten aufeinander abgestimmt werden. Einen Campingplatz für Bernau sehe er noch nicht „ad acta“ gelegt. Allerdings müsse nach einem Platz gesucht werden, vor allem südlich der Autobahn.

Deutliche Worte fand Hügel auch zur Verwertung des Hitzelsbergs. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“ Der Gemeinderat habe zwar einen Interessenten ausgewählt, mit dem derzeit verhandelt werde. „Für mich persönlich ist entscheidend, was dann im Vertrag steht. Davon ist abhängig, ob man sich einig wird oder nicht.“ Er selbst sei von den zuletzt vorliegenden Konzepten „nicht vollends“ überzeugt gewesen. Es sei unglücklich, dass für die Bürger der Eindruck entstanden sei, die Gemeinde wolle etwas „unter der Decke halten. Das darf nicht passieren.“ Man habe den Fehler gemacht, die Bürger nicht früher bei bestimmten Punkten einzubinden. Hügel räumte aber auch mit dem Eindruck auf, dass nur die CSU solche wichtigen Entscheidungen treffe. „Die Abstimmung ging quer durch den Gemeinderat.“

Tourismus fördern

Der Tourismus sei für ihn ein „Top-Thema“. Dort müssten strukturelle Änderungen angepackt werden. Die Tourismus-Betriebe machten eine gute Arbeit und hätten zum Teil in der Vergangenheit massiv investiert. „Wir müssen sie als Gemeinde unterstützen, wo es nur geht.“ Eine wesentliche Rolle spiele für ihn auch die Kulturarbeit. Dort habe sich in den vergangenen Jahren dank Musikgruppen, Initiativen oder Kulturschaffenden „enormes entwickelt“, betonte der Kulturreferent. „Diesen Weg will ich weitergehen.“

Diskussion um Funkmasten

Für einen großen Funkmasten am Feuerwehrhaus sieht Hügel die Entscheidung noch nicht als gefallen an. Zwar empfehle ein neutraler Gutachter diesen Standort als langfristig am sinnvollsten und mit der geringsten Strahlenbelastung für die Gemeinde. Bezüglich der Optik kann sich der Bürgermeisterkandidat aber auch mehrere kleinere Masten vorstellen, wenn die betroffene Bevölkerung dies bevorzugen würde. „Es ist aber klar, dass diese Lösung Risiken hat, weil dann auch Masten im Wohngebiet stehen könnten.“ Veranstaltungen, wie die in der vergangenen Woche zum Funkmasten, müssten früher stattfinden. Generell tritt Hügel für eine intensivere Kommunikation mit den Bürgern ein.

Hügel forderte erneut eine „neue Kultur des Miteinanders“ im Gemeinderat („Für mich gibt es da keine Parteien, nur gute und schlechte Ideen“) und zwischen Verwaltung und Bürger. Für ihn bleibe „miteinand‘ für Bernau“ auch das Leitmotto in der Zukunft.

In der Diskussion wurden unter anderem die schnelle Internetversorgung der Gemeinde, die Stärkung des Tourismus oder der Lärmschutz an Autobahn und Bahn angesprochen.

Pressemitteilung CSU Bernau-Hittenkirchen

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