Mehrere Kubikmeter Gärreste ausgetreten

Betriebsunfall in Bernau - jetzt ist die Ursache bekannt

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Bernau - Am 27. Dezember kam es zu einem Betriebsunfall in einer Biogergärungsanlage in Bernau am Chiemsee. Mittlerweile ist bekannt, welcher Stoff ausgetreten ist und was die Ursache dafür war.

Am Freitag, den 27. Dezember, kam es in einer Biovergärungsanlage in Bernau am Chiemsee zu einem Betriebsunfall. Welche Stoffe dabei genau aus dem Leck ausgetreten sind, war damals nicht bekannt. Erst einige Stunden nach dem Auslaufen wurde der Vorfall bemerkt.


"Es sind Gärreste ausgetreten", sagt eine Sprecherin des Landratsamtes Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de. Als Gärrest wird der flüssige oder feste Rückstand bezeichnet, der bei der Vergärung von Biomasse in einer Biogasanlage zurückbleibt. Wegen seines hohen Gehalts an Nährstoffen wird er meist als landwirtschaftlicher Dünger verwendet.

In ein paar Senken ist davon noch etwas auf den betreffenden Feldern zu sehen, allerdings nur punktuell. Als Ursache stellte sich ein Betriebsunfall in der Biovergärungsanlage der Finsterwalder Umwelttechnik GmbH &Co KG heraus. "Ein Schlauchstück am Gehäuse hat sich gelöst. Dadurch traten die Gärreste aus", so die Sprecherin weiter. Durch den Austritt sind keine weiteren Schäden an den Feldern und der Umwelt aufgetreten. Einzig einige Feldern könnten überdüngt sein.


Das Wasserwirtschaftsamt gab bereits kurz nach dem Vorfall Entwarnung. Ein Wasserschutzgebiet war von dem Unfall nicht gefährdet gewesen. Denn während es in Richtung Frasdorf ein solches Gebiet gibt, liegt dieses stromaufwärts am Bach. Verunreinigtes Wasser könnte dieses also nicht erreichen. In Fließrichtung befindet sich bis zum Chiemsee kein Wasserschutzgebiet am Mailinger Bach mehr.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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