Appetitanregend ist das nicht!

Made in Lindt-Pralinen "Von Herzen"?

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Made in Lindt-Pralinen "Von Herzen"?
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Bernau am Chiemsee - chiemgau24.de Userin Laura B. hat eine Made in einer Pralinenschachtel von Lindt gefunden. Wir haben recherchiert und bei Lindt nachgefragt.

Es ist nicht appetitlich, wovon die chiemgau24.de Userin Laura B. der Redaktion berichtete: Eine Made in einer Pralinenschachtel! Im „Lindt Outlet“ in Bernau am Chiemsee habe sie die Schachtel gekauft. „Von Herzen“ heißt dieses Produkt der bekannten Marke der „Schweizer Maitre Chocolatier“. Es ist eine kleine Alubox. Darin: Pralinen, selbstverständlich noch einmal „verschweißt“. „Die erste war lecker“, erzählt ein Freund von Laura im Gespräch mit chiemgau24.de. Die nächste habe schon komisch ausgesehen. Er habe sie angehoben und zu seinem Entsetzen eine Made darunter entdecken müssen. „Sie lebte“. chiemgau24.de hat recherchiert und bei Lindt nachgefragt.

Besondere Aufmerksamkeit

Das Problem mit Maden in Pralinen scheint kein neues zu sein, so die Recherche-Ergebnisse von chiemgau24.de. Google zeigt mit wenigen Keywords wie „Made“ und „Praline“ mehrere Treffer. Sogar Videos auf youtube sind dabei:

Der Wahrheitsgehalt solcher "Google - Treffer" bleibt im Einzelfall zu überprüfen.

Ein Treffer hat besondere Aufmerksamkeit der Redaktion erregt. Es betrifft die Seite de.reclabox.com. Mal was falsch gelaufen, ungerecht behandelt gefühlt oder wie hier Maden in Schocki? Bei de.reclabox.com machen Konsumenten ihrem Ärger Luft. Hier hat sich – wie die Recherchen ergaben – tatsächlich der Kundenservice von Lindt auf einen vergleichbaren Fall von Maden in „Von Herzen“ geäußert, die Umstände erklärt, wie eine Made in die Praline kommen kann und sich beim Endverbraucher entschuldigt. Ein Auszug:

Verursacher für einen Schädlingsbefall ist die Dörrobstmotte, die durch das Aroma verschiedener Zutaten wie Haselnüsse oder Mandeln angelockt wird. Dieses Phänomen kommt glücklicherweise selten vor, ist jedoch nicht hundertprozentig zu vermeiden“, schreibt Lindt auf de.reclabox.com dem Endverbraucher.

Sie können sicher sein, dass wir alles tun, damit die Ware einwandfrei zu Ihnen nach Hause gelangt. Strenge Wareneingangskontrollen sowie die überwachte Weiterverarbeitung der Rohstoffe gewährleisten dies“ und weiter „Auch unsere Geschäftspartner im Handel sind über entsprechende Abwehrmaßnahmen gegen Schädlinge unterrichtet. Doch leider ist ein Befall außerhalb unseres Einflussbereiches nie gänzlich auszuschließen“.

Mikroskopisch kleine Löcher und Öffnungen würden es den Schädlingen ermöglichen, nachträglich einzudringen. „Sogar die Folienverschweißung unserer Pralinés-Packungen, die augenscheinlich völlig dicht ist, hat technisch bedingt kleine Löcher, durch die Insekten den Weg in das Innere der Verpackung finden können.

Lindt verspricht weiter eine Entschädigung: „Deshalb greift in solch einem Fall unsere Lindt-Qualitätsgarantie – Wir haben Ihnen die beanstandete Ware ersetzt und darüber hinaus eine weitere Entschädigung in „Schokoladenform“ zukommen lassen.“

Besonderes Bedauern

Zum Fall „Von Herzen“ aus dem „Lindt Outlet Bernau“ schreibt die Pressestelle von Lindt und Sprüngli in der Schweiz auf Anfrage von chiemgau24.de: „Den erwähnten Vorfall bedauern wir sehr. Aktuell gibt es aber keine Hinweise darauf, dass der Vorfall in unserem Betrieb oder innerhalb der Lieferkette von Lindt eingetreten ist, respektive verursacht wurde.“ Lindt verweist auf die fehlende Kontrollmöglichkeit der Lagerhaltung. „Sobald unsere Produkte in den Handel gelangen, hat Lindt & Sprüngli keine weitere Kontrolle über die Bedingungen, die Länge und die Qualität der Lagerung.“ Die eigenen Shops würden selbstverständlich strikten Kontrollen unterliegen. „Hier möchten wir darauf hinweisen, dass uns betreffend das genannte Produkt bis anhin kein analoger Fall vorliegt.

Werden Süßwaren und Schokoladenprodukte nicht unter korrekten Bedingungen gelagert, heißt es von Lindt, würden Insekten ihren Weg in das Innere der Verpackung finden, „auch durch technisch bedingte mikroskopisch kleine Löcher, wenn das Produkt versiegelt und augenscheinlich völlig dicht ist.

„(Wir möchten nochmals) darauf hinweisen, dass wir unsere Verantwortung betreffend Qualität und Lebensmittelsicherheit sehr ernst nehmen. Wir hoffen deshalb, dass uns die Konsumentin direkt kontaktiert, um uns konkrete weitere Informationen zu geben. Diese benötigen wir, um gezielte Untersuchungen vornehmen zu können und um zu prüfen, wo was allenfalls vorgefallen ist“. Mit der bisherigen Beschreibung sei es nicht möglich, diesen Fall zu rekonstruieren.

Dringende Bitte

Lindt bittet alle Konsumenten im Fall der Fälle, direkt mit dem Kundenservice Kontakt aufzunehmen. Üblich sei wie im Fall vom Januar 2016: „Der Konsumentendienst von Lindt & Sprüngli nimmt jeweils mit den Konsumenten persönlich und direkt Kontakt auf“. Dies sei auch im Fall vom Januar 2016 auf reclabox.com so gewesen. „Da der Kunde nach dem Abschluss des Falls erneut auf der Plattform die Anfrage veröffentlichte, haben wir uns entschieden, unsere Antwort ebenfalls zu platzieren, obwohl wir normalerweise nicht auf derlei Online-Plattformen aktiv sind.

"Was können Menschen tun, denen ggf. Ähnliches passiert?"

"Wir bitten betroffene Konsumenten, umgehend den jeweiligen Konsumentendienst zu kontaktieren. Dieser ist über unsere Website www.lindt-spruengli.com/support/contact/ bestens zu erreichen. Bei jedem Fall, stellen wir Nachforschungen an und überprüfen die Qualität des Produkts. Dafür benötigen wir bestimmte Informationen des Produkts, wie beispielsweise, 

  • das Mindest-Haltbarkeitsdatum, 
  • den sogenannten L-Code, 
  • Angaben zum Geschäft, in dem das Produkt gekauft wurde und 
  • das betreffende Produkt selber sowie in diesem Beispiel den gefunden Schädling.

Nur mit diesen Informationen ist es möglich, umfassend zu untersuchen, um was es sich beim Vorfall handelt und wo allenfalls die Ursache liegt. Unser Konsumentendienst meldet sich mit den Resultaten der Untersuchung entsprechend zeitnah wieder direkt beim Konsumenten."

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