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Zwei Personen tot in Haus bei Bernau aufgefunden

Nach Tragödie in Bernau: Was macht Kohlenmonoxid so gefährlich?

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In einem Ortsteil bei Bernau kam es am Samstagmorgen zu einem großen Rettungsdiensteinsatz: Zwei Personen sind möglicherweise durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ums Leben gekommen.
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Bernau am Chiemsee - Eine schlimme Tragödie ereignete sich am 4. Mai im Bernauer Ortsteil Weisham. Angehörige hatten zwei Personen tot in ihrem Haus aufgefunden. Es wird vermutet, dass sie an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung starben.

Am Samstagmorgen wurden in einem Haus bei Bernau zwei Personen tot aufgefunden. Sie starben möglicherweise an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Vermutet wird, dass ein technischer Defekt an der Ölheizung des Hauses oder der Wohnung der Auslöser gewesen sein könnte. Es hatten hierzu vor kurzem auch erst Arbeiten am Haus stattgefunden, so Pressesprecherin Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. "Die Ermittlungen stehen allerdings noch ganz am Anfang. Ein Suizid kann aber ausgeschlossen werden", so die Polizeisprecherin. Immer wieder hört man von Fällen in denen Personen durch eine Kohlenmonoixid-Vergiftung verletzt werden oder sogar sterben.

Was macht Kohlenmonoxid so gefährlich?

Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenmonoxid (CO) besteht aus den chemischen Elementen Kohlenstoff und Sauerstoff. Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das sogar durch Betondecken und Wände dringt. Kohlenmonoxid entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Materialien wie Öl, Gas, Holz, Pellets oder Grillkohle bei hoher Temperatur verbrannt werden und gleichzeitig die Sauerstoffzufuhr nur gering ist.

Das Gas ist deshalb so hochgiftig, weil es das Hämoglobin im Blut bindet und den Transport von Sauerstoff unmöglich macht. Beim Hämoglobin handelt es sich um Eiweiße (Proteine), die in den roten Blutkörperchen Sauerstoff binden und ihnen ihre rote Farbe verleihen.

Einatmen von CO kann in kurzer Zeit zum Tod führen

Die Kohlenmonoxid-Vergiftung ist eine Vergiftung, die durch das Einatmen von Kohlenmonoxid entsteht und ist eine relativ häufige Form der Rauchgasvergiftung die bereits bei sehr geringen Kohlenmonoxid-Konzentrationen in der Atemluft zu schwerwiegenden Vergiftungssymptomen und innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen kann.

Was sind die Symptome?

Je nachdem wieviel Kohlenmonoxid über einen gewissen Zeitraum hinweg eingeatmet wurde können unterschiedlichste Symptome von Kopfschmerzen über Schwindel oder grippeähnliche Beschwerden auftreten. Werden höhere Mengen Kohlenmonoxid eingeatmet wirken diese wesentlich auf das Zentralnervensystem und das Herz ein, führen zu Bewusstlosigkeit und letztlich zum Erstickungstod.

Viele der Opfer, die die Vergiftung überleben, haben zeitlebens unter bleibenden Schäden am Herzen und Nervensystem wie zum Beispiel Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Psychosen, Bewegungsstörungen, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen zu leiden.

Maßnahmen bei Verdacht auf CO-Vergiftung

Sollten Symptome auftreten die auf eine Kohlenmonoxid Vergiftung schließen lassen, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Sorgen Sie umgehend für frische Luft durch Öffnen von Fenster und Türen
  • Schalten Sie Geräte in denen Verbrennungsprozesse ablaufen ab (z.B. Heizung, Therme)
  • erlassen Sie schnellstmöglich die Wohnung und alarmieren Sie den Rettungsdienst
  • Bringen Sie bewusstlose Personen die noch atmen in die stabile Seitenlage
  • Bei Herzkreislaufstillstand muss umgehend eine Reanimation eingeleitet werden

Welche Geräte sind potenzielle Gefahrenquellen?

  • Gasthermen, Durchlauferhitzer oder andere mit Gas betriebene Geräte.
  • Heizungsanlagen die fossile Brennstoffe wie Öl, Holz, Gas verbrennen.
  • Schornsteine und sonstige Ab- und Zuluftwege.

Es ist wichtig, dass alle Geräte im Haus, in denen Verbrennungsprozesse stattfinden, sowie die Abluftkanäle, Schornsteine und Kamine regelmäßig

von Fachleuten wie Schornsteinfegern oder Ofen- und Luftheizungsbauern überprüft werden.

Experten raten: Niemals Autos mit laufendem Motor in eine Garage stellen, auch wenn das Garagentor geöffnet ist. Niemals gasbetriebene Backröhren zum Heizen zweckentfremden. Niemals Holzkohle-Grills innerhalb von Gebäuden benutzen. Niemals mit Benzin betriebene Geräte in Innenräumen verwenden.

Bilder vom Einsatz in Weisham

Feuerwehreinsatz an Wohnhaus in Weisham bei Bernau

Quelle: rosenheim24.de

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