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Nach zwei Jahren Pandemie

Endlich wieder Senioren-Treffen: Warum die Sorgen von Bernaus Älteren trotzdem steigen

Auch Spielenachmittage gehören zum Programm für Bernauer Senioren. Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Franz Praßerger junior (rechts) verfolgt das Kartenspiel des Trios aus (von links) Irmi Obermaier, Hilde Wiesbeck und , Franz Praßberger senior.
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Auch Spielenachmittage gehören zum Programm für Bernauer Senioren. Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Franz Praßerger junior (rechts) verfolgt das Kartenspiel des Trios aus (von links) Irmi Obermaier, Hilde Wiesbeck und , Franz Praßberger senior.

Inzwischen läuft es wieder: das Programm für Senioren in Bernau. Nachdem die Coronapandemie für eine ungewollte Durststrecke gesorgt hatte, können viele Veranstaltungen für Bernaus ältere Semester inzwischen wieder stattfinden. Doch es gibt auch Ärgernisse und Sorgen.

Bernau –Franz Praßberger junior, Seniorenbeauftragter und Dritter Bürgermeister der Gemeinde Bernau, zeigt sich zufrieden, dass viele Aktivitäten für ältere Bewohner der Gemeinde wieder möglich sind. Zunehmend stießen die Senioren wieder zu den einzelnen Angeboten der Gemeinde.

„Die Leute waren wegen Corona in den vergangenen zwei Jahren verunsichert, da war die Vorsicht größer als die Entscheidung teilzunehmen“, sagt er. Praßberger erinnert sich an verkleidete Senioren, die – noch vor der Pandemie – statt einer zünftigen Wanderung einen Faschingsumzug durch den Ort abhielten. Der Seniorenbeauftragte gibt sich zuversichtlich: Wandern an der frischen Luft gehe halt das ganze Jahr über.

Warmbadetag fällt weg

Die Nachmittage im katholischen Pfarrheim, bei dem junge Musikanten zum Mitsingen einladen oder Vorträge zu hören sind, sollen im Oktober wieder starten. Ebenso die Spielenachmittage im Café Rothenwallner am Bahnhof. Wobei: Wegen Personalmangels habe das Lokal derzeit nur vormittags geöffnet. Hier hofft Praßberger auf eine einvernehmliche Lösung. Genauso wie beim Warmbadetag im „BernaMare“: „Da sollten wir noch mal reden.“ Denn das Seniorenschwimmen habe sich bis zur sommerbedingten Schließung großer Beliebtheit erfreut.

Aufgrund der hohen Energiekosten soll nun allerdings der Warmbadetag entfallen.. Einerseits natürlich verständlich, dass die Gemeinde hier Kosten einsparen will: „Sparen müssen wir alle“, findet Praßbeger. Andererseits, und da wird der Politiker zum reinen Seniorenbeauftragten, hätten besonders der älteren Generation die Bewegung und die soziale Komponente gutgetan.

Probleme mit dem Fahrkartenautomat

Bernaus Dritter Bürgermeister zeigt sich im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen aber auch besorgt um das Wohl der älteren Generation in Bernau. In Gesprächen und bei Begegnungen bekomme er die Probleme und Sorgen der Senioren mit. Sei es der Fahrkartenautomat am Bahnhof, dessen Bedienung ältere Semester oftmals vor Probleme stelle: „Die Deutsche Bahn könnte da serviceorientierter werden.“ Oder seien es die Rosi-Haltestellen. „Alle finden die Rosi gut“, sagt Praßberger.

Problematisch findet er hingegen, dass die Ruftaxis oftmals nur mit einer App bestellt werden könnten, obgleich nicht alle Senioren technikaffin seien. Und wenn zur Bestellung eine Telefonnummer angegeben sei, dann nur in sehr kleiner Schriftgröße. Da müsse noch einmal nachgebessert werden, fasst der Seniorenbeauftragte die Aussagen seiner Klientel zusammen.

Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum

Auch der Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum werde oftmals an ihn herangetragen. Oder die Sorgen über die Kosten für Strom und Heizen. Jedoch: „Uns sind die Hände gebunden“, sagt Praßberger. Er stehe im Austausch mit dem Seniorenbeauftragten des Landkreises Rosenheim, berichtet er.

Während einer Klausur im Oktober wollen er und seine Kollegen aus dem Landkreis diese und weitere Probleme besprechen. Mit dem Behindertenbeauftragten der Gemeinde halte er engen Kontakt. Barrierefreiheit gehe schließlich alle an, betont der Seniorenbeauftragte.

Ausflug auf die Fraueninsel

Derzeit dreht sich alles um den kommenden Seniorenausflug auf die Fraueninsel am Montag, 19. September. Eingeladen sind alle Bernauer Senioren ab 60 Jahren nebst einer Begleitperson. „Da helfen wir alle zusammen.“ Das Schiff sei gebucht, die Gemeinde spendiere die Schifffahrt und gebe fünf Euro Verzehrgeld mit.

Der Parkplatz sei für alle Teilnehmer kostenlos und eigene Busse pendeln zwischen Ort und Schiffsanleger. „Die Leute sind unendlich dankbar“, berichtet Praßberger. Selbst zu Coronazeiten habe der Seniorenausflug stattfinden können. „In einem Jahr hatten wir 350 Gäste.“ Ob heuer diese Marke erneut geknackt werden, kann er bei aller Organisation im Vorfeld nicht voraussagen. Denn das Wetter kann der Seniorenbeauftragte freilich nicht beeinflussen.

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