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Details zu Klausurtagung

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber: Das plant Bernau am Chiemsee

Das ist eines der Projekte im Plan, die bereits laufen: der Geh- und Radweg an der Priener Straße.
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Das ist eines der Projekte im Plan, die bereits laufen: der Geh- und Radweg an der Priener Straße.

Bernau – Die Fülle an Aufgaben für die Gemeinde Bernau ist groß. In seiner Klausurtagung beschäftigte sich der Gemeinderat nun mit einem Zeitplan. Die OVB Heimatzeitungen unterhielten sich mit Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU). Das sind die Details der Planungen.

Warum war es notwendig geworden, in Bernau eine Zeitschiene für Projekte aufzustellen?

Irene Biebl-Daiber: In Bernau stehen so viele Projekte an, dass wir uns überlegen mussten, wie wir das für die kommenden Jahre fünf bis sechs Jahre eintakten. Das Bauamt und eigentlich die gesamte Verwaltung schaffen nicht so Vieles gleichzeitig. Auch finanziell können wir nicht alles gleichzeitig stemmen.

Wie schwierig war es auf der Klausurtagung zu einem Konsens zu kommen?

Biebl-Daiber: Ich war erstaunt, wie gut die Projektliste angenommen worden ist. Wobei sie sich aus seiner gewissen Notwendigkeit ergeben hat. Im Jahr 2026 zum Beispiel besteht ein gesetzlicher Anspruch auf eine Ganztagesbetreuung in der Schule. Bis dahin sollte die Baumaßnahme relativ beendet sein.

Gibt es einen Zeitrahmen speziell zum Um- beziehungsweise Anbau der Bernauer Schule?

Biebl-Daiber: Wir haben eine relativ lange Planungsphase von zwei Jahren eingearbeitet, ich denke, das ist realistisch. Momentan bin ich dabei, einen Arbeitskreis zusammenzustellen, dem unter anderem auch Gemeinderäte und Elternvertreter angehören werden. Gerade bei der Mittagsbetreuung müssen wir uns überlegen, wohin die Reise geht. Eine Betreuung ist auch in den Ferien dringend notwendig. Da stellt sich die Frage, ob es eine Möglichkeit wäre, aus der Mittagsbetreuung einen Hort zu machen, oder, ob wir diesen Bedarf anders abdecken können. Wir müssen Entscheidungen treffen, bevor wir über ein Raumkonzept reden und darüber, wie groß der Anbau sein muss. Die Schule hat bereits eine Raumbedarfsplanung vorgelegt. Sind die offenen Fragen geklärt, können wir auf ein Planungsbüro zugehen und uns um Förderungen kümmern. Momentan sind die Kosten noch schlecht einzuschätzen, sie werden sich zwischen fünf und zehn Millionen Euro bewegen.

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Wie ist der bauliche Zustand der Schule?

Biebl-Daiber: Die Schule ist nicht barrierefrei, das ist ein großer Knackpunkt. Beim Direktoratstrakt kommt es darauf an, ob es die Statik zulässt, dass er aufgestockt werden kann, dann bräuchte man vielleicht keinen Anbau. Von der Bausubstanz ist er völlig in Ordnung, die Wände sind sehr hellhörig, das ist nicht mehr zeitgemäß. Für einen Anbau kann man zig Möglichkeiten durchspielen. Man könnte zum Beispiel die Laufbahn verlegen und in diesem Bereich einen Anbau und einen Aufzug planen. Auch den Brandschutz darf man nicht außer Acht lassen. Bei den technischen Geschichten wird es schwierig. Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Kabel ergänzt, manche Schächte sind schon voll. Auch haben sich die Lernmethoden geändert, dadurch braucht man mehr Platz. Der Haupttrakt ist in einem gutem Zustand, die Verteilung von den Klassenzimmern werden wir wahrscheinlich nicht anrühren müssen. Wir schauen wo wir noch um ein, zwei Zimmer ergänzen können. Ich weiß auch noch nicht, ob wir eine Mensa brauchen und ein Krankenzimmer gibt es an der Schule auch noch nicht.

Wie sieht es aus mit einer Lüftungsanlage, in Zeiten von Corona das große Thema?

Biebl-Daiber: Wir haben vor zehn Jahren beim Klimapakt eine Lüftungsanlage eingebaut, wir mussten nur für einzelne Räume Luftreinigungsgeräte kaufen.

Was sind noch herausragende Projekte in der Zeitschiene?

Biebl-Daiber: Manche Dinge sind schon beschlossen und im Gange, zum Beispiel die Sanierung der Quelle in Reit, der Radweg Priener Straße oder die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, auch der Parkplatz Felden kommt ins Rollen. Im kommenden Jahr konnten wir keine weiteren Projekte mehr unterbringen. Ein großes Thema ist auch die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum. Hier müssen wir noch beraten, mit welchem Grundstück wir beginnen und ob wir mit einer Wohnbaugesellschaft zusammenarbeiten wollen. Dem Gemeinderat und mir ist wichtig, dass wir kein Grundstück verkaufen wollen, sondern über Erbpacht zur Verfügung stellen.

Gibt es Projekte, bei denen Sie bedauern, dass sie nicht untergebracht werden konnten in dieser Zeitschiene?

Biebl-Daiber: Ja. Die Sanierung der Tourist-Info zum Beispiel bekommen wir hin und wir werden auch den Rest des Haus des Gastes anpacken. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir das in einem Rutsch fertig stellen können. Da müssen wir uns noch viele Gedanken machen. Ein Problem sind auch die Straßen. Die Straßensanierung in Eichet müssen wir angehen, aber das sind nicht die einzigen Straßen in schlechtem Zustand. Aber die Verwaltung ist einfach an der Kapazitätsgrenze. Bei der Chiemseestraße werden ich auf jeden Fall schon Gespräche suchen mit dem Landkreis, dem sie mit gehört.

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