Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Anja Abel im Interview

„Dieser Sommer war besonders“: Leiterin der Bernauer Tourist-Info zieht Fazit zur Sommersaison

Bernau lockte Urlauber heuer erfolgreich mit Veranstaltungen wie Open-Air-Kino, Dorffest oder Streetfoodfestival an. Veranstalter und Vermieter verzeichnen wieder so viele Übernachtungen wie in 2019. Tourist-Info Bernau
+
Bernau lockte Urlauber heuer erfolgreich mit Veranstaltungen wie Open-Air-Kino, Dorffest oder Streetfoodfestival an. Veranstalter und Vermieter verzeichnen wieder so viele Übernachtungen wie in 2019. Tourist-Info Bernau

Wie die Gemeinde Bernau und ihre Beherbungsbetriebe heuer bei Gästen punkten konnten, schildert Anja Abel, Leiterin der Tourist-Info Bernau im Interview. Außerdem: Was der Gast von heute wünscht und warum erste Betriebe jetzt die Preise erhöhen.

Bernau – Anja Abel leitet seit einem Jahr die Tourist-Info der Gemeinde Bernau. Worauf die Gäste heuer besonders geachtet haben und was den Sommer 2022 zu einem besonderen macht, schildert sie im Interview mit der Chiemgau-Zeitung.

Frau Abel, die bayerischen Beherbungsbetriebe verzeichneten im Juli wieder so viele Gästeübernachungen wie 2019. Gilt das auch für Bernau?

Anja Abel: Ja. Die Buchungen der Sommersaison 2022 halten sich quasi die Waage mit den Übernachtungen im Pre-Coronajahr 2019. Das ist umso erfreulicher, da die bayerischen Urlaubsdestinationen nach zwei Jahren eingeschränkter Reisemöglichkeiten nun ja wieder mit Zielen in der ganzen Welt konkurrieren.

Wie ist aus Ihrer Sicht die vorläufige Bilanz dieses Sommers für den Bernauer Tourismus?

Abel: Wir ziehen eine durchwegs positive Bilanz für den touristischen Sommer – es waren nicht nur die Auslastungen in den Hotels, Ferienwohnungen und Pensionszimmern gut, sondern auch die Veranstaltungen und Freizeitmöglichkeiten vor Ort haben diesen Sommer zu einem ganz besonderen gemacht. Endlich konnten die Aufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungshighlights wie das Open-Air-Kino, das Dorffest oder das Streetfoodfestival wieder bedenkenlos stattfinden. So waren die Gäste auch wieder viel mehr in das Ortsgeschehen und in die Traditionen eingebunden und haben die Vielfalt von Kultur und Brauchtum genießen können.

In welcher Art von Unterkunft nächtigen Urlauber in Bernau am liebsten?

Abel: Bernau bietet von Hotelzimmern, kleinen Pensionen über Ferienwohnungen und Urlaub auf dem Bauernhof bis hin zu Wohnmobilstellplätzen ein breites Angebot für die unterschiedlichsten Gästebedürfnisse.

Anja Abel leitet die Tourist Info Bernau seit einem Jahr.

Wie lange bleibt der Gast? Bleibt er kürzer als früher?

Abel: Die Aufenthaltsdauer der Gäste variiert stark je nach der Beherbergungskategorie und nach Art des Urlaubs – so sind unsere Gäste auf dem Wohnmobilstellplatz in der Hauptsaison oftmals nur für eine Übernachtung hier, um einen schönen Stopp auf dem Weg in den Süden einzulegen. Andere Camper genießen Kampenwand und Chiemseestrand in der Vorsaion und bleiben eine Woche auf dem Stellplatz. Auch in den Ferienwohnungen bleiben manche nur ein Wochenende, andere zwei Wochen. Endgültige Bilanz zur Saison 2022 ziehen wir im November, da wir auch noch im Herbst mit Wandergästen rechnen.

Welche Trends merken Beherbergungsbetriebe?

Abel: Unsere Gastgeber berichten uns, dass die Gäste nach der coronabedingten Pause noch verstärkter auf Regionalität und Nachhaltigkeit achten. Viele fragen, woher das Frühstücksei oder der Schinken kommen. Viele Gastgeber bemühen sich schon seit Jahren, ihr Angebot so regional und nachhaltig wie möglich zu gestalten und so trifft es sich gut, dass unser Dachverband Chiemsee Alpenland (CAT) 2021 eine Nachhaltigkeitsinitiative ausgerufen hat. Viele unserer Vermieter haben daran erfolgreich teilgenommen und wurden mit dem Zertifikat „natürlich bewusst“ ausgezeichnet. Dass das ÖPNV-Angebot ausgebaut wurde, kommt dem Nachhaltigkeits-Wunsch ebenso zugute. Auch in der Gästekommunikation achten wir auf Nachhaltigkeit und Regionalität. So werden all unsere Printprodukte sukzessive auf Naturpapier umgestellt und neue Giveaways und Souvenirs regional produziert. Wir achten auf plastikfreie und qualitativ hochwertige Produkte. Das neue Brotzeitbrett etwa wird aus heimischen Hölzern in Bernau produziert.

Wie stark sind die Tourismusbetriebe von den steigenden Energiepreisen betroffen?

Abel: Einige unserer Gastgeber haben bereits in den letzten Wochen die Preise angepasst, um die steigenden Kosten und Energieaufwendungen abzufedern. Vereinzelt haben uns aber auch schon Ferienwohnungsbesitzer signalisiert, dass sie überlegen, die Wohnungen im Winter nicht anzubieten.

Geben Urlauber beim Essen weniger Geld aus?

Abel: Davon ist uns noch nicht berichtet worden, aber endgültig werden wir es erst sehen, wenn die Saison vorüber ist.

Kommentare