Der Ball kann fliegen!

Goldener Ball zur Eröffnung des Golfplatzes

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10.000 Euro für die Deutsche Kinderrheuma Stiftung erhielten Christian Neureuther (1.v.l.) und Rosi Mittermeier (2.v.l) von Ursula Schelle-Müller und Dieter Müller (r.)

Grassau - Der neue 18-Loch-Golfplatz in Graussau wurde nun offiziell eröffnet. „Unser Golfplatz ist eine besondere Perle", so Bürgermeister Rudi Jantke.

Mit einem kräftigen Abschlag eröffnete nun offiziell Vorstandsvorsitzender der Motel One Gruppe und Chef des Golf Ressort Achental, Dieter Müller den 18-Loch Golfplatz in Grassau. Als prominente Gäste konnten Rosi Mittermeier und Christian Neureuther, die als Botschafter der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung kamen, begrüßt werden.

Auch wenn viele Golfer die Vorzüge des idyllisch gelegenen, abwechslungsreichen Golfplatzes bereits seit einem Jahr zu schätzen wissen, wurde mit der Eröffnung gewartet, bis die Flächen schön aufgewachsen sind. Für die Eröffnung wurde der Platz am Seehaus mit Blick auf das Wasserbiotop, auf Magerwiesen und Blumenmeer, Schilf und Libellen gewählt.

Dieter Müller bezeichnete den Golfplatz als gut gelungen und in die natürliche Landschaft integriert. Er erinnerte, dass die Idee eines Golfplatzes zur richtigen Zeit kam, da auch die Modernisierung des damaligen Sporthotels anstand. Horst Schaffer, Vorstandsmitglied der Motel One AG habe sich dem Thema angenommen.

In den letzten Jahren gelang es gemeinsam mit der Gemeinde und vor allem mit Altbürgermeister Konrad Strehhuber Verträge und Vereinbarungen mit den Landwirten zu treffen. Natürlich habe es auch Widerstände gegeben. Mit dem Ergebnis können aber alle zufrieden sein, meinte Müller.

Auch die ersten Zahlen, vorgelegt vom Hoteldirektor Gerhard Braun, stimmen positiv, so Müller. Er sprach von einer guten Investition für die Gemeinde und für das Hotel, das sich neu positionieren kann und unter neuem Namen interessierte Gäste lockt. Für die Gemeinde sei dies ein besonders erfreulicher Tag, bestätigte Bürgermeister Rudi Jantke, der die Golfanlage lobte. Auf einer mehr als 80 Hektar großen Fläche sei ein wunderbar in die Landschaft eingepasster Golfplatz entstanden.

Jantke betonte, dass viele Hürden überwunden werden mussten und bei Belangen des Naturschutzes und der Genehmigungsbehörden die Gemeinde geholfen habe. Ein weiterer günstiger Faktor sei gewesen, dass es Konrad Strehhuber mit seinem Verhandlungsgeschick und Ortskenntnissen geschafft habe, durch Grundstückstäusche die Fläche zusammenzutragen. Die aktive Landwirtschaft konnte erhalten werden.

Wichtig sei aber auch ein überzeugendes und plausibles Konzept gewesen, das Golfplatz-Architekt Thomas Himmel vorlegte, mit Biotopen, Magerwiesen und Blühflächen. „Wer nun noch behauptet, die Landschaft hat sich zum Nachteil verändert, der ist nicht von dieser Welt und dem kann nicht geholfen werden“, sagte Jantke. Die Gemeinde könne sich glücklich schätzen einen Unternehmer wie Dieter Müller zu haben, der auch Geld in die Hand nehme.

Als Gemeinde habe die Golfanlage im touristischem Sinne großen Wert und unter den Golfplätzen sei „unser Golfplatz eine besondere Perle“, so Jantke wörtlich. Jantke warnte, wenn er einmal Zeit zum Golfspielen haben werde, sollen sich alle warm anziehen. Die Gelegenheit hierzu sollte der Rathauschef bald bekommen, denn die "Erstausstattung" in Form eines T-Shirts und einer Kappe mit dem Logo des Hotels wurde ihm von Dieter Müller und dessen Frau Ursula Schelle-Müller überreicht.

Dass der Golfplatz auf Grund des Flora-Fauna Habitats und des Naturschutzgebietes nicht leicht zu realisieren war, hob Architekt Thomas Himmel hervor. Das Grundkonzept sah vor, aus den monotonen Wiesen etwas zu kreieren, das auch in die Landschaft passt. Der Platz sei nicht lang, habe aber durchaus seine Tücken. Das Hauptelement sei ein Konzept aus Wasser- und Feuchtflächen, gepaart mit Wiesenbereichen gewesen. Hier wurde, so Himmel, eine positive ökologische Bilanz geschaffen und dies sei man Natur und Gesellschaft schuldig.

Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrer Andreas Horn und Diakon Michael Sörgel. Die Segnung eines Golfplatzes sei nicht da, um Einfluss auf die Flugbahn des Balles zu nehmen. Auch brauche man keinen Segen für die Landschaft, denn es sei gesegnetes Land. Ein Segen sei aber gut für den Geist aller, die gemeinsam hier Sport treiben, so Pfarrer Horn.

Rosi Mittermeier, selbst begeisterte Golferin, gratulierte zur gelungen Golfanlage. Gemeinsam mit Christian Neureuther warb sie als Schirmherrin für die Deutsche Kinderrheuma-Stiftung. Die beiden Botschafter freuten sich über die großzügige Spende von 10.000 Euro für ihre Organisation. Eigentlich hätte Neureuther den Eröffnungsabschlag tätigen sollen. Diese Ehre wollte Neureuther aber dem Hotelchef Müller überlassen, der dann kräftig ausholte und unter dem Applaus der Gäste den goldenen Ball fliegen ließ.

tb

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