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Fußballsaison 2021

Sogar Mädchenteam gibt es: Nachfrage bei Bernauer Kickern nach Corona-Pause riesengroß

Lange genug hat´s gedauert, nun ist das Trainieren mit der ganzen Fußballmannschaft endlich wieder erlaubt. Die jungen und älteren Kicker des TSV Bernau freut das. Die Nachfrage ist nach der langen Abstinenz durch den Lockdown so groß, dass es jetzt sogar eine Mädchen- und eine Gemischtmannschaft gibt.

von Rosina Hötzelsperger

Bernau – Passend zum Zeitpunkt der Fußball-Europa-Meisterschaften können die heimischen Kicker wieder auf den Rasen. Auch für die Fußball-Abteilung des TSV Bernau ist das der langersehnte Neustart. Derzeit 14 Jugend-, zwei Herren-Mannschaften und eine Alte-Herren-Mannschaft gehören der 400 Mitglieder starken Abteilung an, die dem Gesamtverein TSV Bernau mit rund 1 300 Mitgliedern eingegliedert ist.

Beim ersten Training nach dem Lockdown traf sich Fußball-Abteilungsleiter Donat Steindlmüller mit der Chiemgau-Zeitung und erzählte, wie sich die Kicker und ihre Trainer nun wieder an den normalen Sportbetrieb gewöhnen. 25 bis 30 Trainer und Betreuer sowie einige freiwillige Helfer brauche es, um zwei Mal in der Woche Training anbieten zu können. Dazu kommen die Wochenend-Punktspiele.

Neue Mädchen- und Gemischt-Mannschaft

„Wir öffnen an Trainingstagen mehrere Kleinfelder“, erläutert Steindlmüller. Trainieren dürfen Kinder ab vier Jahren; die weiteren Staffelungen gehen dann von der G- bis zur A-Jugend. „Nachdem wir gut sieben Monate keinen normalen Trainings- und Spielbetrieb hatten, müssen wir jetzt erst einmal schauen, wer kommt und in welche Altersstufe er zugehört. Erfreulich ist, dass wir auch viele Mädel haben, so dass wir eine eigene Mädchen-Mannschaft und eine Gemischt-Mannschaft haben“, erzählt er nicht ohne Stolz. Einer der ehrenamtlichen Jugend-Trainer ist Christian Hügel von der D-Jugend. Am Spielfeldrand spricht er mit der Chiemgau-Zeitung.

Für ihn und alle Trainer war es nicht leicht, die Corona-Zeit zu überbrücken, zum Teil gab es nach dem Erwerb einer Online-Zoom-Lizenz die Gelegenheit für ein virtuelles Training. Aufmerksam hören sich die Jugendlichen an, was ihnen Hügel zum Neustart erzählt und dann geht es mit Feuereifer an den Ball.

Einer der Ersten, der mit dem Ball eine Slalom-Tour macht, ist der 11-jährige Hannes Hartl: „Freunde wieder zu sehen, das ist schön und mir wichtig. Mein EM-Tipp ist, dass wir in jedem Falle das Halbfinale erreichen“. Sein Mitspieler Jonathan Kalauka als weiterer Verteidiger freute sich ebenfalls, dass wieder Kontakttraining möglich ist und auch er erwartet, dass Deutschland bei der EM unter die ersten Vierplatzierten kommt.

Zwei Jubiläen und endlich ein Flutlicht

Für Abteilungsleiter Steindlmüller ist heuer ein besonderes Jahr: Der TSV Bernau wird 100 Jahre und die Fußball-Abteilung wird 75 Jahre alt. Die ursprünglich geplanten Festlichkeiten im Festzelt anlässlich des Laurenzimarktes im September sind leider abgesagt, aber trotzdem soll das Jubiläum gewürdigt werden, unter anderem mit einem Jubiläumsheft. „Das schönste Jubiläums-Geschenk aber wäre eine neue Flutlicht-Anlage.

Auf dem Trainingsplatz wollen wir auf LED umstellen und auch der zweite Fußballplatz soll ein Flutlicht bekommen, bei insgesamt 16 Mannschaften im Regelbetrieb würde das die Nutzung für Trainings- und Spielbetrieb enorm verbessern“, meint Steindlmüller, der ebenso wie alle anderen Vereinsfunktionäre, Trainer und Helfer im Ehrenamt sind und nur einmal im Jahr mit einer Grillfeier „bezahlt“ werden. Für die Errichtung der Flutlicht-Anlage bis zum Herbst erwartet der TSV Bernau auch Zuschüsse vom Landessportverband und von der Gemeinde.

Gute Erfahrungen bei der Verwirklichung größerer Projekte und Anschaffungen machten die TSVler und Fußballer in den letzten Jahren mit dem Bau des Vereinsheims mit Kindergarten sowie noch vor Corona mit dem Kauf eines Vereins- und Jugendbusses. Ein Extra-Lob für den Arbeitseinsatz hat Steindlmüller für Platzwart Alois Hirmer: Dieser einen Drei-Jahres-Versuch zur Platzpflege mit Bio-Dünger begonnen. „Schaut gut aus!, lobt der Abteilungsleiter mit erwartungsvollem Blick auf den Rasen – und was sich auf diesem wieder so alles rührt.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase

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