Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beginn des neuen Schuljahres

ABC-Schützen in Gefahr? Auch im Chiemgau fehlt es an ausreichend Schulweghelfern

In Bernau gibt es sie noch, aber: Immer weniger Eltern zeigen sich bereit, als Schulweghelfer aktiv zu werden.
+
In Bernau gibt es sie noch, aber: Immer weniger Eltern zeigen sich bereit, als Schulweghelfer aktiv zu werden.

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres sind auch die Schulweghelfer wieder im Einsatz. Die Lotsen sollen helfen, die ABC-Schützen sicher zur Schule zu geleiten. Doch die ehrenamtlichen Helfer plagen auch in den westlichen Chiemgau-Gemeinden Nachwuchssorgen.

Bernau/Breitbrunn – „Die Zahl der Schulweghelfer hat sich für das kommende Schuljahr wieder deutlich reduziert, da einige Eltern verständlicherweise aufgrund des Schulwechsels ihrer Kinder wegfallen“, sagt Gabi Dalzio im Namen der Schulweghelfer aus Bernau. Derzeit stünden zehn Lotsen zur Verfügung, jedoch seien pro Tag vier Dienste am Zebrastreifen der Schule zu besetzen.

„Da braucht man kein großer Rechenkünstler zu sein, um festzustellen, dass wir die Sicherheit der Kinder nicht ausreichend werden gewährleisten können.“ Und dies sei nichts Neues: Bereits zum vergangenen Schuljahr habe man den Überweg nicht zu allen Schließzeiten der Bernauer Grundschule mit Schulweghelfern sichern können.

Die jüngeren schützen

Gerade die jüngeren Grundschüler sollte man schützen, sagt Dalzio. „Jedoch zeigt der Trend der letzten Jahre, dass die Bereitschaft der Eltern deutlich sinkt.“ Werbung für das Ehrenamt machen sowohl sie als auch die Rektoren der Grundschule Bernau, Petra Henz, um gerade Eltern der neuen Schüler für die Aufgabe zu gewinnen. „Ich hoffe, dass wir so noch einige Schulweghelfer rekrutieren und zumindest den Großteil der Dienste am Zebrastreifen abdecken können.“

In Bernau hat die Schwierigkeit, Eltern für das Ehrenamt zu gewinnen, bereits dazu geführt, dass der Gemeinderat für die viel befahrende Chiemseestraße eine Fußgängerampel beim zuständigen Landkreis Rosenheim beantragte.

Kein Problem stellt diese Situation für die Grundschule Breitbrunn dar, wie deren Leiterin Renate Talandar schildert. Ob der Tatsache, dass die meisten Kinder per Bus zur Schule kommen, nutze man dort das Konzept der Wegbegleitung nicht. Stattdessen habe die Polizei „gelbe Fußabdrücke“ auf den Gehwegen angebracht. Sie sollen jene Stellen markieren, an denen die Kinder mit guter Sicht nach allen Seiten überqueren könnten. Entsprechend würden an der Schule auch keine Eltern für das Ehrenamt Schulweghelfer geworben.

„Pandemiebedingt rückläufig“

Den abnehmenden Trend bei den Schulweghelfern kann auch Polizeihauptkommissar Wolfgang Schlemer bestätigen, der bei der Polizeiinspektion Prien für die Verkehrserziehung verantwortlich zeichnet. Generell lasse sich feststellen, dass die Bereitschaft der Eltern zu Beginn des Schuljahres groß sei. Je länger der Einsatz jedoch dauere, desto mehr lasse dieses Engagement jedoch nach.

Bayerns Kultusministerium berichtet für das vergangene Jahr von rund 25.000 Personen, die sich landesweit als Schulweghelfer engagierten, davon 7400 in der Region Oberbayern. „Gleichwohl ist die Zahl der ehrenamtlichen Schulweghelfer auch in Bayern seit einigen Jahren pandemiebedingt rückläufig“, antwortet eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Deswegen will das Ministerium wie schon in den vergangenen Jahren auch Schüler an weiterführenden Schulen für die Aufgabe der Schulweghelfer begeistern.

Kommentare