Kritik an Austausch von CAT-Geschäftsführer

"Neiderhell muss mal alles offenlegen"

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Landrat Josef Neiderhell.

Bernau - Auf Kritik im Gemeinderat in Bernau stieß die Entscheidung des Chiemsee-Alpenland Tourismusverbandes (CAT), den Geschäftsführer Anfang nächsten Jahres auszutauschen.

Für Eduard Wierer (Überparteiliche Wählergemeinschaft) sind insbesondere die Vorgänge im Beirat des CAT, der im September der Auflösung des Vertrages mit Claudia Leppin zugestimmt hatte, nicht nachvollziehbar.

Leppin ist noch bis Ende des Jahres Geschäftsführerin des CAT. Zurzeit ist sie beurlaubt. Anfang 2011 folgt ihr Gregor Seufert.

Der Beirat des CAT hatte der Auflösung des Vertrages mit Leppin in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt. Die Chemie habe nicht gestimmt, vor allem Kleinvermieter seien unzufrieden mit der Touristikerin aus Mecklenburg-Vorpommern gewesen, begründete CAT-Vorsitzender Landrat Josef Neiderhell nach der Sitzung die Trennung. Die Mitglieder des CAT ernannten dann Seufert - ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung - zum Nachfolger von Leppin.

Die Gemeinde Bernau ist Mitglied im CAT. In dessen Beirat ist sie nicht vertreten. In seine Schusslinie nahm Wierer den Beirat. Er kritisierte, dass Bernau offensichtlich nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen sei. Die Vorgänge, die zur Trennung von Leppin führten, blieben seiner Ansicht nach bislang zum großen Teil im Dunkeln. "Landrat Neiderhell muss mal offenlegen, wie das alles war", forderte Wierer weitere Auskünfte vom CAT-Vorsitzenden.

Als touristischer Zusammenschluss der Kommunen im Landkreis und der Stadt Rosenheim hat der CAT Anfang des Jahres seine Arbeit aufgenommen. Laut Philipp Bernhofer (Bernauer Liste) stellt sich die Frage, wie er im Gemeinderat sagte, ob der neue Verband "handlungsfähig ist". Claudia Leppin sei "gegangen worden". Wie werde der CAT nun wohl mit ihrem Nachfolger verfahren? Bernhofer: "Wie lange darf er bleiben?"

Bürgermeister Klaus Daiber sagte, dass Seufert vor der Aufgabe stehe, neue Strukturen zu schaffen. Man müsse ihm "Zeit geben".

pü/Chiemgau-Zeitung

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