Autopsie von Charlie Brame verzögert sich

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Die dreijährige Charlie Brame kam am 24. November in Orlando ums Leben. Eine Obduktion soll nun die Todesursache ermitteln.
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Bernau/Orlando - Der 19-jährige Pascal K. muss weiter im US-Gefängnis bleiben, bis die Obduktion an seiner Stieftochter abgeschlossen ist. Und das könnte noch einige Zeit dauern:

Wie US-Medien berichten, könnte es noch bis zu drei Monate dauern, bis die Todesursache der dreijährigen Charlie Brame durch eine Autopsie ermittelt werden kann. Die zuständige Behörde für die Untersuchungen, das "Orange-Osceola Medical Examiner's Office", warte derzeit noch auf die Informationen zur medizinischen Vorgeschichte des Mädchens. Das könne zwischen zehn und zwölf Wochen dauern, so Sheri Blanton, Sprecherin des Instituts, gegenüber dem "Orlando Sentinel".

Der 19-jährige Stiefvater des Mädchens, Pascal K. aus Bernau, sitzt derweil weiter im "Orange County Jail". Kaution zu stellen wurde ihm verwehrt. Bislang wird ihm angelastet, seine dreijährige Stieftochter vergewaltigt und die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Am Samstagnachmittag, 22. November, hatte Charlie's Mutter ihr Kind in der Obhut des 19-Jährigen gelassen, um zur Arbeit zu gehen. Einen Tag später fanden die Notärzte das Mädchen im Haus mit Blutergüssen an Rücken und Kopf. Sie konnte kaum noch atmen und starb am darauffolgenden Montag in der Klinik.

Pascal K. (Links) aus Bernau sitzt derzeit im "Orange County Jail".

Pascal K. erklärte den Ermittlern, das Mädchen sei aus dem Bett auf den Teppichboden gefallen. Er habe anfangs gedacht, es gehe ihr gut. Doch als sie sich mehrere Sekunden nicht bewegte, habe er sie auf das Sofa im Wohnzimmer gelegt und ihre Mutter angerufen. Die Angaben der Ärzte, die Charlie Brame anschließend untersuchten, widersprechen allerdings seiner Aussage. Es sei unwahrscheinlich, dass sich das Mädchen die Kopfverletzungen durch einen Sturz aus dem Bett zugezogen habe. "Die Verletzungen sprechen für eine stumpfe Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf", so der Arzt im Polizeibericht. Zudem fanden die Mediziner auch Anzeichen darauf, dass die Dreijährige erst kürzlich missbraucht worden war. Pascal K. wurde sofort von der Polizei verhaftet und sitzt seitdem im Gefängnis.

Mittlerweile sind auch seine Eltern, zusammen mit einem deutschen Anwalt, nach Amerika geflogen. Wie die OVB-Heimatzeitungen berichten, wollen sie sich derzeit nicht zum Fall äußern. Die Freunde des 19-Jährigen aus Bernau sind aber fest davon überzeugt, dass er unschuldig ist. Doch sollte er wegen Mord ersten Grades angeklagt werden, könnte ihm die Todesstrafe drohen.

Quelle: rosenheim24.de

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