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Blues und Kleinkunst

Seit über 40 Jahren in Sachen Kultur unterwegs: Was den Bernauer Horst Schmidmayer antreibt

In seinem Element: Horst Schmidmayer (Vierter von rechts) auf der Bühne mit der kanadischen Band „Samantha Martin & Delta Sugar“, welche im vergangenen Jahr beim „BluesClubChiemgau“ zu Gast war.
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In seinem Element: Horst Schmidmayer (Vierter von rechts) auf der Bühne mit der kanadischen Band „Samantha Martin & Delta Sugar“, welche im vergangenen Jahr beim „BluesClubChiemgau“ zu Gast war.

Der Bernauer Horst Schmidmayer ist ein Macher, ein Organisator. Seit mehr als 40 Jahren engagiert er sich in Sachen Kultur im Chiemgau. Und das nicht nur, um den Angeboten in Rosenheim und Wasserburg auch mal ein wenig Konkurrenz zu machen.

Bernau – Der Horst und der „BluesClubChiemgau“ – das ist seit gut neun Jahren eine untrennbare Einheit. Auch wenn Horst Schmidmayer (65) aus Bernau stets betont, dass er das nicht allein organisiert und ihm stets einige Ehrenamtliche zur Seite stehen. Das Motto „Just Good Music Live“, mit welchem der „BluesClubChiemgau“ wirbt, treibt ihn an.

Bühne für Kleinstkunst

Schon vor der seiner eigenen Kulturschiene war er gut acht Jahre als Abteilungsleiter und Trainer beim TSV Bad Endorf in Sachen Sport und darüber hinaus aktiv. Hierdurch sei auch das Endorfer Starkbierfest entstanden, wie er berichtet. Auch beim Freiluftturnier für Mixed-Mannschaften mit bis zu 80 Gruppen war er einer der Organisatoren.

Zu einem solchen großen Turnier gehörten für Schmidmeyer auch Festzelt samt Kabarettprogramm, wo unter anderem auch Lisa Fitz und Georg Ringsgwandl auftraten.

Alleinverantwortlich für über ein Jahrzehnt

Das Machen, das Organisieren, das ist seins. Und da es seinerzeit nur in Rosenheim, Wasserburg und Freilassing jeweils eine Bühne für Kleinkunst und Kabarett gab, wollte auch er im Chiemgau eine alternative Kulturschiene mitgestalten. Schmidmayer, der bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Herbst als Drucker arbeitete, gründete daraufhin im Dezember 1989 die „Junge Bühne Endorf“.

Schon bald nannte sie sich „Agentur quodlibet“. Sie ist bis heute bekannt als „Kleinkunstbühne Kramerwirt“, beim Hubbi. Und Schmidmayer mittendrin als alleinverantwortlicher Programmgestalter für über ein Jahrzehnt. Michael Mittermeier, Luise Kinseher, Rudi Zapf, Max Goldt und viele andere kamen damals für einen Auftritt nach Hemhof.

Bluesbands aus aller Welt

Später betrieb er im Aschauer Eiskeller eine Kleinkunstbühne mit Kabarett und Kleinkunst. Dazu kam noch die Reihe „Groove On Sunday“ mit Bluesbands aus aller Welt. Luise Kinseher, Horst Evers, Simone Solga, Maria Peschek und Michael Altinger – um nur einige zu nennen – traten dort auf.

Schmidmayer entwickelte zudem das Projekt Kabarettschiff, welches Helmut Schleich später umsetzte. Schmidmayer zeichnete zudem im Grafinger „Max‘ Wirtshaus“ für das Programm verantwortlich, welches er mit niveauvollen Bluesbands bestückte.

Herzensprojekt im Feuerwehrhaus

Seit 2013 nun ist der „BluesClubChiemgau“ sein Herzensprojekt. Auf der kleinen Bühne im Rimstinger Feuerwehrhaus spielen Bands aus aller Welt. Und diese schätzen die Nähe zum Publikum. Auch die Fans, die teilweise aus allen Ecken Deutschlands anreisen, sind begeistert von der geradezu intimen und entspannten Clubatmosphäre.

Die beiden vergangenen Pandemiejahre waren fürHorst Schmidmayer sehr belastend. Schon im Mai 2020 betonte er in einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen, dass der „BluesClubChiemgau“ weitergehen müsse: „Das ist mein Saal, mein Club, meine Musik.“

Es muss ehrliche Musik sein

Und inzwischen geht endlich wieder was. Ben Granfelt, Leadgitarrist bei den Leningrad Cowboys, später bei „Wishbone Ash“ und allererster Gast beim Start des „BluesClubChiemgau“ im Jahr 2013, eröffnete diesen April die Konzertsaison im Rimstinger Feuerwehrhaus. Seitdem gaben sich Bands aus Kanada, Italien, Österreich und Amerika die Klinke in die Hand.

Horst Schmidmayer hat für den Herbst ein Festival in Rimsting geplant: John Lee Hocker junior wird im September den Anfang machen, „Hundred Seventy Split“ und viele weitere stehen auf dem Programm.

Für Schmidmayer zählt die Authentizität Es müsse ehrliche Musik sein, kein Mainstream. Seine musikalischen Gäste dürfen sich nicht darauf beschränken, die Musik anderer nachzuspielen und zu covern. Er sei ein Macher, weiß aber auch zu schätzen, dass das Umfeld immer gepasst und mitgemacht habe. Denn: „Verbiegen lassen tue ich mich nicht“, wie er über sich sagt.

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