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Angebot ab September im Chiemgau

So sparen Sie Energie: Regionale Berater geben Tipps wegen der Preis-Explosion bei Gas und Strom

Präsentieren das neue Angebot: (von links) Bernaus Klimaschutzmanager David Schmidtner, Verbraucherzentrale-Regionalmanagerin Sigrid Goldbrunner, Aschaus Liegenschaftsbeauftragter Stefan Aberger sowie die Bürgermeister Irene Biebl-Daiber (Bernau) und Simon Frank (Aschau).
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Präsentieren das neue Angebot: (von links) Bernaus Klimaschutzmanager David Schmidtner, Verbraucherzentrale-Regionalmanagerin Sigrid Goldbrunner, Energieberater Martin Korndoerfer, Aschaus Liegenschaftsbeauftragter Stefan Aberger sowie die Bürgermeister Irene Biebl-Daiber (Bernau) und Simon Frank (Aschau).

Bis sich die Preise für Energie mit Blick auf die aktuelle Situation wieder stabilisieren – das wagt kaum jemand vorherzusagen. Umso wichtiger ist es inzwischen, beim Verbrauch anzusetzen. Und das kann schon mit kleinen Dingen für merkliche Einsparungen sorgen.

Bernau/Aschau – Die Preise für Energie scheinen auch auf absehbare Zeit merklich zu steigen. So stark, dass es den ein oder anderen besonders schmerzt. In den Gemeinden Aschau und Bernau hat nun die Verbraucherzentrale Bayern ihr Zelt aufgeschlagen. Ab September bietet sie abwechselnd in beiden Rathäusern eine Energieberatung an.

Weniger Strom verbrauchen

Für das neue Angebot haben die Gemeinden in ihren Rathäusern jeweils einen Raum zur Verfügung gestellt. Beratung sollen dort alle finden, die sich in Sachen Strom sparen, den Einbau einer neuen Heizung oder einer Solaranlage informieren wollen. Die Beratung in den Rathäusern erfolge unabhängig und kostenfrei, wie die Verbraucherzentrale Bayern versichert.

Am 27. September soll das Angebot starten, das erste Mal in Bernau. Von diesem Tag an läuft die Beratung jeweils am vierten Dienstag eines Monats. Während ungerader Monate ist Berater Martin Korndoerfer in Bernau zugegen, in geraden Monaten bezieht er seinen Raum im Aschauer Rathaus.

„Wir freuen uns sehr, dass die Gemeinden Aschau und Bernau durch ihren Einsatz eine Kooperation ermöglicht haben“, sagt Sigrid Goldbrunner, Regionalmanagerin der Verbraucherzentrale Bayern zum neuen Angebot in den beiden Gemeinden. Denn die Nachfrage bei Bayerns Verbraucherzentrale in Sachen Energieeffizienz habe inzwischen spürbar zugenommen. Seien es im ersten Halbjahr 2021 5500 Beratungen gewesen, sei man im laufenden Jahr bereits bei 7500 angelangt, berichtet Goldbrunner.

Heizung richtig einstellen

Ein Punkt, an dem jeder Hausbesitzer ansetzen könne, sei die korrekte Einstellung der Heizung. „Bei vielen Heizungen, die abgewrackt werden, finden sich noch die Werkseinstellungen.“ Nehme man die allgemeingültigen Tipps hinzu – unnötige Lichter ausschalten, Elektrogeräte nicht im Stand-by-Modus laufen lassen – könne man auch ohne größeren Invest rund zehn Prozent Energie einsparen.

Ein Richtwert, wie Sigrid Goldbrunner betont. Auch der Tausch alter Heizungsthermostate sei sinnvoll, ergänzt Energieberater Martin Korndoerfer. Wer etwas mehr investiere, könne seine Heizkörper auch mit Smart-Home-Produkten bestücken, um die Wärme auch aus der Ferne dann runterfahren zu können, wenn sie wirklich nicht gebraucht wird.

Auch Beratung zu Hause

Ins Spezielle geht es bei den Gesprächen, welche Energieberater Martin Korndoerfer künftig kostenfrei in den Rathäusern Bernau und Aschau anbietet. Bei diesen sogenannten stationären Beratungsterminen ließen sich schon viele Fragen zur individuellen Situation der Klienten beantworten. „Oft ist es aber so, dass die Leute noch einen Folgetermin brauchen“, sagt Korndoerfer. Diese liefen wiederum im Haus oder der Wohnung der Ratsuchenden ab.

Mit Checklisten werde vor Ort geprüft, wo sich weitere Einsparpotenziale in Sachen Energie finden ließen. Dieses Angebot ist indes nicht kostenfrei. 30 Euro werden bei einem Besuch fällig. Neben unmittelbaren Tipps des Energieberaters während des Hausbesuchs erhalten Wohnungseigentümer und Mieter noch einen schriftlichen Bericht über die gefundenen Einsparpotenziale. Die Reservierung läuft zentral über die Verbraucherzentrale Bayern unter der Servicenummer 0 89/5 52 79 43 40 wie auch über die Internetseite des Angebots.

Dass die Verbraucherzentrale ihr Angebot künftig auch in den Gemeinden Bernau und Aschau anbietet, ist unter anderem Bernaus Klimaschutzmanager David Schmidtner zu verdanken. Vor etwa drei Jahren sei diese Idee erstmals im Gespräch gewesen. Auch, weil bei Schmidtner – selbst Energieberater – solche Fragen immer wieder aufgeschlagen seien.

Preise weiter im Aufwind

Dass sich die steigenden Preise für Energie alsbald wieder stabilisieren, damit rechnen die Energieexperten frühestens im Jahr 2030. Dann, wenn sich die Investitionskosten für den Ausbau Erneuerbare Energien für die Investoren amortisiert haben.

Dann könnte es mit den Preisen sogar wieder nach unten gehen. Klar ist für die Energieberater aber auch: Sparen lohnt sich immer. Denn kostenfrei wird es Strom und Wärme auch künftig nicht geben. Denn nicht nur die Anlagen, um Energie aus Wind, Wasser und Sonne zu gewinnen, kosten Geld. Auch die Mitarbeiter, welche diese warten.

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