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Kurz vor Mittag in Rosenheim

Schwerer Unfall auf Umgehungsstraße – Offenbar auch Schwerverletzte

Schwerer Unfall auf Umgehungsstraße – Offenbar auch Schwerverletzte

In der Hauptsaison erneut zugelegt – Bericht im Ausschuss

Trotz Corona: Rekordsommer im Tourismus in Bernau

Zahlreiche Mücken fliegen vor dem Abendrot über dem Chiemsee durch die Luft.
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Zahlreiche Mücken fliegen vor dem Abendrot über dem Chiemsee durch die Luft.

Ferienwohnungen haben gerade in Zeiten von Corona bei den Urlaubsgästen noch einmal deutlich an Beliebtheit gewonnen. In Bernau ist diese Kategorie heuer mit 24 Prozent an der Spitze bei den Beherbergungsbetrieben.

Bernau – Dicht dahinter sind die Campingplätze mit 22 Prozent, auch sie haben ordentlich zugelegt, wie Tourist-Info-Chefin Anja Abel am Donnerstag in der Sitzung des Bernauer Tourismus-Ausschuss im Rathauses mitteilte. Sie legte einen Bericht vor, ein Beschluss war nicht notwendig.

Zehn Prozent mehr Übernachtungen

Abel sprach von „anstrengenden zwei Jahren“, die wegen der Corona-Pandemie und monatelanger Schließungen hinter den Vermietern liegen. Gegenüber 2020 hätten sich die Übernachtungszahlen heuer inklusive Reha-Kliniken von Januar bis Oktober um rund zehn Prozent verbessert, im Vergleich zu 2019 – also dem Jahr vor der Pandemie – sogar um rund fünf Prozent. „Das liegt an den Kliniken, die fast die Hälfte der Übernachtungen ausmachen, und dem Trend zum Urlaub im eigenen Land“, erklärte Abel.

Der Wunsch nach kontaktarmem Urlaub sorgte in den beiden letzten Corona-Jahren für eine leichte Verschiebung innerhalb der Betriebskategorien. Während die Hotels um elf Prozent verloren haben, konnten die Campingplätze im Gegenzug um neun Prozent zulegen.

Das Beherbergungsverbot heuer traf die Vermieter besonders hart, weil es auch in den Oster- und den Pfingstferien galt. „Rapide gestiegen“ sind die Übernachtungszahlen laut Abel in Bernau, als die Gäste ab Juni wieder kommen durften. Sie spricht von Rekordwerten und einem Trend zum „kontaktarmen Reisen“.

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Während der Campingurlaub in Bernau zum Beispiel um neun Prozent zulegte, musste die Hotellerie elf Prozent Minus hinnehmen. Wie sich auf eine Nachfrage von Severin Ohlert (Grüne) allerdings herausstellte, hat das laut Abel in Bernau viel damit zu tun, dass der Farbinger Hof wegen Hochwasserschäden und monatelanger Sanierungsarbeiten lange geschlossen war und den Betrieb immer noch nicht vollständig aufnehmen konnte. Die Gäste kamen im Sommer nicht nur in Scharen, sie blieben auch länger. Ferienhäuser führen die Statistik mit 7,2 Tagen durchschnittlicher Verweildauer an, gefolgt von „Urlaub auf dem Bauernhof“ und Ferienwohnungen mit 6,3 Tagen. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Campingplätze mit 1,4 Tagen. Abel erklärte, das liege daran, dass Bernau-Felden mit der Lage direkt an der Autobahn von vielen nur als Durchreise-Zwischenstation für eine Übernachtung genutzt werde. Hotels kamen übrigen auf 2,9 Tage Verweildauer. Ohne Kliniken eingerechnet ist die durchschnittliche Verweildauer in Bernauer Beherbergungsbetrieben von 3,85 Tage im Jahr 2019 heuer auf 4,44 Tage angestiegen.

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2021 verzeichnete Bernau insgesamt 256166 Übernachtungen und liegt damit über den Vorjahreswerten.

Die Zahlen:

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2021 verzeichnete Bernau insgesamt 256 166 Übernachtungen. Damit liegt die bei Urlaubern beliebte Chiemseegemeinde über den Vorjahreswerten (plus 9,9 Prozent) und sogar über den Zahlen aus dem Pre-Corona Jahr 2019 (plus 4,6 Prozent). Die Steigerung liegt laut Anja Abel, Leiterin der Tourist-Info, vor allem an der starken Klinikauslastung – rund 46 Prozent der Übernachtungen seien auf die ortsansässigen Kliniken zurückzuführen. Bei den rein touristischen Übernachtungen (ohne Kliniken) verzeichnete Bernau aufgrund des fünfmonatigen Beherbergungsverbots (einschließlich Ostern und Pfingsten) einen Rückgang von 7,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 126 036 Übernachtungen. Rekordwerte brachten dann die Monate August und September. „Im Pre-Coronavergleich konnten wir in den Sommermonaten Juli bis September sogar 13 Prozent mehr Gäste begrüßen als im Vergleichszeitraum 2019“, so Abel. Auch der goldene Herbst habe seinen Namen alle Ehre gemacht und viele Gäste in die Berge gelockt und so für eine gut gebuchte Nachsaison gesorgt.

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