Schreckliche Tragödie bei Bernau am Chiemsee

Ehepaar tot in Haus gefunden: Ermittlungen zur Todesursache laufen

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Bernau - Ein tragisches Unglück hat sich in der Gemeinde Bernau ereignet. Dort sind zwei Personen, ein Mann und eine Frau, in einem Haus tot aufgefunden worden. Vermutlich starben sie durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, allerdings laufen die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache noch.

UPDATE, Sonntag, 9.50 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Pressemeldung im Wortlaut:

Am Samstagmorgen (4. Mai) wurden in einem Wohnhaus zwei Personen leblos aufgefunden. Die Rettungskräfte konnten bei beiden nur noch den Tod feststellen. Die Kripo Rosenheim übernahm die Ermittlungen

Gegen 8.20 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle über zwei leblose Personen in einem Wohnhaus im Gemeindegebiet von Bernau am Chiemsee informiert. Trotz sofortiger Reanimation durch die Rettungskräfte konnte bei den beiden Personen letztlich nur noch der Tod festgestellt werden. 

Das Fachkommissariat 1 der Kripo Rosenheim übernahm in Zusammenarbeit mit dem Kriminaldauerdienst umgehend die Ermittlungen zur Klärung der Unglücksumstände. Die Todesursache muss nun im Laufe der Woche durch das Institut für Rechtsmedizin in München festgestellt werden. Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen vor.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, 20.15 Uhr - neue Informationen

Wie eine Leserin unserer Redaktion mitteilt, sollen nicht die Familienangehörigen das Ehepaar tot im Schlafzimmer vorgefunden haben, sondern eine ambulante Pflegerin. Diese soll nach dem Absetzen eines Notrufes gemeinsam mit dem Sohn des Ehepaares noch versucht haben, die Verstorbenen zu reanimieren. Allerdings vergeblich.

UPDATE, 11.30 Uhr - Kripo und Gutachter ermitteln

Die Unfallursache ist weiterhin noch nicht endgültig geklärt. "Wir können noch nicht viel sagen", erklärte Polizeisprecherin Carolin Hohensinn auf erneute Nachfrage von rosenheim24.de. Aus Rücksicht auf die Angehörigen und die Größe des Ortes wolle man bis auf weiteres auch keine weiteren Details zu den Opfern bekannt geben, außer dass es sich dabei um einen Mann und eine Frau handele.

Aktuell ist die Kriminalpolizei am Unfallort im Einsatz. Zusammen mit einem Gutachter soll nun geklärt werden, was genau die Ursache für den Tod der beiden Menschen war. Die entscheidende Frage ist, welche Rolle die (möglicherweise defekte) Ölheizung des Hauses gespielt hat. Die beiden Opfer starben wahrscheinlich durch eine hohe Kohlenmonoxid-Konzentration. Die Polizei hat für den Laufe des Nachmittags eine Pressemitteilung zu dem Fall angekündigt.

UPDATE, 10.35 Uhr - älteres Ehepaar tot

Laut Informationen von vor Ort handelt es sich bei den beiden Toten um ein älteres Ehepaar. Genaueres zu Identität der beiden Opfer kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Feuerwehreinsatz an Wohnhaus in Weisham bei Bernau

Die Erstmeldung:

Ersten Informationen vor Ort zufolge passierte das Unglück im Ortsteil Weisham, etwa auf halber Strecke zwischen Bernau und Prien am Chiemsee gelegen. Pressesprecherin Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd bestätigte auf Anfrage von rosenheim24.de den Einsatz und den Tod der beiden Personen. "Die Ermittlungen stehen allerdings noch ganz am Anfang. Ein Suizid kann aber ausgeschlossen werden", so die Sprecherin.

Angehörige hatten die beiden Personen am Samstagmorgen leblos aufgefunden und einen Notruf abgesetzt. Als der Rettungsdienst eintraf, schlug das CO2-Messgerät des Rettungsdienstes an, woraufhin ein Großeinsatz anlief. Es eilten auch zahlreiche Feuerwehrkräfte an die Unfallstelle. Informationen vor Ort zufolge wurde noch versucht, die beiden Personen zu reanimieren - leider jedoch vergeblich.

Zur Identität der beiden Personen sowie zur Ursache des Unglücks gibt es derzeit noch keine gesicherten Informationen. Vermutet wird, dass ein technischer Defekt an der Ölheizung des Hauses oder der Wohnung der Auslöser gewesen sein könnte. Es hatten hierzu vor kurzem auch erst Arbeiten am Haus stattgefunden, so die Polizeisprecherin. Die Angehörigen wurden direkt nach dem Unglück sofort vom Kriseninterventionsdienst betreut.

jre/mw

Quelle: rosenheim24.de

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