A8-Ausbau: Weiter keine Einigkeit

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Bernau - Der vom Bund geplante sechsspurige Ausbau der Autobahn 8 von Rosenheim nach Salzburg sorgt in den Kommunen für große Diskussionen.

In Bernau gehen die Meinungen und Einschätzungen zum geplanten A8-Ausbau weit auseinander. Nach wie vor haben die Gemeinderäte noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden.

So weit jedoch herrscht Einigkeit: Das Gremium fordert fürs Erste ein Tempolimit auf Höhe von Bernau. So hat der Gemeinderat beantragt, die Geschwindigkeit der Pkw bis zum Ausbau der A8 tagsüber auf 100 Kilometer pro Stunde und nachts 80 Kilometer pro Stunde zu begrenzen.

Über dieses Tempolimit hinaus gibt es jedoch viele Fragen, welche die Gemeinderäte zum Teil sehr unterschiedlich beantworten. Anlass für neue Diskussionen in der jüngsten Sitzung gab ein Antrag von Sepp Genghammer (Bündnis 90/Die Grünen). Er machte sich stark für einen landschaftsschonenden Ausbau und forderte nicht nur ein dauerhaftes Tempolimit, sondern unter anderem auch Lärmschutz, der für Bürger optimal ist und gleichzeitig die Landschaft nicht übermäßig beeinträchtigt. Mit fünf zu 13 Stimmen fand Sepp Genghammer jedoch keine Mehrheit für seinen Antrag.

In der Diskussion sprachen mehrere Gemeinderäte von Anregungen, die sie durchaus mittragen könnten. Aber auch von Vorstellungen, die sie nicht teilen. Bürgermeister Klaus Daiber stieß sich etwa an Sepp Genghammers Forderung, die Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing zweispurig auszubauen und dann den Transitgüterverkehr dorthin zu verlagern. Wenn er, so Klaus Daiber, in München diese Haltung vertreten würde, würden sie ihn auslachen.

Rathauschef schlägt Bürgerinitiative vor

Klaus Daiber schlug vor, in der Diskussion über den Ausbau der A8 einen anderen Weg einzuschlagen. Der Rathauschef zog eine Bürgerinitiative in Erwägung. Die Kommune könnte eine Gründung anleiern. Um eine Grundlage für weitere Diskussionen zu schaffen, regte er weiter an, die Leute von der Autobahndirektion anzusprechen und aufzufordern, dass sie in Bernau die Pläne für den Ausbau erklären.

Christian Hügel (CSU) hielt die Vorgehensweise für sinnvoll, alle Fakten auf den Tisch gelegt zu bekommen und dann als Anregung in die weitere Diskussion zu nehmen. Zweiter Bürgermeister Matthias Vieweger (CSU) meinte, die Informationen in einer Art Bürgerversammlung in die Öffentlichkeit zu tragen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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